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SEGELN

„Langersehnte Belohnung“

Tina Lutzvom Chiemsee-Yacht-Club ist Europameisterin in der 49er-FX-Klasse. Wukits
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Tina Lutzvom Chiemsee-Yacht-Club ist Europameisterin in der 49er-FX-Klasse. Wukits

„Wir sind überglücklich. Nach einer langen Durststrecke haben wir endlich die langersehnte Belohnung für das jahrelange harte Training bekommen“, sprudelt es aus Tina Lutz heraus. Die 26-Jährige aus Holzhausen bei Bergen hat sich zusammen mit ihrer Vorschoterin Susann Beucke den Titel in der 49er-FX-Klasse bei der Europameisterschaft in Kiel geholt.

Kiel–Gerechnet mit dem Erfolg hat Tina Lutz nicht, erklärt sie freimütig. Immerhin haben Lutz/Beucke nach der verpassten Olympia-Qualifikation für Rio de Janeiro eine Pause eingelegt. Erst vor der Kieler Woche sind sie wieder rechtzeitig mit dem Segeltraining voll eingestiegen. „Wir haben in kürzester Zeit die alte Form wiedergefunden“, freut sich Lutz, die für den Chiemsee-Yacht-Club startet. Sie führt das auf den neuen Bundestrainer Dave Evans zurück. Der Engländer ist vor einem Jahr selbst noch in der 49er-Klasse gesegelt. Diese Klasse gilt als die Formel 1 des Segelsports und hat Lutz/Beucke alles abverlangt. Das Wetter hatte während der Wettkämpfe für eine Reihe von Kapriolen gesorgt. Die beiden 26-Jährigen kamen bei allen Bedingungen bestens zurecht. Ob Leicht-, Mittel- oder Starkwind. Immer konnte das Duo konstant vorne mitsegeln. „Wir sind kein Risiko unnötiges Risiko eingegangen. Was uns besonders freut, ist dass wir bei Leichtwind unsere besten Platzierungen (1, 1, 2) erzielt haben. Das war früher unsere Schwäche. Durch vieles Training haben wir aus dieser Schwäche eine Stärke gemacht“, verrät die Sportlerin.

Zurückzuführen ist das auf das Training vor der letztjährigen Olympia-Qualifikation mit dem italienischen Weltmeister-Team. Und auf Johannes Lukas, der die Trainingspläne für die beiden Seglerinnen schreibt. Lukas ist Personaltrainer und Assistenzcoach bei den schwedischen Biathletinnen sowie Koordinations- und Athletiktrainer bei den Fußballern von 1860 München. „Das ist sehr wichtig, dass wir fit sind. Vor allem am letzten Tag eines Wettkampfs, um da zum Beispiel bei Starkwind nicht einzuknicken.“ Ob Tina Lutz und Susann Beucke die Olympischen Spiele 2020 in Tokio als Ziel sehen, lassen sie offen, allerdings gibt es eine Tendenz. „Ob wir dann noch segeln, wird sich zeigen. Ein Motivationsschub ist das auf alle Fälle. Wenn wir so erfolgreich weitermachen, dann ist Olympia sicher ein Ziel.“ Nächstes Ziel ist die Weltmeisterschaft ab 28. August im portugiesischen Porto. Davor heißt es für Tina Lutz aber „büffeln“. Drei Klausuren für ihren Master in Wirtschaftspsychologie an der FHAM Ismaning stehen ihr bevor. Deswegen hat sie auf die große WM-Party nach der Siegerehrung in Kiel auch verzichtet. Bereits diesen Mittwoch wartet ihre Klausur zum Thema Personalentwicklung. „Die Susann hat mich würdig vertreten, habe ich erfahren.“ Immerhin gab es einen Empfang mit Grillfeier beim Chiemsee-Yacht-Club für die frischgebackene Europameisterin. shu

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