Ligapokal im Amateurfußball: Vogtareuth und Inzell verzichten auf Teilnahme

Die Pläne für die Fortsetzung der Saison im bayerischen Amateurfußball liegen fertig in der Schublade, doch noch immer ist unklar, wann und mit wie vielen Zuschauern tatsächlich gespeilt werden darf. Trotzdem arbeiten die Spielleiter um Hans Mayer (Petting) im Kreis Inn/Salzach an den Plänen für den Ligapokal, der die Lücken im Terminkalender bis Mai 2021 füllen soll.

Rosenheim/Mühldorf– Fast genau drei Viertel der 331 Mannschaften in den Kreisligen, Kreisklassen, A-, B- und C-Klassen haben sich für den neuen Wettbewerb angemeldet – für Mayer ein Erfolg. Die oberen drei Klassen sind jeweils fast vollzählig vertreten, aber auch in den B- und C-Klassen ist mehr als die Hälfte dabei.

Von den 29 Kreisligisten fehlt nur der SC Inzell und der SV Vogtareuth. Inzell hatte seine Skepsis zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs frühzeitig geäußert und will seine verbleibenden Ligaspiele am liebsten komplett auf das Frühjahr 2021 verschieben. In Vogtareuth scheut man den zusätzlichen Aufwand. Aus den Kreisklassen sind 48 der 54 Mannschaften im Ligapokal dabei, dort passen Bosna i Hercegovina Rosenheim, Croatia Rosenheim, der SC Frasdorf, (alle Gruppe 1), SV Söchtenau-Krottenmühl, DJK-SV Edling und SV/DJK Griesstätt (alle Gruppe 2).

In den A-Klassen haben 73 von 81 Vereinen gemeldet, es fehlen ASV Großholzhausen II, TuS Prien II, SG Zangberg/Ampfing II, TSV Traunwalchen, SV Oberfeldkirchen, TSV Altenmarkt II, TSV Waging II und SC Inzell II. Von den 82 B-Klassisten wollen 57 die zusätzliche Chance auf den Aufstieg oder den Klassenerhalt nutzen, in den C-Klassen 43 von 85.

Genauer Modus muss noch genehmigt werden

In der Kreisliga und der C-Klasse geht es im Ligapokal jeweils um einen Aufstiegsplatz, in der Kreis-, A- und B-Klasse um jeweils zwei. Der genaue Modus muss noch vom Bayerischen Fußball-Verband (BFV) genehmigt werden. Im Rahmenterminkalender sind für die Vorrunde im Herbst bisher bis zu sechs Spieltage vorgesehen, das lässt auf regionale Gruppen mit jeweils fünf oder sechs Vereinen schließen. Im Frühjahr soll es mit den Achtelfinals weitergehen. Der Ligapokal soll bis Ostern 2021 abgeschlossen sein – wenn die Corona-Pandemie dem BFV keinen Strich durch die Rechnung macht.

Denn noch immer fehlt die Genehmigung der bayerischen Staatsregierung für Punkt- und Pokalspiele – ob mit, ohne oder mit wenigen Zuschauern. Der BFV hofft, dass es Anfang September losgehen kann, doch auch eine Verzögerung um zwei Wochen würde die Austragung des Ligapokals noch nicht in Frage stellen. ah

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