Es war mehr als Platz sieben drin

Mike Hollohaderte am ersten Tag mit sich. Steinbrenner
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Mike Hollohaderte am ersten Tag mit sich. Steinbrenner

Noordwij – Als beim Europe-Top-Ten-Turnier im niederländischen Noordwij die Siegerehrungen durchgeführt wurden, mussten zwei Tischtennis-Talente aus Kolbermoor mit dem Platz auf der Tribüne vorliebnehmen.

Sowohl Naomi Pranjkovic (Schülerinnen) als auch Mike Hollo (Schüler) mussten sich bei der zweitwichtigsten Nachwuchsveranstaltung auf diesem Kontinent jeweils mit dem siebten Platz zufriedengeben. Für beide wäre sicherlich noch etwas mehr möglich gewesen.

Als Nachrückerin ordentlich verkauft

„Ich bin einigermaßen zufrieden“, bilanzierte Pranj kovic, die bei ihrem Heimatverein für die Reserve in der 3. Bundesliga Süd aufschlägt. „Am Anfang bin ich nicht so gut in das Turnier gekommen. Insgesamt habe ich aber zu selten meine Bestleistung zeigen können, um noch weiter vorne zu landen.“ Zwei Siege und sechs Niederlagen standen am Ende auf dem Konto der 14-Jährigen. Gegen Helena Sommerova (Tschechien/4:2) und die Russin Alina Zavarykina (12:10 im siebten Durchgang) setzte sich Pranj kovic durch.

Als „sehr ärgerlich“ bezeichnete das Kolbermoorer Eigengewächs die 3:4-Niederlage gegen Malamatenia Papadimitriou, die nur diese Partie während des drei Tage dauernden Turniers gewann. „In dieser Partie war Naomi nicht konzentriert genug“, beobachtete Bundestrainerin Lara Broich (Düsseldorf). „Platz sieben ist insgesamt ein gutes Ergebnis, zumal sie erst als Nachrückerin in das Feld gerutscht war.“

Hollo mit Willen und Steigerung

Vier Siege sowie fünf Niederlagen sind das Ergebnis von Hollo, der seit Beginn der Saison 2019/20 für den 1. FC Saarbrücken II in der 2. Bundesliga aufschlägt. „Mike hat sich nach einem schwachen ersten Tag gesteigert“, analysierte Bundestrainer Zhu Xiaoyong (Düsseldorf). „Allerdings fehlt es ihm noch an Stabilität. Auch im technischen Bereich muss er sich noch verbessern.“ Trotz Hüftproblemen dachte der EM-Dritte aus dem Jahr 2018 nicht an eine Aufgabe. „Das zeigt seinen Willen“, so Bundestrainer Zhu.

Mike Hollo selbst zeigte sich mit seinem Abschneiden „nicht zufrieden“. Siege feierte der 15-Jährige gegen Jakub Goldir (Slowakei/ 4:0), Gabriellus Camara (Niederlande/4:2), Eduard Ionescu (Rumänien/4:0) und Louis Laffineur (Belgien/ 4:1). Äußerst unglücklich war die abschließende 3:4-Niederlage gegen den Tschechen Simon Belik, denn das Talent aus Kolbermoor lag zwischenzeitlich bereits mit 3:2 Sätzen vorne und hätte sich bei einem Erfolg noch auf Position fünf vorgearbeitet.

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