Mehr Tore, mehr Elfer und mehr Fans

Gleichauf, wie auf diesem Bild, sind die beiden Inn/Salzach-Vereine in der Regionalliga Bayern derzeit nicht: Buchbach steht in der oberen Hälfte, 1860 Rosenheim auf einem Relegationsrang. Foto Ziegler
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Gleichauf, wie auf diesem Bild, sind die beiden Inn/Salzach-Vereine in der Regionalliga Bayern derzeit nicht: Buchbach steht in der oberen Hälfte, 1860 Rosenheim auf einem Relegationsrang. Foto Ziegler

Die zweite Saison der Fußball-Regionalliga Bayern ist nach 25 Spieltagen in die Winterpause gegangen. Das Premium-Produkt des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) wird weiterhin gut angenommen, was die Zuschauerzahlen betrifft. Die Regionalliga Bayern hat ihren Reiz, nicht zuletzt durch die sechs Nachwuchsvertretungen der Profivereine. Namen wie FC Bayern München 2, TSV 1860 München 2 und 1. FC Nürnberg 2 sind zu Zugpferden geworden.

216 Spiele sind über die Bühne gegangen, neun Begegnungen müssen 2014 noch nachgeholt werden. Die neue Spielklasse, in der sechs Mannschaften aus Oberbayern, vier aus Schwaben, drei aus Mittelfranken, drei aus Unterfranken, zwei aus Oberfranken und ein Team aus Niederbayern spielen, wird vom FC Bayern München 2 dominiert. Es folgt der amtierende Amateurmeister FV Illertissen, der auf dem besten Weg ist seinen Titel zu verteidigen. Meister TSV 1860 München 2 ist Vierter. Die sechs Zweitvertretungen der Profivereine sind unter den besten acht Teams der Liga zu finden. Da Illertissen wohl auf den Aufstieg in die 3. Liga verzichten wird, kommt die Aufstiegsrunde wohl nur für ein Ausbildungsteam eines Profivereins in Betracht.

Der DFB-Pokal-Startplatz für den besten Amateurverein scheint schon an den FV Illertissen vergeben, denn die Schwaben haben bereits 14 Punkte Vorsprung auf den TSV Buchbach, der aber zwei Partien weniger absolviert hat.

Die drei letzten Mannschaften steigen in die Bayernligen ab. Die Teams auf den Rängen 15 und 16 müssen in die Relegation. Noch sind keine Entscheidungen gefallen, wenngleich Tendenzen erkennbar sind. Die drei Abstiegsplätze belegen derzeit der SV Heimstetten, Viktoria Aschaffenburg und die immer noch sieglosen Kicker des TSV Rain am Lech. Die beiden Relegationsplätze nehmen der TSV 1860 Rosenheim und die SpVgg Bayern Hof ein.

Fünf Spieler haben keine einzige Minute bei ihrem Verein gefehlt. Dauerbrenner war Florian Hetzel vom Aufsteiger 1. FC Schweinfurt 05, der 24-mal im Einsatz war. Alle 23 Spiele haben Patrick Lehner (Heimstetten), Daniel Tsiflidis (Würzburg), Dominik Brunnhübner (Seligenporten) und Ioannis Gelios (Augsburg) absolviert.

485 Spieler wurden in dieser Saison in den 216 Spielen in der Regionalliga Bayern bisher eingesetzt.

24 Trainer standen in der Saison 2013/14 in der Regionalliga Bayern bisher an der Seitenlinie. Gleich vier Klubs haben ihre Chefanweiser getauscht, Schlusslicht TSV Rain am Lech gleich zweimal. Wechsel gab es in Memmingen, Bamberg und in Rosenheim. Beim TSV 1860 wurde Dirk Teschke der Stuhl vor die Tür gestellt, Thomas Siegmund und Patrick Peltram übernehmen. In Bamberg musste Dieter Kurth aufhören, Ex-Profi Hans-Jürgen Heidenreich ersetzt ihn. Nach rund zwölf Jahren war für Esad Kahric beim FC Memmingen Schluss, wo dessen Co-Trainer Thomas Reinhardt zusammen mit Robert Manz, dem Coach der U23, übernahm. In Rain am Lech musste erst Tobias Luderschmid aufhören, der für sieben Partien übergangsweise von Jens Meckert ersetzt wurde, ehe vor sechs Spielen Stefan Tutschka übernahm. Allen drei Trainern glückte noch kein Saisonsieg. Der 1. FC Nürnberg 2 wurde für eine Partie von Rainer Zietsch gecoacht, weil Roger Prinzen kurzzeitig bei den Profis für den entlassenen Michael Wiesinger vertreten musste.

