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„Endlich ist es aufgegangen“

Marco Groß ist deutscher Meister: Ruhpoldinger Biathlet siegt im Sprint

Marco Groß wurde deutscher Meister im Sprint.
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Marco Groß wurde deutscher Meister im Sprint.
  • Siegi Huber
    VonSiegi Huber
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Biathlet Marco Groß vom SC Ruhpolding hat bei den deutschen Meisterschaften überzeugt und gute Platzierungen eingefahren. Das Highlight war der Sieg im Sprint.

Ruhpolding – Für eine der ganz großen Überraschungen hat Marco Groß vom SC Ruhpolding bei den deutschen Biathlon-Meisterschaften im Bayernwald gesorgt. Der 25-jährige gewann den Titel im Sprint, im Einzel und in der Verfolgung wurde er jeweils vierter. „Endlich ist alles aufgegangen was ich mir zusammen mit meinem Vater erarbeitet habe“, freute sich der älteste Sohn vom ehemaligen Weltklasse-Biathleten Ricco Groß.

Großen Anteil am Erfolg hat aber auch sein Heimtrainer Remo Krug, der das Gelernte im täglichen Training am Stützpunkt in der Chiemgau Arena verfeinert hat. „Ich glaube, dass der Knoten geplatzt ist. Läuferisch habe ich mich sehr verbessert, Schießen konnte ich schon immer“, beschreibt Groß seine Formel zum Erfolg und fügt hinzu: „Ich kann liefern, wenn es darauf ankommt.“ Immerhin war er im Verfolger auf der letzten Runde mit einem der Favoriten Benedikt Doll gemeinsam unterwegs und konnte sich einem Platz vor ihm platzieren.

Zu viele Fehler

Auch sein Rückstand auf den Sieger Matthias Dorfer hielt sich in Grenzen. „Leider sind mir bis zur Schlussrunde vier Fehler passiert, zum Glück habe ich beim letzten Schießen alles getroffen“, schildert er die Situation. Im Einzel war er mit dem späteren Sieger Erik Lesser ein paar Runden gelaufen.

Groß ist aktuell auf seine Familie und seine Verlobte angewiesen. „Im Frühjahr hat mich der Zoll aus der Sportförderung geworfen. Das heißt, ich muss derzeit alles selber bezahlen“, so der Sportler. Die Maßnahme der Behörde ist für ihn unverständlich, schließlich habe er bereits im vergangenen Jahr seine Leistungen gesteigert. „Leistungssport wird nach Leistung definiert. Nun hoffe ich auf eine Reaktion des deutschen Skiverbandes. Schließlich muss ich Geld verdienen, um meinen Sport betreiben zu können.“

„Er kennt mich in- und auswendig“

Stolz ist er auf die Steigerung seiner Laufleistung. Im vergangenen Jahr war es ein plus von sechs Prozent, in dieser Saison ist er bei drei Prozent Zuwachs. Für diesen Winter hofft er auf einen Platz im IBU-Cup Team und von dort später in den Weltcup. Wichtigste Bezugspersonen sind seine Verlobte und sein Vater Ricco. „Mein Vater kennt mich in- und auswendig, er weiß, was in der Weltspitze abläuft“, sagt er. „Ich habe mich schon vor den Meisterschaften sehr gut gefühlt. Wichtig ist nun, die Form zu halten und konstante Leistungen bringen“, so seine Ziele für die nächsten Monate.

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