AM WOCHENENDE IN RUSSLAND

Luca Bauer startet bei Eisspeedway-WM: „Mal wieder so gut wie in den Trainings sein“

Er ist bereit für die Eisspeedway-WM: Luca Bauer (links), hier mit einem Mechaniker.
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Er ist bereit für die Eisspeedway-WM: Luca Bauer (links), hier mit einem Mechaniker.

„Wir sind gut angekommen“, sagt der 22-Jährige Luca Bauer aus Reit im Winkl und freut sich auf die Eisspeedway-Weltmeisterschaft in Togliatti. Während Bauer mit italienischer Lizenz fährt, ist für den Deutschen Motor Sport Bund (DMSB) unter anderem Max Niedermaier (Edling) am Start.

Togliatti – Jetzt steht es fest: Die Rennen zur Eisspeedway-Weltmeisterschaft in Togliatti (Russland) können an diesem Wochenende wie geplant ausgetragen werden. Da alle anderen Veranstaltungen der eigentlich als Grand-Prix-Serie ausgetragenen WM abgesagt wurden, wird in der Lada-Stadt somit auch der Weltmeister ermittelt.

Der Reit im Winkler flog daher am Montag nach Russland

„Wir haben es am Samstag erfahren“, berichtet Luca Bauer. Er hatte schon vorgebaut: „Wir haben aber davor schon die Tickets gekauft, weil wir jetzt in Ufa sind und hier auch am Mittwoch nochmal trainieren können – und wir davon ausgegangen sind, dass es klappt.“ Der Reit im Winkler flog daher am Montag nach Russland.

„Wir sind gut angekommen“, freut sich der 22-Jährige. Während Bauer mit italienischer Lizenz fährt, sind für den Deutschen Motor Sport Bund (DMSB) Max Niedermaier (Edling), der für den MSC Teisendorf fahrende Markus Jell (Altfraunhofen) und Hans Weber (Schliersee) gemeldet.

Weber musste seine Reise nach Russland abbrechen

Allerdings: Wie das Fachmagazin „speedweek“ meldet, musste Weber seine Reise nach Russland abbrechen – der Transporter ging kaputt. und musste somit auf seinen WM-Start verzichten.

Für Luca Bauer hat es sich somit immerhin ausgezahlt, dass er kürzlich doch noch zu Testfahrten nach Schweden gereist war. So kann er nun wenigstens mit einigermaßen „Fahrpraxis“ die Wettkämpfe angehen, in denen natürlich wieder die russischen Stars um Titelverteidiger Daniil Iwanow die klaren Favoriten sind.

Vor allem Routinier Dimitri Khomisewitsch ist ebenfalls hoch einzuschätzen: Der aktuelle Vizeweltmeister und Weltmeister von 2016 war seit 2012 nur ein einziges Mal – nämlich 2019 – nicht unter den Top Drei der WM-Gesamtwertung.

Noch mehr russische Fahrer im Feld als ursprünglich geplant

Nicht am Start sein werden Stefan Svensson und sein Sohn Niclas. Daher stehen noch mehr russische Fahrer im Feld als ursprünglich geplant. Dies sind Dinar Walejew, Andrej Schischegow und Nikita Toloknow. Ansonsten bleibt es voraussichtlich bei den schon zuvor eingeplanten Piloten.

Das heißt, für die Niederlande geht Ex-Motorrad-GP-Pilot Jasper Iwema ins Rennen, für Österreich die Routiniers Franz Zorn (Saalfelden) und Harald Simon (Pfaffenschlag). Zudem sind Aki-Ala Riihimäki (Finnland), Lukas Hutla (Tschechien) und Pawel Nekrassow (Kasachstan) als Bauers Konkurrenten zu erwarten.

Der 22-Jährige zeigt sich zurückhaltend, was seine WM-Aussichten betrifft: „Direkt vorgenommen habe ich mir nicht wirklich etwas Bestimmtes. Aber: Was ich hoffe, ist, dass es mal wieder gut läuft so wie oft in den Trainings oder wie in manchen Rennen. Dann wäre ich zufrieden.“

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