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AUF SCHLITTSCHUHEN im EISKANAL

Luca Engler aus Rosenheim erstmals im Ice-Cross-Downhill-Weltcup auf dem Podium

Viel fehlte nicht: So knapp verpasste Luca Engler (rechts) den zweiten Platz.
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Viel fehlte nicht: So knapp verpasste Luca Engler (rechts) den zweiten Platz.
  • VonLeon Simeth
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„Das Training hat mich dahin gebracht, wo ich hinwollte,“ sagt der Rosenheimer Luca Engler, der im Ice Cross Downhill seinen bisher größten Erfolg feierte. „Reichlich Mentaltraining vor dem Rennen“, war ein Erfolgsrezept des 23-Jährigen

Judenburg – „Mein Ziel ist definitiv das Podium.“ Das hat Luca Engler sich für den Wettkampf in Judenburg (Steiermark) vorgenommen. Nachdem der 23-jährige Rosenheimer bei der World Championship im Ice Cross Downhill eine Woche vorher in Judenburg Neunter wurde, war er unzufrieden und wollte sich im zweiten Rennen verbessern. Dieses Ziel hat Engler erreicht und fuhr auf den dritten Platz.

Damit stand Luca Engler zum ersten Mal in einem Weltcup-Rennen auf dem Podium und heimste 200 Weltcup-Punkte ein. Aktuell steht der Rosenheimer auf dem 29. Platz im sogenannten „World Ranking“. Dieses ist jedoch aufgrund der Corona-Pandemie seit letztem Jahr eingefroren.

Platz zwei und drei sind in Sichtweite

Dazu belegt Engler den vierten Rang in der Europa-Wertung mit 312,5 Punkten. Auf dem ersten Platz steht der Schweizer Marco Dallago, der beide Rennen für sich entschied. Die Ränge zwei und drei sind mit 362,5 und 350 Punkten aber in Englers Sichtweite. Nach unten hat der Rosenheimer 50 Punkte Vorsprung – es könnte durchaus schlechter aussehen. Die Wertung setzt sich aus den beiden Rennen in diesem Jahr zusammen. Im ersten Wettkampf musste sich Engler mit dem 9. Platz begnügen, war damit aber alles andere als zufrieden. Sein Erfolgsrezept für den Bronze-Erfolg war reichlich Mentaltraining vor dem Rennen.

Zum ersten Mal auf dem Podest: Luca Engler (rechts) holte in Judenburg Bronze. Joerg Mitter / Limex Images

Viel meditiert und vor jedem Start viele Techniken angewendet

„Zuvor war ich immer aufgeregt und habe immer daran gedacht, was wäre, wenn ich Fehler mache oder es mich schmeißt. Dadurch bin ich nicht fokussiert genug. Jetzt habe ich die ganze Woche viel meditiert und vor jedem Start viele Techniken angewendet, die mich runtergebracht haben“, sagt Engler im Gespräch mit der OVB-Sportredaktion über sein Mentaltraining. „Es ist erstaunlich, wie viel man mit seinem Kopf machen kann. Es ist auch überall das Gleiche: Wenn beim Fußball der Stürmer vor der Kiste steht, ist es auch besser einfach draufzuhauen, als zu überlegen, was der Torwart wohl machen wird“, fügt er hinzu.

„Ich habe einfach das gemacht, was ich kann“

Mit dieser Trainingsmethode hat sich der Rosenheimer entscheidend verbessert und sein Ziel – das Podium – erreicht. „Das Training hat mich dahin gebracht, wo ich hinwollte. Rein von der Leistung habe ich mich im Vergleich zur Vorwoche auch nicht verbessert. Ich habe einfach das gemacht, was ich kann.“ In Zukunft wird der 23-Jährige also weiterhin auf das mentale Training setzen. „Never change a winning system“, lacht Engler.

Die Freude über den Erfolg war riesengroß: „Ich bin überglücklich über die Bronzemedaille. Nach dem Rennen ist es sehr emotional gewesen und es sind auch ein paar Freudentränen geflossen.“

Wie es für Luca Engler weitergeht, ist aktuell noch unklar. Eventuell soll es noch ein Rennen, das zur Wertung der World Championship zählt, in der Tschechischen Republik geben. Aufgrund der enorm hohen Infektionszahlen in Tschechien steht dieser Wettbewerb aber noch in den Sternen. Was aber aktuell sicher stattfinden soll, ist das letzte Rennen in Moskau, das im März geplant ist.

Klein machen und Vollgas geben: Luca Engler in Aktion

Dabei treten die besten Fahrer aus den jeweiligen Kontinenten gegeneinander an. Danach wird auch der diesjährige Weltmeister feststehen. „Dieses ist das wichtigste aller Rennen, da es um eine große Anzahl an Punkten gehen wird. Ich glaube, entweder um 500 oder 1000 Weltcup-Punkte“, so Engler.

Für die beiden Wettkämpfe hart traininert

In der nahen Zukunft geht das Training von Luca Engler aber ganz normal weiter. Auch das mentale Training wird ab sofort ein fester Trainingsbestandteil des Rosenheimers sein. „Ich werde weiterhin viel Meditieren. Es hat mir erstaunlich viel gebracht und daher werde ich das in Zukunft auch machen“, erklärt Engler. Aber auch die anderen Trainingsaspekte, die für einen Downhill-Skater wichtig sind, sollen nicht zu kurz kommen. „In den nächsten Tagen und Wochen werde ich viel Wert auf meine Regenaration legen. Ich habe für die beiden Wettkämpfe hart traininert und will jetzt kein unnötiges Risiko eingehen. Stretchen und Dehnen sind jetzt angesagt.“

Im März vielleicht schon die nächsten Weltcup-Rennen

Im März sollen aber eventuell schon die nächsten Weltcup-Rennen anstehen. Dafür muss Luca Engler wieder top vorbereitet sein und schafft dies nicht nur mit regenerativem Training. „Schnellkraft- und Stabilisationstraining werde ich natürlich auch reichlich machen. Schließlich will ich auf den dritten Platz in Judenburg aufbauen. Ich versuche, den perfekten Trainingsrhythmus zu finden und mich auf die kommenden Aufgaben bestmöglich vorzubereiten“, ist Engler fest davon überzeugt, dass die Bronzemedaille kein einmaliger Erfolg bleiben soll.

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