Langbahn-WM in Mühldorf findet nicht statt

In der Mühldorfer Rennbahn wird kein WM-Rennen in diesem Jahr ausgefahren. re

Mühldorf. – Im Mühldorfer Rennbahn-Stadion bleibt es in diesem Jahr ruhig.

Das vertraute Dröhnen der Motoren wird nicht zu hören sein.

Nachdem die Regierung die Abhaltung von Großveranstaltungen bis Ende August untersagt hat, war die Absage des WM-Rennens der Sandbahnfahrer, das für den 5. Juli geplant war, eine logische Folge. Die FIM als Motorradsport-Weltverband hat nun nach einigem Zögern den Termin aus dem offiziellen Kalender gestrichen. Damit sind die ersten drei (Herxheim, La Reolé und Mühldorf) von fünf Läufen zur Langbahn-Weltmeisterschaft wegen der derzeitigen Gesundheitsrisiken ersatzlos aus dem Programm genommen. Es verbleiben somit noch zwei Grand-Prix-Rennen in Finnland bzw. Polen, deren Abhaltung aber mehr als fraglich erscheint. Ob es für Martin Smolinski und seine Kontrahenten überhaupt die Möglichkeit geben wird, in diesem Jahr um Meisterehren zu kämpfen, ist sehr unwahrscheinlich. Bisher konnte sich die FIM aber noch nicht zu einer generellen Absage der LangbahnWeltmeisterschaft 2020 durchringen.

Alle Aktivitäten des MSC Mühldorf sind momentan auf Eis gelegt, und auf der Sandbahn wird sich in naher Zukunft wohl kaum ein Rad drehen, weder zum Training noch zu Rennen. Momentan ist also Ruhe rund um das Stadion. Die Verantwortlichen hoffen aber, dass zumindest im Herbst noch die Motoren bei Trainingsfahrten getestet werden können, und der Motorenlärm den Leuten signalisiert, dass gesundheitlich wieder unbedenkliche Zeiten angebrochen sind. Im letzten Jahr siegte der französische Ex-Weltmeister, Mathieu Trésarrieu. Aber Smolinski konnte im Laufe des Rennnachmittags so viele Wertungspunkte einfahren, dass er trotz der Niederlage im Endlauf als Spitzenreiter der WM-Wertung hervorging.

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