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Beinschuss-Interview mit dem Abteilungsleiter

„Eine wohlüberlegte Entscheidung“: Bruckmühls Straßer erklärt den Trainerwechsel

Trainerwechsel in Bruckmühl.: Für Maik Blankenhorn (rechts) übernimmt der Priener Harry Mayer, zuletzt Co-Trainer beim Regionalligisten Wacker Burghausen.
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Für Maik Blankenhorn (rechts) übernimmt der Priener Harry Mayer, zuletzt Co-Trainer beim Regionalligisten Wacker Burghausen.
  • Markus Altmann
    VonMarkus Altmann
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Der SV Bruckmühl trennte sich nach fünf Jahren von Ex-Trainer Maik Blankenhorn, der den Verein von der Kreisliga in die Landesliga führte. Für ihn übernahm Harry Mayer das Zepter. Mit beinschuss.de sprach Abteilungsleiter Michael Straßer über die Gründe für den Trainerwechsel und warum die Wahl auf Mayer gefallen ist.

Bruckmühl - Der SV Bruckmühl war dem SV Erlbach am vergangenen Samstag ebenbürtig und hätte bei einer besseren Chancenauswertung mindestens einen Punkt verdient gehabt. Am Ende aber musste sich der SVB dem frisch gekürten Landesliga-Meister mit 1:0 geschlagen geben.

SV Bruckmühl seit drei Spielen ohne Sieg - wichtiges Spiel gegen Töging

Dabei stand mit Harry Mayer ein neuer Trainer an der Seitenlinie. Unter der Woche wurde bekannt, dass sich der Landesligist von Maik Blankenhorn trennt, der seit der Saison 2016/17 im Trainerteam war und den SVB in die Landesliga führte. Mit ihm wurde auch Co-Trainer Marcus Weiss freigestellt.

Doch auch Mayer, der zuvor Co-Trainer beim SV Wacker Burghausen war, konnte das dritte sieglose Spiel in Folge nicht verhindern. Am kommenden Wochenende wartet mit dem Auswärtsspiel in Töging ein enorm wichtiges Spiel auf den Aufsteiger. 

beinschuss.de fragte bei Abteilungsleiter Michael Straßer nach, welche Gründe für den Trainerwechsel ausschlaggebend waren und ob dieser nicht zu vorschnell war. Zudem erklärt Straßer, warum Mayer jetzt der richtige Trainer ist und wieso der SV Bruckmühl die Liga halten wird.

Hallo Michael, welche Gründe sprachen aus euer Sicht für den Trainerwechsel?

Straßer: Wir haben die letzten Wochen knallhart analysiert und sind zu dem Entschluss gekommen, dass wir reagieren müssen. Die Entwicklung war aus unserer Sicht nicht mehr da und die Mannschaft hat verunsichert gewirkt. Zudem haben wir mit vielen Spielern das Gespräch gesucht. Am Ende haben wir uns mit Maik zusammengesetzt und haben die gemeinsame Entscheidung getroffen, der Mannschaft einen neuen Impuls zu geben. Es ist im Fußball nun einmal so, dass man oft nur die eine Patrone hat, um noch einmal etwas zu verändern.

Wie schwer ist euch die Entscheidung gefallen, nachdem Blankenhorn fünf Jahre als Trainer in Bruckmühl tätig war?

Straßer: Die ist uns schon sehr schwergefallen. Wir hatten nicht nur ein Trainerverhältnis zu ihm, sondern Maik ist ein Freund geworden. Er hat sich in den vergangenen fünf Jahren zusammen mit seiner Familie wahnsinnig in den Verein eingebracht. Deshalb war es wirklich doppelt schwer, ihm den Entschluss mitzuteilen.

Wie blickst du auf die vergangenen Jahre unter Blankenhorn zurück?

Straßer: Es war eine aufregende Zeit, in der wir sehr erfolgreich waren. Wir hatten da das dramatische Relegationsspiel gegen Reischach und die beiden Aufstiege bis in die Landesliga. Das waren sehr emotionale Jahre.

Die Trennung kam durchaus überraschend. War diese so kurz vor Saisonende nicht etwas vorschnell?

Straßer: Das war kein Schnellschuss von uns, sondern eine wohlüberlegte Entscheidung. Wir haben viele Punkte gegeneinander abgewägt, aber die Fakten lagen für uns auf dem Tisch. Am Ende des Tages was es keine schöne Entscheidung.

Mit Harry Mayer habt ihr bereits einen neuen Cheftrainer gefunden. Warum ist die Wahl auf Mayer gefallen?

Straßer: Wir haben uns bereits im Winter ein Notfallszenario zurechtgelegt und uns dabei überlegt, wer für uns Frage kommen könnte. Wir haben eine besondere Konstellation bei uns im Verein und deshalb muss der neue Cheftrainer vor allem von der Persönlichkeit her passen. Wir haben dann viele Gespräche geführt und am Ende haben wir uns für Harry entschieden. Als klar wurde, dass es für ihn in Burghausen nicht weiter gehen wird und er den Vertrag dort früher auflösen kann, war uns schnell klar, dass wir es mit ihm machen wollen. Er hat bereits Erfahrungen als Trainer gesammelt und wir sind voll und ganz davon überzeugt, dass Harry den Klassenerhalt mit der Mannschaft schaffen kann.

Was muss sich für das Saisonfinale ändern, um auch im kommenden Jahr in der Landesliga zu spielen?

Straßer: Wir brauchen wieder mehr Leidenschaft und Kampf, so wie wir es gegen Erlbach gezeigt haben. Es ist uns aber auch bewusst, dass man 100 Prozent niemals über die komplette Saison in jedem Spiel abrufen kann. Zudem brauchen wir wieder mehr Struktur, mehr Disziplin und die Jungs brauchen wieder Selbstvertrauen.

Wie lange ist die Zusammenarbeit mit Mayer angesetzt?

Straßer: Wir sind dafür bekannt, dass wir über einen längeren Zeitraum mit unseren Trainern arbeiten. Nicht umsonst war Maik bei uns fünf Jahre Trainer. Wir haben mit Harry auch einen Vertrag für die kommende Saison geschlossen, aber der volle Fokus liegt jetzt auf dem Klassenerhalt. Wir haben noch vier Spiele und wollen in der Liga bleiben. Dann soll der Kader zusammenbleiben und noch verstärkt werden. Darin ist Harry schon mit eingebunden und wir vertrauen ihm, dass er auch nächstes Jahr mit der Mannschaft die Landesliga stemmen kann.

Zum Abschluss: Ihr bleibt in der Landesliga weil..?

Straßer: Weil wir es verdient und auch die Qualität dazu haben. Die Kräfte gehen uns aktuell ein wenig aus, aber man sieht auch, dass drei von vier Aufsteigern allesamt eine ähnliche Ausbeute haben. Die Landesliga ist eben kein Selbstläufer. Wir duellieren uns mit Teams, die ganz anders aufgestellt sind als wir. Deshalb wäre ein Klassenerhalt für uns schon etwas ganz Besonders.

Michael Straßer, vielen Dank für das Interview

ma