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Deutsche Fahrer bei Eisspeedway-EM

Luca Bauer aus Reit im Winkl zum Auftakt der Eisspeedway-EM Tagesvierter

Flott unterwegs: Mit guten Trainingsfahrten in Schweden hatte sich Luca Bauer auf den ersten Teil der EM in Sanok eingestimmt – und erreichte dort das Tagesfinale.
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Flott unterwegs: Mit guten Trainingsfahrten in Schweden hatte sich Luca Bauer auf den ersten Teil der EM in Sanok eingestimmt – und erreichte dort das Tagesfinale.

Die deutschen Fahrer konnten beim ersten Teil der Eisspeedway-EM im polnischen Sanok sehr zufrieden sein. Luca Bauer aus Reit im Winkl war mit Platz vier bester Deutscher, Franz Mayerbüchler erreichte knapp dahinter Rang sieben.

Sanok – Erfreuliche Leistungen haben die deutschen Fahrer beim ersten Teil der Eisspeedway-Europameisterschaft geboten. Beim Wettkampf in Sanok (Polen) überzeugten Luca Bauer (Reit im Winkl), Franz Mayerbüchler (Inzell) und Benedikt Monn (Miesbach) mit guten Fahrten.

Bauer wurde sogar Vierter der Tageswertung. Nach den Vorläufen waren die zwei punktbesten Fahrer direkt für das Finale qualifiziert, die Fahrer auf den Plätzen drei bis sechs fuhren in einem sogenannten Last-Chance-Heat zwei weitere Plätze für den Endlauf aus. Bauer setzte sich hierbei vor Harald Simon (Österreich), Lukas Hutla (Tschechien) und Jasper Iwema (Niederlande) durch.

Im Finale lag letztlich Dimitri Soljannikow (Russland) souverän vorn, der zuvor mit fünf Vorlaufsiegen bereits 15 Punkte geholt hatte. Zweiter des Endlaufs wurde Wladimir Fadejew vor Simon und Bauer, der damit keinen zusätzlichen Punkt sammeln konnte.

„Ich bin sehr zufrieden“

„Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden“, freut sich Bauer. „Am Anfang fehlte mir noch etwas das Tempo, aber gerade beim Last-Chance-Heat war ich sehr schnell unterwegs“, berichtet der 23-Jährige. Das sei umso erfreulicher, „weil die Bahn in Sanok ja nicht gerade meine Lieblingsbahn ist. Die Kurven sind sogar noch enger als im Tomaszow Mazowiecki“ – dort wird der zweite EM-Lauf am 19. März ausgetragen.

Auf der Freiluftbahn in Sanok war das Training verkürzt worden, weil das Eis in einer Kurve zu schlecht war. Auf einer Seite der Bahn nämlich stehen Bäume, sodass dort das Eis perfekt bleibt, bei der Kurve auf der anderen Seite kann es wegen der Sonneneinstrahlung weich werden. „Zum Rennen haben sie das Eis aber sehr gut hinbekommen, da war ich positiv überrascht“, lobt Bauer die Organisatoren.

Zwei Wochen Training in Schweden

In dieses war er schon mit Selbstvertrauen gestartet. Denn bei einem vorherigen zweiwöchigen Trainingsaufenthalt in Schweden hatte er sich nicht nur gut vorbereiten können, „sondern ich konnte auch an einem Schweden-Cup-Rennen teilnehmen. Da bin ich mit 13 Punkten Vierter geworden, das war schon nicht schlecht“.

Nach wenigen Tagen zuhause folgte die Anreise nach Polen, in den kommenden Wochen allerdings muss der 23-Jährige aufs Eistraining verzichten. „Natürlich halte ich mich fit, und vielleicht kann ich vorher etwas Motocross fahren, um zumindest etwas Fahrpraxis zu haben.“ Denn beim zweiten Teil der EM möchte Bauer abermals vorne mitmischen.

Mayerbüchler und Monn verpassen Finale

In Sanok hatten Mayerbüchler und Monn den Qualifikationslauf für das Finale nur knapp verpasst. Sie hatten – ebenso wie Bauer und Hutla – in den Vorläufen je acht Punkte gesammelt, doch aufgrund der Majorität der Spitzenplätze kamen letztlich der Reit im Winkler und der Tscheche weiter.

Für die EM-Gesamtwertung allerdings gibt es – im Gegensatz zur WM-Serie – die Punkte nicht nach der Tagesplatzierung, sondern nach den tatsächlich beim Rennen in den Vorläufen (und gegebenenfalls im Finale) gesammelten Zählern. So hat hier Bauer keinen Vorteil gegenüber Mayerbüchler und Monn. Der EM-Dritte vom vergangenen Jahr hat derzeit deshalb vier Punkte Rückstand auf den Bronzerang, den der Niederösterreicher Simon einnimmt. Daher will Bauer in Tomaszow Mazowiecki möglichst noch stärker auftrumpfen.

Am Tag nach dem EM-Lauf fand in Sanok zudem noch das Rennen um den „Pokal des Bürgermeisters der Stadt Sanok“ statt. Hier waren nur noch zwölf Fahrer dabei. Die acht punktbesten Piloten davon ermittelten in zwei Halbfinals die Teilnehmer des Endlaufs. Diesen gewann wiederum Soljannikow vor Fadejew und Simon. Auch Mayerbüchler hatte es ins Finale geschafft, der 28-Jährige wurde hier Vierter. Als Elfter nach den Vorläufen hatte dagegen Monn die Halbfinals verfehlt.

Mayerbüchler in der Top-Ten

Auch Mayerbüchler konnte zufrieden sein: Schließlich hatte er sich die „Top-Ten, vielleicht die Top Acht“ vorgenommen. Nun ist er Siebter, und dabei sogar punktgleich mit Bauer.

Der Endstand des EM-Rennens (Tageswertung): 1. Dimitri Soljannikow, 18 Punkte (15 aus den Vorläufen + 3 für den Sieg im Finale); 2. Wladimir Fadejew, beide Russland 16 (14+2); 3. Harald Simon, Österreich 12 (11+1), 4. Luca Bauer, Reit im Winkl 8 (8+0); 5. Jasper Iwema, Niederlande 10; 6. Lukas Hutla, Tschechien; 7. Franz Mayerbüchler, Inzell, 8. Benedikt Monn, Miesbach je 8; 9. Franz Zorn ,Österreich 7: 10. Jimmy Olsen, Schweden 6; 11. Mikka Jetsonen, Finnland 6; 12. Michal Knapp, Polen; 13. Daniel Henderson, Schweden; 14. Aki-Ala Riihimäki, Finnland je 4; 15. Rami Systä, Finnland 2; 16. Niek Schaap, Niederlande; 17. Jiri Wildt, Tschechien; 18. Joe Saetre, Norwegen je 1.who