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Jetzt mit Siegsdorf zur Deutschen Meisterschaft

Marlies Danner eilt von Sieg zu Sieg: Tennis-Seniorin ist Nummer vier in Deutschland

Familienzusammenführung bei den Bad Füssing Open: Marlies Danner (links) mit ihren Töchtern Maria und Vroni. Vorne der jüngste Sprößling Sophia.
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Familienzusammenführung bei den Bad Füssing Open: Marlies Danner (links) mit ihren Töchtern Maria und Vroni. Vorne der jüngste Sprössling Sophia.
  • VonKarlheinz Kas
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Für Marlies Danner aus Stein a. d. Traun ist noch lange nicht Schluss. Die Tennis-Seniorin des TSV Siegsdorf eilt von Sieg zu Sieg und steht in der deutschen Rangliste deshalb auch verdient auf Platz vier.

Stein a. d. Traun/Siegsdorf – Marlies Danner aus Stein a. d. Traun ist im Senioren-Tennis nicht zu stoppen. Innerhalb von 14 Tagen hat sie zwei hochkarätige Turniere gewonnen, die Bad Füssing Open, bei dem es Punkte für die deutsche, aber auch für die ITF-Weltrangliste gibt, und ein so genanntes S1-Turnier in Forstern, ranghöchster Wettbewerb in Bayern. „Ja, es macht richtig Spaß, ich fühle mich gut und hoffe, dass ich lange gesund bleibe“, kommentiert die zweifache Mutter und stolze Oma einer Enkelin, an der Spitze einer tennisbegeisterten Familie.

„Das mit der Weltrangliste stimmt so nicht ganz“

Aktuell steht Danner bei den Damen 70, wo sie heuer erstmals spielt, auf Platz vier in der deutschen Rangliste, die am 30. September aktualisiert wird. Und da wird sie nach oben klettern, hat sie doch jetzt fünf Mal in Folge die Nummer drei, Heide Froeysok (TV Stockdorf) geschlagen. Und die steht in der ITF-Weltrangliste auf Platz acht, weit vor Marlies Danner, die auf 22 geführt wird. „Das mit der Weltrangliste stimmt so nicht ganz, da gab es einige Meldefehler“, sagt die Steinerin, die sich immer unter Marlies Danner einloggt, bei der ITF tatsächlich aber als Marie Luise Danner geführt wird.

„Alles nicht so schlimm“, ergänzt die Tennis-Seniorin, die bei den Weltmeisterschaften heuer mit der deutschen Nationalmannschaft Platz drei belegte. Danners Bilanz in Florida in den USA: Fünf Einzel – vier Siege. Der Weg ging in den letzten Jahren aber immer steil nach oben: 2017 Nummer 69 im Welt-Ranking, 2018 Nummer 64, 2019 Nummer 14 und im letzten Jahr Nummer 13, jeweils bei den Damen 65. Die Bilanz auf internationalem Parkett kann sich heuer wahrlich sehen lassen: Elf Siege und nur eine Niederlage, auf Sandplatz ist Danner sogar ungeschlagen. Die internationale Bilanz in den Jahren zuvor: 2021 8:1, 2020 6:0, 2019 13:1, 2018 6:1 und 2017 6:0.

28 Siege in 30 Spielen

Wer Marlies Danner in ihrer Altersklasse schlagen will, muss schon extrem stark spielen. Von den 30 Matches im Kalenderjahr 2022 – Turniere plus Liga – hat sie 28 gewonnen. Großen Anteil an den Erfolgen hat ihr Ehemann Josef, der in der Herren-70-Mannschaft der TeG Alzstadt in der Landesliga 1 aufschlägt.

Bei den Bad Füssing Open jüngst kam es zum großen Familientreffen. Denn: Marlies Danner hat zwei tennisbegeisterte Töchter. Maria und Vroni. Letztere ist Mutter von Sophia (6) und spielt in der zweiten Damenmannschaft des TuS Traunreut. Bei allen Matches wurde Vroni, die unter anderem acht Jahre für den Bayernligisten TC 1860 Rosenheim aufschlug, unterstützt. Vroni wurde heuer Meister mit der Damenmannschaft den TAB Böblingen, wo sie seit ihrer Hochzeit spielt, da ihr Lebensmittelpunkt nahe Stuttgart ist. Wie gut sie noch die Bälle trifft, war jetzt auch in Niederbayern zu sehen. In der Konkurrenz Damen 40 marschierte sie ins Finale und wurde erst dort gestoppt. In Runde eins besiegte Vroni Danner die an zwei gesetzte Julia Kaub (Luitpoldpark München) und im Halbfinale Michaela Singer, die Nummer vier der deutschen Damen-40-Rangliste vom STK Garching. Erst in der top gesetzten Kristine Quadflieg (TC Gauting) fand sie ihre Meisterin. Dabei ist Training bei Vroni Danner nur bedingt möglich, da sie in der württembergischen Wirtschaft eine Spitzenposition bekleidet.

Training auch während Corona

Anders ist das bei der Mama. Seit sie vor zwei Jahren bei der Schlossbrauerei Stein in den wohlverdienten Ruhestand gegangen ist, hat sie noch mehr Zeit zum Training und für Turniere. Da sie zur deutschen Spitzenklasse gehört, durfte sie auch während des zweimaligen Lockdowns in Corona-Zeiten spielen. „Da bin ich dem Landratsamt Traunstein und dem TuS Traunreut schon sehr dankbar, dass ich immer in die Tennishalle durfte, das hat mir viel gebracht“, sagt Marlies Danner, die in Bad Füssing nicht gesetzt war und trotzdem einen Siegeszug hinlegte. Unter anderem bezwang sie Deutschlands Nummer eins der Damen 70, Heidi Eisterlehner (TED Waldau Stuttgart), die früher als Profi unterwegs war und bei den Australian Open 1976 im Viertelfinale stand.

Nächste Aufgabe ist die deutsche Meisterschaft

Nächste Aufgabe für Marlies Danner: Endrunde um die deutsche Meisterschaft der Damen 50 in Berlin mit dem TSV Siegsdorf, ihrem Heimatverein, für den sie seit acht Jahren spielt und mit dem sie schon deutscher Meister und mehrfach Vizemeister war. In der Verbandsrunde hat sie noch nie ein Spiel für Siegsdorf verloren.

Die Erfolgsgeschichte der Marlies Danner wird sicher fortgeschrieben: Nach dem Europameistertitel in der Halle von Seefeld 2020, nach zwei deutschen Vizemeisterschaften und 20 bayerischen Meistertiteln dürfte noch einiges hinzukommen. Und worauf führt die sportliche Siebzigerin ihre Erfolge zurück? „Ich kann mich super konzentrieren, wenn es darauf ankommt, gebe niemals auf und spiele mit der Rückhand einen guten Stopp, den nur wenige beherrschen“, sagt eine, die seit 50 Jahren auf dem Tennisplatz steht.

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