Löwen mit Topspiel zum Hauptrundenende

Die Hauptrunde der Bayernligasaison 2013/2014 geht an diesem Wochenende zwar zu Ende, für den EHC Waldkraiburg und seine Fans steht aber zum Abschluss noch ein echtes Highlight auf dem Programm: Am Freitag empfängt der Tabellendritte aus der Industriestadt den Zweiten aus Memmingen (Beginn: 19.45 Uhr) - ein echter Eishockey-Leckerbissen! Zwei Tage später reisen die "Löwen" nach Buchloe (Beginn: 18 Uhr).

Waldkraiburg gegen Memmingen, das ist seit vielen Jahren schon immer eine echt unterhaltsame Partie, doch ein so hochklassiges Aufeinandertreffen wie in dieser Saison hat es schon lange nicht mehr gegeben. Die "Indians" zählten viel Experten vor der Spielzeit zu den Top-Teams der Liga und diesem Anspruch ist die Mannschaft vom Trainergespann Jogi Koch und Tobias Dollhofer auch gerecht geworden.

22 Siegen stehen in 28 Spielen nur sechs Niederlagen gegenüber, mit 65 Punkten liegt der ECDC damit auf dem zweiten Tabellenplatz. Lediglich der ERC Sonthofen ist mit zwei Punkten besser- mit 2:6 und 2:5 mussten sich die Memminger denen auch in dieser Spielzeit zweimal geschlagen geben. Liebend gerne würden die Memminger darum den Sonthofener "Bulls" im Fernduell an diesem Wochenende auch noch den Hauptrundenmeistertitel streitig machen.

Dafür braucht Memmingen in Waldkraiburg einen Sieg und diesbezüglich ist mit den Hausherren nicht zu verhandeln. "Im Hinspiel waren wir gleichwertig, haben es aber versäumt, die Tore zu machen. Memmingen war da cleverer und hat am Ende verdient mit 7:4 gewonnen", erinnert sich EHC-Trainer Petr Vorisek an das Hinspiel Ende November. Im Rückspiel auf eigenem Eis wollen es die "Löwen" jetzt besser machen, auch wenn sich die "Indians" in dieser Spielzeit besonders durch ihren Willen und ihre Einsatzbereitschaft auszeichnen.

Die herausragenden Akteure beim ECDC sind die Stürmer Martin Schweiger (42 Punkte/davon 14 Tore), Patrick Zimmermann (40 Punkte/18 Tore) und der Kanadier Alain Joanette (35 Punkte/17 Tore). Doch auch den Ex-Erdinger Sebastian Lachner gilt es, auf der Rechnung zu haben - der 25-Jährige kommt zwar erst auf 15 Spiele, hat in diesen aber schon 20 Treffer erzielt und zehn weitere aufgelegt.

Aus der Kabine der "Löwen" gibt es ebenfalls viel Gutes zu verkünden: Max Kaltenhauser ist am Freitag zwar gesperrt, Timo Borrmann ist aber wieder im Training und, auch wenn er an diesem Wochenende noch pausieren wird, wird er rechtzeitig zur Aufstiegsrunde wieder spielen können. Auch die anderen, zuletzt angeschlagenen Spieler sind wieder zurück: "Alle sind fit und heiß aufs Wochenende und die Play-offs" verriet der Trainer des EHC, der sich aber noch nicht komplett in die Karten schauen lassen will.

"Die Spiele sind jetzt für uns eine gute Vorbereitung für die anstehenden Aufgaben. Wir werden ein paar Sachen probieren, wollen aber mindestens einen Punkt holen, damit wir auf alle Fälle Dritter bleiben. Außerdem möchten wir den Zuschauern natürlich etwas bieten", so Peter Vorisek. Sollte sich an der jetzigen Tabellensituation auf den ersten vier Rängen an diesem Wochenende nichts mehr ändern, träfe man am 7. Februar mit Beginn der Aufstiegsrunde erneut auf Memmingen.

Ob es in dieser Spielzeit nochmals gegen den Sonntagsgegner Buchloe geht, ist deutlich schwerer vorherzusagen. Die "Pirates" liegen derzeit mit 45 Punkten und damit drei Zählern Rückstand auf den Tabellenachten Höchstadt auf Platz zehn . Am Freitag muss das Team von Bohdan Kozacka nach Pfaffenhofen, die in dieser Saison mit der Aufstiegsrunde leider nichts zu tun haben, sich in den letzten Wochen aber mit guten Ergebnissen zurückmeldeten.

Den EHC erwartet daher auch am Sonntag sicherlich ein heißer Tanz, auch wenn die Partie gegen Memmingen für viele Fans das Highlight schlechthin darstellt - umso mehr hoffen die "Löwen" am Freitag auf viele, sie unterstützende Anhänger im Stadion des EHC Waldkraiburg. göß

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