BSG TuS Töging/SpVgg Jettenbach unterliegt Tabellenführer Wacker Burghausen mit 99:63

Letztes Viertel entscheidet das Lokalderby

Immer einen Tick voran war Burghausen im Derby gegen Töging/Jettenbach.  Foto  psc
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Immer einen Tick voran war Burghausen im Derby gegen Töging/Jettenbach. Foto psc

Lange Zeit konnten die Basketballer aus Töging und Jettenbach gegen den souveränen Tabellenführer der Bezirksklasse Südost, den SV Wacker Burghausen, mithalten. Im letztem Viertel ging dann aber nichts mehr bei den Korbjägern vom Inn.

Die Gäste konnten mit einem 99:63-Sieg sogar noch einen Kantererfolg feiern.

Nach dem überraschenden Heimsieg gegen Bad Aibling 2 konnte Coach Edgar Widmer fast den gesamten Kader für das brisante Derby aufbieten. Die Vorgabe lautete den Spitzenreiter und potenziellen Aufstiegsaspiranten zu ärgern und an die gute Leistung des letzten Heimspieles anzuknüpfen. Dies gelang auch zunächst.

Die Gäste hatten zwar stets ein paar Punkte Vorsprung auf der Anzeigetafel, aber die Jets waren immer auf Schlagdistanz. Dies war im ersten Viertel vor allem Topscorer Daniel Herget zu verdanken, der elf der insgesamt erzielten 15 Punkte für die Widmer-Truppe erzielte. Aufseiten der Gäste von der Salzach hielt sich der Topwerfer der Liga, Marvin Herkenroth (28,2 Punkte pro Spiel), noch sehr zurück. Die Defense der Jets versuchte Herkenroth so gut es ging aus dem Spiel zu nehmen.

Mit einem Zwischenstand von 20:15 für Burghausen endeten die ersten zehn Minuten Spielzeit. Auch im zweiten Viertel boten die beiden Teams den Zuschauern einen munteren Schlagabtausch. Die Spielgemeinschaft konnte den Punkteabstand nicht verkürzen, auch weil die Gäste in Form ihres zweitbesten Tageswerfer, den routinierten Georg Bednarski (20 Punkte) stets eine Antwort auf den Kampfgeist der Jets hatten. So ging die Partie mit einem Zwischenstand von 43:34 für Burghausen in die Halbzeitpause.

Nach dem Wiederanwurf versuchten Abt, Dzevlan, Herget, Widmer und Co. den Favoriten erneut auf die Pelle zu rücken. Dies gelang in einem Abschnitt der dritten Spielzeit von zehn Minuten bis auf fünf Punkte. Die Mannschaft von Spielertrainer Uwe David agierte jedoch in jeder Phase des Spieles cool und souverän.

Ins Blickfeld des emotionsgeladenen Derbys rückten auch mehr und mehr die beiden Unparteiischen, die bereits zuvor mit ihrer Körperfülle und einer Oberlehrer-Mentalität ins Auge stachen. Ihre Entscheidungen waren nicht immer nachvollziehbar. Wir sehen heute ein Schrittfehler-Festival, so der Burghauser-Coach etwas amüsiert in einer Auszeit. Das dritte Viertel ging dann mit 19:18 an die Truppe seines Gegenübers Edgar Widmer. Mit einem noch aufholbaren Acht- Punkte-Rückstand (53:61) für die Jets wurde das letzte Viertel angepfiffen. Und von der ersten Sekunde der letzten zehn Minuten Spielzeit an ging bei den Akteuren der Spielgemeinschaft buchstäblich nichts mehr. Was folgte war ein totaler Einbruch und eine Lehrstunde in Sachen effektiver Basketball.

Zehn Dreier-Würfe versenkten die Gästespieler im Korb der BSG. Während bei den Gastgebern mit Daniel und Thomas Herget sowie Artjom König und Nachwuchstalent Tobias Lechner gleich vier Spieler in Folge aufgrund ihres fünften persönlichen Fouls nur mehr auf der Bank Platz nehmen durften, taute nunmehr auch Burghausens zielsicherer Werfer Marvin Herkenroth (21 Punkte) mehr und mehr auf. Die Folge war ein überaus deutliches 38:10 für die Gäste im letztem Viertel. Obwohl der Burghauser Coach zwei Minuten vor dem Ende seine Mannen bat, die magischen 100 Punkte vollzumachen, gelang dies mit dem letzten, in der letzten Sekunde des Spieles vergebenen Freiwurf (Burghausen erhielt insgesamt 40 Freiwürfe) von Bednarski nicht mehr. Zumindest diese Ohrfeige blieb den Jets damit erspart.

Die BSG spielte mit: Peter Abt (10), Sergej Dzevlan (10), Daniel Herget (20), Thomas Herget (4), Alexander Kaiser, Artjom König (7), Tobias Lechner (2), Marco Seisenberger (2), Adrian Weggartner, Andreas Weihrauch, Edgar Widmer (6), Max Widmer (2).

psc

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