Kraftlose Waldkraiburger unterliegen

Vor dem Tor der Löwen war immer Hochbetrieb. del Grosso
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Vor dem Tor der Löwen war immer Hochbetrieb. del Grosso

Waldkraiburg – Erstes Verzahnungsspiel in der Raiffeisen-Arena zu Waldkraiburg, und nach dem furiosen Auswärtsspiel in Miesbach erwartete man gegen die River Kings aus Landsberg eine ebenso engagierte Leistung, nicht zuletzt weil die Landsberger Mannschaft nur wenige Spiele zuvor noch mit einem 1:5-Sieg aus Waldkraiburg nach Hause fahren durfte.

Auf Waldkraiburger Seite fehlten mit dem Langzeitverletzten Ludwig, Mathias Jeske und Kevin Schneider, der krankheitsbedingt aussetzen musste, drei Spieler. Wie auch am Freitag war Thomas Rott wieder in der Verteidigung der Löwen, Alex Kanzelsberger, der am Spieltag zuvor fehlte, gesellte sich ebenfalls in die Abwehrreihe.

Von der ersten Minute an präsentierten sich die Waldkraiburger Löwen gegenteilig zum ansehnlichen und guten Spiel zwei Tage zuvor in Miesbach. Die Landsberger Mannschaft übte wie auch schon beim letzten Spiel früh Druck aus, presste bereits beim Spielaufbau des EHC und konnte sich auf diese Weise immer wieder fehlgeleitete Pässe des EHC sichern, um ihrerseits anzugreifen. Selten schaffte es Waldkraiburg aus der eigenen Spielhälfte vor das Tor der River Kings und wenn, dann endeten diese Bemühungen an Landsbergs Michael Güßbacher, seinen Verteidigern oder neben seinem Tor. Eine solche Situation führte auch zur 1:0-Führung der Landsberger. Von neben dem Tor spielten die River Kings das Spielgerät Icing-verdächtig in die Hälfte des EHC Waldkraiburg. Reicheneder, der dem Puck hinterherfährt, bemerkt am schnellsten, dass der Schiedsrichter nicht gepfiffen hat und überrascht Waldkraiburg mit einem schnellen 1:0 nach etwas mehr als drei Minuten. Auch dieser Treffer konnte die Löwen nicht aufwecken, im Gegenteil. Landsberg spielte nach Belieben auf, selbst im Fünf-gegen-fünf agierten die River Kings als wären sie in Überzahl und so war es nur folgerichtig, dass auch der zweite Treffer fallen musste. Jonas Schwarzfischer war der Schütze auf Zuspiel von Machacek und Jänichen. In der letzten Sekunde des ersten Drittels, die Landsberger Mannschaft machte weiterhin Druck, die Löwen sehnten wohl die Pause herbei, fiel dann auch nach Diskussionen der Schiedsrichter mit den Zeitnehmern das 0:3, welches somit den Pausenstand markierte.

Nach diesem ersten Drittel, dass sowohl Spieler als auch Zuseher gerne in den Tiefen des Unterbewusstseins vergraben würden, musste man davon ausgehen, dass sich das Team auf dem Eis berappelt, den Staub aus den Hosen klopft und nun angreift. In den ersten Minuten sah es auch so aus als wäre dies der Fall. Durch Trox, Straka oder auch Rousek kam der EHC immer wieder auch vor das Landsberger Tor und zu Möglichkeiten. Spätestens mit dem vierten Tor der River Kings, erzielt von Dennis Sturm, wogte das spielerische Gleichgewicht aber erneut in Richtung der River Kings und es bot sich dasselbe Bild wie auch in Durchgang eins: Löwen, die staunend auf dem Eis standen, während drumherum Landsberg Eishockey spielt. Dies zeigte sich auch sehr klar beim 0:5 durch Markus Kerber, das in Waldkraiburger Überzahl nach einem Landsberger Konter erzielt wurde.

Im Anschluss an diesen Treffer wechselte Waldkraiburg den Torhüter, wobei Kevin Yeingst an diesem Abend kein Vorwurf zu machen ist. Die 36. Minute bescherte dann auch Christoph Lode, dem neuen Torhüter im Tor der Löwen, den ersten Gegentreffer. Landsberg nutzt hierfür eine Überzahl und Michael Fischer netzt mit einem Gewaltschuss direkt im Tor der Löwen ein. Auch die Waldkraiburger Löwen kommen an diesem Abend das ein oder andere Mal in eine Überzahlsituation. Wie das aber eben so ist an einem Abend wie diesen, kassierte man in der 38. Minute das nächste Tor in eigenem Powerplay. Erneut nach einem Konter erzielt Markus Kerber das 0:7 und lässt Landsbergs Spieler samt Anhang erneut jubeln.

Im dritten Durchgang passiert nicht mehr viel. Landsberg fährt einen Gang zurück, was dennoch ausreichend ist, um zahnlose Löwen in Zaum zu halten. Die Löwen kommen erneut zu Möglichkeiten vor dem Tor von Güßbacher, können diese jedoch nicht verwerten und so bleibt ihnen an diesem schwarzen Abend selbst der Ehrentreffer verwehrt. In der 51. Spielminute erhöht Adriano Carciola den Spielstand noch auf 0:8.

Im Anschluss an das Spiel äußert sich Trainer Alex Piskunov sehr kurz zum Spiel und bringt es trotzdem auf den Punkt: „Es war eine katastrophale Leistung, Sergej (Piskunov, zweiter Trainer. Anm. der Redaktion) und ich sind sehr enttäuscht“. aha

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