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Nach Sieg und Bestzeit über 400 Meter eine Frau fürs Nationalteam

„Völlig von den Socken“: Rosenheimer Sprintass Miriam Kauer (19) kann von WM träumen

Miriam Kauer (TSV 1860 Rosenheim) siegte über 400 Meter.
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Miriam Kauer (TSV 1860 Rosenheim) siegte über 400 Meter.
  • VonLudwig Stuffer
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Miriam Kauer vom TSV 1860 Rosenheim ist momentan in überragender Verfassung. Beim Meeting in Germering landete sie dreimal auf dem Podest und hat so auch die Aufmerksamkeit von Bundestrainer Thomas Kremer auf sich gelenkt.

Germering – Mit starken Leistungen haben sich die regionalen Leichtathleten beim offenen Bayerntop-Meeting in Germering präsentiert Mit über 500 Teilnehmern aus Bayern, Hamburg, Westfalen, Österreich, Italien und der Ukraine war das beliebte Sportfest nach der „Corona-Pause“ wieder ausgezeichnet besucht – und die sonnigen Temperaturen luden förmlich zur Bestleistung ein.

Drei Podestplätze für Kauer

Miriam Kauer ist derzeit zweifelsohne das Aushängeschild des TSV 1860 Rosenheim – und in Germering bestätigte sie dies nun erneut. Auf der 400-Meter-Strecke der weiblichen Jugend U20 lief die 19-Jährige auf 56,72 Sekunden. Damit gewann sie deutlich vor Katharina Firl vom TSV Neuburg mit 58,15 Sekunden. Ihren Freiluft-Rekord schraubte sie um 1,06 Sekunden nach unten. Wie schnell ihre 400-Meter-Zeit ist, bestätigt ein Blick auf die aktuelle deutsche Jahresbestenliste: Als Dritte liegt sie hier nur hinter Lena Leege vom LAC Berlin mit 55,10 Sekunden und Anna Malia Hense (LG Olympia Dortmund) mit 55,22 Sekunden.

Knapp zweieinhalb Stunden später startete Kauer noch im 200-Meter-Rennen. Mit 25,09 Sekunden eroberte sie den zweiten Platz hinter Viola John von der LG Stadtwerke München mit 23,90 Sekunden. Für Kauer allerdings nicht schlimm, denn ihre persönliche Bestzeit steigerte sie hier erneut um 13 Hundertstelsekunden. Auch auf dieser Distanz ist sie national stark in der Rangliste vertreten: Als drittbeste Bayerin ist sie die Nummer zehn – und damit über 200 sowie 400 Meter fix für die deutschen Meisterschaften qualifiziert. Ihr derzeit starkes Potenzial unterstrich Kauer schon im 100-Meter-Sprint: Hier landete sie als Dritte im Ziel. Mit 12,57 Sekunden blieb sie nur um eine Hundertstelsekunde über ihrer Bestzeit.

„Wir sind natürlich völlig von den Socken.“

Für die ehrgeizige Rosenheimerin scheint die Saison nun übrigens richtig Fahrt aufzunehmen, denn nach ihrer ausgezeichneten Hallen-Saison ist sie nun auch in den Fokus des Bundestrainers Thomas Kremer geraten. Der U20-Nationaltrainer schickte der Rosenheimerin nun sogar eine offizielle Einladung zu einer Staffelmaßnahme des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) für den 3. Juni in Regensburg. Dort soll die Sechzigerin mit der deutschen 4x400-Meter-Nationalstaffel die Norm für die Jugend-Weltmeisterschaften in Cali/Kolumbien in Angriff nehmen. Trainer Hans Buchner freute sich riesig über die Nominierung: „Wir sind natürlich völlig von den Socken und es wäre der Wahnsinn, wenn die WM-Qualifikation funktionieren würde.“

Der erfahrene Coach hätte sich nie gedacht, dass „so etwas möglich ist, da wir eigentlich erst seit einem Jahr wirklich spezifisch für die 400 Meter trainieren“. Miriam Kauer freut sich ebenfalls sehr über diesen „Ritterschlag“: „Ich werde alles geben und bin natürlich glücklich, wenn ich das Nationaltrikot tragen darf.“

Freuen konnte sich Hans Buchner auch über die Premiere seiner neuen Athletin: Die 20-jährige Ukrainerin Diana Pinchuk erzielte bei ihrem Auftakt über 400 Meter der Frauen 71,33 Sekunden und wurde Sechste,

Die erfolgreichste Starterin für den TSV Bad Endorf war die erst 13-jährige Sophie Garza: In der um ein Jahr älteren Kugelstoß-Konkurrenz der Jugend W14 zeigte sie einen gelungenen Auftritt mit 8,70 Metern und belegte den zweiten Platz.

Von Kuk gewinnt trotz Schmerzen

Moritz von Kuk aus Bad Endorf siegte im Männer-Weitsprung.

Die Vorzeichen dieser Saison stehen beim Endorfer Moritz von Kuk diesmal noch nicht sehr positiv, zumal er sich wohl wegen einer komplizierten Knöchelverletzung am Fuß einer Operation unterziehen muss. In Germering wagte der 24-Jährige dennoch einen vorsichtigen Start mit leichten Schmerzen: Am Ende sicherte er sich im Trikot der LG Stadtwerke München dennoch den Sieg im Weitsprung der Männer mit 6,66 Metern. Bei seinem Triumph verwies er den Österreicher Jonas Wagenfeldt vom Innsbrucker AC mit 6,46 Metern auf den zweiten Rang.

Weitere Ergebnisse: Männer: 200 Meter: 10. Lorenzo Zimmermann (TSV 1860 Rosenheim) 23,30; Männliche Jugend U18: Weitsprung: 7. Jakob Ngom (TSV Bad Endorf) 5,74; Weibliche Jugend U18: 100 Meter: 8. Ronja Fürst (TSV Bad Endorf) 12,83; Kugelstoßen: 7. Nina Dück (TSV Bad Endorf) 10,10; Diskuswurf: 7. Nina Dück 29,19.