706 Tore wurden erzielt, was einen Schnitt von 3,27 Treffern pro Partie bedeutet (Vorsaison Schnitt 2,96). Erfolgreichster Schütze ist mit 18 Treffern Vitalij Lux vom FV Illertissen. Es folgen Julian Green (15, Bayern 2), Antonio-Mirko Colak (13, Nürnberg 2), Erik Thommy (13, Augsburg 2), Dominik Stolz (13, Seligenporten), Stefan Lex (12, Greuther Fürth 2) und Mike Ott (12, 1860 München 2).

76 Elfmeter wurden verhängt, von denen 19 verschossen wurden (Vorjahr (71/7). Erfolgreichster Elfmeterschütze war Dominik Stolz (Seligenporten), der alle sieben Versuche erfolgreich beendete. Sechsmal traf Aleksandro Petrovic (Buchbach), fünfmal war Josef Eibl (Schalding-Heining) erfolgreich. Ingolstadt konnte nur einen von fünf Strafstößen in ein Tor ummünzen. Stefan Müller vom FC Ingolstadt 04 2 vergab zwei Möglichkeiten vom Punkt.

171496 Zuschauer kamen in die 19 Stadien, ein Schnitt von 794 Fans pro Spiel. In der vorigen Saison kamen bis zum Winter 162145 Besucher (721). Damit ist ein Anstieg von gut zehn Prozent zu verzeichnen. Zuschauerkrösus ist der Aufsteiger 1. FC Schweinfurt 05 mit einem Schnitt von 2130 Interessierten. Es folgen 1860 München 2 (1797), Bayern München 2 (1589), Memmingen (1230), Bamberg (1033), Würzburg (945) und Buchbach (924). Der beste Besuch in dieser Spielklasse wurde mit 12260 Zuschauern im Derby TSV 1860 München 2 gegen den FC Bayern München 2 erreicht. Nur unwesentlich weniger Fans, nämlich 10677, wollten das Hinspiel sehen. Die wenigsten Zuschauer verfolgten die Heimspiele des FC Ingolstadt 04 2 (219).

24 Rote Karten gab es in der Regionalliga Bayern. Verschont blieben die fünf Klubs FC Augsburg 2, TSV Buchbach, SV Seligenporten, FC Schweinfurt 05 und Viktoria Aschaffenburg. In der Fairness-Tabelle führt der FC Bayern München 2 (27 Punkte) vor Memmingen (32) und Augsburg 2 (38). Am Ende der Skala steht Heimstetten (62), davor rangieren Würzburg (61), Hof (59) und Bamberg (59).

14 Gelb-Rote Hinausstellungen gab es bisher. Sechs Vereine kamen ohne Ampelkarte über die Runden. Das waren der FC Memmingen, FC Ingolstadt 04 2, SV Schalding-Heining, TSV 1860 München 2, Viktoria Aschaffenburg und SpVgg Bayern Hof.

769 Gelbe Karten zeigten die Schiedsrichter bisher. 57 Mal Gelb erhielt Aschaffenburg. Es folgen Schweinfurt (54), Bamberg (48), Rosenheim (48) und Würzburg (48). Die wenigsten Verwarnungen erhielt der FC Bayern München 2 (19) vor dem FC Memmingen (27). Die meisten Gelben Karten mit zehn sammelte Frederik Schramme vom TSV 1860 Rosenheim, gefolgt von Bastian Lunz (9, Schweinfurt).

38 Schiedsrichter kamen bisher in der Regionalliga Bayern zum Einsatz. Zwölf Unparteiische leiteten jeweils acht Partien: Luka Beretic (Augsburg), Stefan Bloch (Grafenau), Andreas Hartl (Aicha v. W.), Johannes Hartmeier (Dettelbach), Johannes Huber (Bogen), Florian Kornblum (Chieming), Simon Marx (Großwelzheim), Markus Pflaum (Dörfleins), Florian Riepl (Altenerding), Christopher Schwarzmann (Scheßlitz), Stefan Treiber (Neuburg/Donau) und Michael Wander (Helmstadt).

Zwei Tabellenführer durften sich nur an den 25 Spieltagen über den Platz an der Sonne in der Regionalliga Bayern freuen. Bis auf den zweiten Spieltag, da war die SpVgg Greuther Fürth 2 vorne, führte immer der FC Bayern München 2, der auch Halbzeitmeister ist, das Klassement an. dme

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