Lange behauptet sich

Jakob Lange (WSV Kiefersfelden)versucht sich am Wochenende in Planica, weiterhin im Continentalcup in der Spitze zu etablieren und seine Sprungform zu stabilisieren. marigrafie.de

Oberhof – Am weltcupfreien Wochenende fanden die Wettbewerbe der Nordischen Kombination des Continentalcups gesplittet im sächsischen Klingenthal und im thüringischen Oberhof statt.

Aufgrund der Weltcuppause ging mit 70 Startern aus 16 Nationen eine fast schon rekordverdächtige Teilnehmerzahl an den Start. Mit dabei war der Flintsbacher Jakob Lange, der mit drei Siegen in den USA und zuletzt dem 5. Platz im COC Oberwiesenthal starke Form bewiesen hatte.

In Klingenthal wurden die Sprungwettbewerbe auf der dortigen K-125m Schanze ausgetragen. Lange, der für den WSV Kiefersfelden startet, erreichte mit einem Sprung auf 117 Meter bei Haltungsnoten um 17,0 den zwischenzeitlichen 13. Rang. Damit war er der zweitbeste DSV-Athlet nach dem Springen. Das Maß der Dinge auf der Großschanze waren jedoch die Norweger. Ähnlich wie aktuell im Weltcup scheinen sie auch im Continentalcup in einer anderen Liga zu springen. Die weltcuperfahrenen Norweger Riber, Skaarset und Soetvik belegten Platz 1 bis 3 nach dem Springen und starteten mit sehr großem zeitlichen Vorsprung in die Loipe.

Zweimal Laufbestzeit für Lange

Aufgrund Schneemangels konnte in Klingenthal kein Laufwettbewerb durchgeführt werden, weshalb am nächsten Morgen der zweite Sprungwettbewerb durchgeführt wurde. Hier gelang Jakob Lange eine deutliche Steigerung auf der Schanze und eine gute Weite von 125 Metern, die den 14. Platz in der Sprungwertung bedeuteten. Jedoch waren wie tags zuvor die norwegischen Springer auch diesmal weit voraus und belegten die Plätze 1 bis 4. Im Anschluss an die Sprungwettbewerbe ging es für den gesamten Tross weiter nach Oberhof, wo vom Biathlon-Weltcup der Vorwoche eine sehr anspruchsvolle Laufstrecke in der Rennsteig-Arena zur Verfügung stand. Auf einer verkürzten Zwei-Kilometer-Runde galt es hier unter anderem, fünfmal den gefürchteten Birx-Steig zu bewältigen. Für Jakob Lange, einen der weltbesten Läufer unter den Kombinierern, war das aber eine ausgesprochen gute Ausgangssituation.

In beiden Laufwettbewerben erzielte Jakob Lange überragende Laufbestzeit und nahm den führenden Norwegern dabei zwischen einer Minute und eineinhalb Minuten ab. Im Endklassement reichte das für Jakob Lange zu zwei fünften Plätzen im Endklassement in diesem starken Teilnehmerfeld.

Anpassung der Sprungtechnik dauert

Um den Abstand zu den Norwegern auf der Schanze zu verkürzen, wird momentan trainingsmethodisch versucht, einzelne Abläufe zu verändern. Kurzfristig brachte das aber beim Start beim Heimweltcup in Oberstdorf noch nicht den gewünschten Erfolg und Jakob Lange verpasste dadurch leider die Qualifikation für den Hauptwettbewerb. In Abstimmung mit Bundestrainer Herrmann Weinbuch geht es nun für Jakob Lange deshalb am kommenden Wochenende erneut zum Continentalcup. Auf der Großschanze von Planica/Slowenien wird der Flintsbacher versuchen, sich in der Gesamtwertung des COC in der Spitzengruppe festzusetzen. Momentan rangiert Jakob Lange dort auf dem zweiten Platz. Außerdem will Lange dort nun bereits zum dritten Mal in Folge für den DSV einen zusätzlichen Weltcupstartplatz für die nächste Wettkampfperiode erkämpfen.

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