Manuel Bonke darf zum Champions League-Finalturnier: Zwei Ostermünchener in Lissabon

Der Ostermünchener Manuel Bonke, der für die tz und den Münchner Merkur arbeitet bei einem Interview mit Manuel Neuer, das vor der Corona-Krise geführt wurde.
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Der Ostermünchener Manuel Bonke, der für die tz und den Münchner Merkur arbeitet bei einem Interview mit Manuel Neuer, das vor der Corona-Krise geführt wurde.

Manuel Bonke hat bei den OVB-Heimatzeitungen sein Volontariat in Rosenheim begonnen, bevor er von der „tz“ während seiner Ausbildung „abgeworben“ wurde. Jetzt darf er als einer von neun deutschen Bayern- Reportern zum Champions League-Finalturnier nach Lissabon.

München – Seit Juni 2016 ist der mittlerweile 29-jährige gebürtige Ostermünchner „Mano“ Bonke beider „tz“ für den FC Bayern und die Nationalmannschaft zuständig. Jetzzt darf er als einer von neun deutschen Journalisten, die über den FC Bayern schreiben, mit nach Lissabon zum Champions League-Finalturnier. Natürlich immer vorausgesetzt die Bayern qualifizieren sich am Samstagabend im Achtelfinal-Rückspiel gegen Chelsea (Hinspiel 3:0 für Bayern) für dieses Aufeinandertreffen der acht besten europäischen Teams.

Herr Bonke, was passiert denn, wenn der FC Bayern wider Erwarten gegen Chelsea ausscheiden sollte?

Manuel Bonke: (lacht) Das passiert nicht. Dann wäre alles hinfällig. Das Hotel in Lissabon könnte ich noch stornieren, den Flug natürlich nicht und den Rückflug habe ich noch nicht gebucht. Ich weiß ja nicht wie lange das Turnier für die Bayern dauert. Ich hoffe natürlich auf das Finale.

Einer von nur neu deutschen Journalisten, die über Bayern schreiben, beim Champions League-Turnier. Wie kommen Sie zu der Ehre?

Bonke: Der FC Bayern hat mit Verband Deutscher Sportjournalisten eine Liste aufgestellt, wer für die Spiele akkreditiert werden darf. Das waren am Anfang wegen dem Hygienekonzept zehn Journalisten, jetzt sind es 18. Für das Champions League Turnier in Lissabon hat die UEFA bestimmt, dass jeder Verein neuen Reporter mitschicken darf. Da sind natürlich die großen Zeitungen und Agenturen gesetzt, aber für die Bayern ist es natürlich auch interessant, dass ein regionales, sprich Münchner Medium mitfährt und da bin ich für die tz beziehungsweise den Münchner Merkur dabei.

Hat sich kein anderer dafür interessiert?

Bonke: Doch schon. Wir sind drei Reporter, die für Bayern zuständig sind und nach dem heuer schon die Europameisterschaft ausgefallen ist, bei der ich dabei gewesen wäre, habe ich zu den Kollegen gesagt, dass ich gerne mit den Bayern mitfahren würde und die waren alle einverstanden.

Wie sieht der Zeitplan aus. Wie bereiten Sie sich vor?

Bonke: Ich fliege am Sonntag um 8 Uhr nach Faro und fahre anschließend eine Stunde nach Lagos wo die Bayern ihr Quartier haben und sich vorbereiten. Einen Tag vor dem ersten Viertelfinalspiel geht es nach Lissabon. Natürlich beschäftigt man sich vorher mit den anderen Teams beziehungsweise steckt Themen ab, die man sich für die Berichterstattung vorstellen könnte.

Zum Beispiel ein Treffen mit Julian Weigl, ebenfalls ein Ostermünchener, der in Lissabon spielt.

Bonke: Genau. Wir haben tatsächlich schon telefoniert und wenn es irgendwie möglich ist, wollen wir uns natürlich treffen und eine Geschichte machen. Ansonsten wird es Video-Pressekonferenzen geben. Treffen mit Spielern sind seit Corona nicht möglich. Die Spieler sind noch mehr abgeschottet als sonst, um das Hygienekonzept nicht zu gefährden. Ansonsten heißt es einfach mal abwarten und schauen was los ist, aber beim FC Bayern rührt sich ja immer etwas.

Ist dieses Turnier der Höhepunkt Ihrer journalistischen Laufbahn?

Bonke: Die WM 2018 in Russland war natürlich noch einmal eine andere Hausnummer, aber die war ja für Deutschland leider relativ schnell vorbei. Natürlich ist dieses Champions League-Finalturnier, das es in einer solchen Form noch nie gegeben hat, etwas Historisches und deshalb auch für mich ein Höhepunkt. Das ist ja wie eine Mini-Europameisterschaft und ich freue mich jetzt riesig darauf. Interview Hans-Jürgen Ziegler

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