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„Das war nicht mein Tag“

Marathonläufer Filimon Abraham verpasst mit Aus in Hamburg EM-Qualifikation

Filimon Abraham (Zweiter von rechts) kam beim Marathon in Hamburg nicht ins Ziel. Er musste das Rennen wegen muskulärer Probleme abbrechen.
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Filimon Abraham (Zweiter von rechts) kam beim Marathon in Hamburg nicht ins Ziel. Er musste das Rennen wegen muskulärer Probleme abbrechen.

Mit großen Zielen ist der Traunsteiner Marathonläufer Filimon Abraham in Hamburg an den Start gegangen. Nach muskulären Problemen musste er das Rennen allerdings aufgeben und verpasste somit das Ziel EM-Quali.

Hamburg – Oh, wie ist das bitter! Filimon Abraham ist beim Hamburg Marathon nicht ins Ziel gekommen und verpasste damit die Qualifikation für die European Championships im August in München. „Das war nicht mein Tag. Die Enttäuschung ist schon groß“, sagte der Ausnahmeläufer aus Eritrea, der mittlerweile für Deutschland startet.

Training in Kenia

Der 29 Jahre alte Athlet von der LG Telis Regensburg legte die vergangenen Monate alles auf diesen Tag in Hamburg aus – und es lief bis zum Wettkampf alles wie am Schnürchen. Er stellte in diesem Jahr bereits neue persönliche Bestzeiten über die 21,1 Kilometer (1:02:35 Stunden) und über die zehn Kilometer (28:47 Minuten) auf. Bis wenige Tage vor dem Wettkampf in Hamburg war er auch zum zweiten Mal in diesem Jahr in Kenia gewesen und bereitete sich dort vier Wochen lang akribisch auf die 42,195 Kilometer in der Hansestadt vor. „Das war eine optimale Vorbereitung und ich bin sehr dankbar gewesen, dass alles so super gelaufen ist“, betonte Abraham. Dementsprechend „selbstbewusst und top motiviert“ reiste er nach Hamburg.

Probleme nach wenigen Kilometern führen zum Aus

Doch dort sollte alles anders kommen. Bereits nach zwölf Kilometern bekam Abraham im Rennen muskuläre Probleme in beiden Oberschenkeln. „Das war ganz komisch“, berichtete er.

Dennoch biss er die Zähne zusammen und lief lange Zeit vorne mit, damit war die EM-Norm noch immer drin. Doch die Schmerzen gingen nicht weg. „Ab Kilometer 25 wurde es dann richtig schwer“, erzählte der Läufer. „Denn mittlerweile tat mir auch mein Rücken weh.“ Abraham kämpfte, doch der Wettkampf wurde von Kilometer zu Kilometer immer mehr zur Plagerei für ihn und die EM-Norm des Deutschen Leichtathletikverbands – sie liegt bei 2:14:30 Stunden – geriet so immer mehr außer Reichweite. Schließlich entschied sich Abraham, aus dem Rennen auszusteigen, um nicht noch eine ernsthafte Verletzung zu riskieren. „Wenn man so früh im Rennen schon Probleme bekommt, dann ist es einfach schwierig, dass man es auch beenden kann“, sagte er.

EM-Teilnahme verpasst

Was ihn besonders traurig stimmt, ist die Tatsache, dass Hamburg seine letzte Möglichkeit gewesen ist, sich für die European Championships zu qualifizieren. Die Teilnahme in München wäre sein großes Ziel für dieses Jahr gewesen. Das Nominierungsfenster dafür endet nun aber schon heute. „Ich bin schon sehr enttäuscht. Aber ich muss das jetzt so akzeptieren.“

Den Sieg in Hamburg sicherte sich Cybrian Kotut aus Kenia mit 2:04:47 Stunden. Bei den Frauen sorgte Yalemzerf Yehualaw bei ihrem Marathon-Debüt für eine Überraschung. Die Äthiopierin erreichte das Ziel in 2:17:23 Stunden.

Abraham will bald weitermachen

Gleich nach dem Rennen analysierte Filimon Abraham mit seinem Trainer den Wettkampf. „Zwei, drei Tage muss ich das Ganze jetzt noch verdauen, aber dann werde ich weitermachen“, versprach Abraham. Schon bald wolle er wieder an einer Startlinie stehen, ergänzte er. „Denn die Form ist ja da und körperlich geht es mir auch gut.“

Gut möglich also, dass man Filimon Abraham am Sonntag, 8. Mai, ab 10.10 Uhr in Traunstein laufen sehen wird. Dann findet in der Großen Kreisstadt nach zweijähriger Corona-Pause wieder der Traunsteiner Halbmarathon statt.sb

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