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UNFALL

Martin Smolinski neuer Weltmeister

Ein Autogramm vom späteren Weltmeister: Schon vor dem Rennen waren die Unterschriften von Martin Smolinski heiß begehrt.

Der neue Sandbahn-Weltmeister heißt Martin Smolinski. Der Deutsche setzte sich gestern Nachmittag im Langbahn-WM-Finale in Mühldorf in einem dramatischen Rennen gegen seine schärfsten Konkurrenten Dimitri Bergé und Mathieu Trésarrieu durch.

Mühldorf – Zwei Stunden noch bis zum Start. Mathieu Trésarrieu liegt lässig in seinem Stuhl, die Augen geschlossen sucht er im hinteren Winkel seiner Box noch ein wenig Entspannung. Ein paar Meter weiter nimmt Dimitri Bergé noch einmal den Schraubenschlüssel in die Hand. Es soll nichts schief gehen, wenn es nachher um Sekunden geht. Und was macht Martin Smolinski? Kleine Lockerungs- und Dehnübungen und ein kurzer Gruß zu den Fans, die am Zaun des Fahrerlagers alles gut im Blick haben.

Überhaupt: Es geht sehr familiär zu – in- und außerhalb des Fahrerlagers. Der MSC Mühldorf hat mit unzähligen Helfern dafür gesorgt, dass Bahn, Tribünen und Nebenschauplätze bestens präpariert sind. Das Wetter ist perfekt, tausende Besucher strömen schon am Vormittag in den Mühldorfer Süden. Zum Aufwärmen gibt es die Rennen der nationalen Solo- und Seitenwagenklasse, doch der Blick richtet sich schon jetzt auf den Nachmittag, wenn die Langbahn-Weltmeisterschaft entschieden wird.

Die Ausgangslage könnte vor diesem fünften und letzten Grand-Prix-Lauf spannender nicht sein: Der Franzose Dimitri Bergé liegt mit 85 Punkten in Front, drei Zähler dahinter teilen sich sein Landsmann Mathieu Trésarrieu und der Deutsche Martin Smolinski den zweiten Platz. Einer dieser drei wird am Ende des Tages jubeln. Bis es soweit ist, steht noch einiges an: Fahrerbesprechung, Autogrammstunde mit den Fans, Parade und Fahrervorstellung.

Um 13.30 Uhr dann der erste Start. Das Spitzentrio gibt sich in den Vorläufen keine Blöße, allerdings lässt Mathieu Trésarrieu auf dem Weg ins Finale wichtige Punkte liegen. So läuft schließlich alles auf einen Zweikampf zwischen Martin Smolinski und Dimitri Bergé hinaus. Beide haben vor dem letzten Lauf 105 Punkte auf ihrem Konto, Trésarrieu belegt mit 100 Punkten abgeschlagen Rang drei. Aus der Traum. Trotzdem: „Spannender geht es nicht“, sagt MSC-Vorsitzender Josef Frohnwieser noch kurz vor dem Start. „Das ist Wahnsinn, als Veranstalter kannst du dir so etwas nur wünschen.“

Und dann ist es soweit: Start frei zum letzten Rennen. Smolinski und Bergé erwischen beide einen guten Start, doch schon nach der ersten Kurve macht der Deutsche klar, wer an diesem Nachmittag der Herr im Haus ist. Vier Runden lang beherrscht Smolinski das Feld – und holt sich unter dem Jubel von rund 5000 Zuschauern im Sonnenuntergang von Mühldorf den Weltmeister-Titel. Und als zur Siegerehrung die Nationalhymne erklingt, singt Martin Smolinski aus voller Brust mit – mit Tränen in den Augen.

Ein letzter prüfender Blick vor dem Rennen: Der Franzose Dimitri Bergé im Fahrerlager.

Ehrenrunde mit der Deutschlandfahne: Der neue Weltmeister Martin Smolinski.

Zum WM-Pokal gab es für Martin Smolinski den goldenen Helm des Punktbesten.

Das Dröhnen der Motoren – auch das der spektakulären Seitenwagen – war am Wochenende über die ganze Stadt zu hören.

Jubel für den Weltmeister:Die meisten der 5000 Besucher drückten Martin Smolinski die Daumen.

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