Lukas kommt immer wieder gerne zurück

In der zweiten Heimat:Schwedens Cheftrainer Johannes Lukas, der im Chiemgau mit aufgewachsen ist. Seifert

Johannes Lukas, 26-jähriger Cheftrainer der schwedischen Biathlon-Mannschaft hat den Weltcup in Ruhpolding auch dazu genutzt, um in seine Kindheit zurückzukehren.

„Ich war in Traunstein im ehemaligen Haus von meinem Papa und den Großeltern, also quasi in meiner zweiten Heimat. Es fühlt sich gut an, wieder im Chiemgau zu sein“, so Lukas. Noch dazu, weil ihm die Bedingungen in der Chiemgau-Arena taugen: „Riesenlob an den Veranstalter, das sind die besten Bedingungen, die wir bislang hatten.“

Noch besser wurde die Rückkehr für Lukas natürlich mit dem Resultat im Sprint der Damen, als mit Hanna Öberg ein Schützling von ihm aufs Stockerl kletterte und sich mit Rang zwei auch eine super Ausgangsposition für den Verfolger am Sonntag bescherte. „Der zweite Platz ist natürlich hervorragend, aber die gesamte Teamleistung war sensationell. Wir haben eine super Performance gezeigt“, sagt der schwedische Cheftrainer, der seit Sommer in Amt und Würden ist. Zuvor war Lukas, der im Ruhpolding den Skilanglauf erlernt und nach seinem frühen verletzungsbedingten Karriereende Sportwissenschaft an der TU München studiert hat, drei Jahre lang als Assistenztrainer im schwedischen Team unter Wolfgang Pichler tätig.

Nun hat er den also Hut auf, sieht sich aber als Teamplayer: „Ich habe ein sehr gutes Trainerteam. Wir sind zu Dritt, zwei Schweden und ich, und teilen uns die Aufgaben sehr gut auf. Ich denke, wir machen einen guten Job.“

Für sein Team setzt er die Ziele unterschiedlich an: „Die werden für jeden Sportler unterschiedlich festgelegt. Mit der Hanna wollen wir die gesamte Saison ins Visier nehmen, für andere ist die Weltmeisterschaft in Antholz das große Ziel.“ Insgesamt hat der 26-Jährige eine interessante Mannschaft zu bieten: „Wir sind ein relativ junges Team, das aber auch schon Weltmeisterschaften oder Olympische Spiele bestritten hat. Erfahrung ist also schon da. Und gerade in entscheidenden Momenten bringen sie es dann auch gut rüber.“

Sein Vorgänger Wolfgang Pichler und Sportler wie Magdalena Forsberg haben dafür gesorgt, dass das schwedische Team in Ruhpolding ganz speziell empfangen wird. Lukas hofft, dass das auch unter ihm so anhalten wird. „Die Stimmung in Ruhpolding ist immer super, deswegen kommen wir auch so gerne hierher.“ tn

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