Fußball

Kräftiger Dämpfer für 1860 Rosenheim: 0:3-Niederlage und Rot für Fenninger in Schalding

Den berühmten Schritt zu spät kommen Alin Goia und Moritz Moser gegen Schaldings späteren Doppeltorschützen Markus Gallmaier. Der 27-Jährige spitzelt den Ball zum 1:0 ins Netz und die Rosenheimer Niederlage nimmt ihren Lauf.
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Den berühmten Schritt zu spät kommen Alin Goia und Moritz Moser gegen Schaldings späteren Doppeltorschützen Markus Gallmaier. Der 27-Jährige spitzelt den Ball zum 1:0 ins Netz und die Rosenheimer Niederlage nimmt ihren Lauf.

Sieben Monate lang hatten die Viertliga-Fußballer des TSV 1860 Rosenheim auf ein Regionalliga-Spiel warten müssen. Mit einem „richtig guten Gefühl“ sei man zum SV Schalding-Heining nach Passau gefahren, berichtete Trainer Thomas Kasparetti (36). Doch außer Spesen war sprichwörtlich nichts gewesen.

Passau– Sieben Monate lang hatten die Viertliga-Fußballer des TSV 1860 Rosenheim auf ein Regionalliga-Spiel warten müssen. Mit einem „richtig guten Gefühl“ sei man zum SV Schalding-Heining nach Passau gefahren, berichtete Trainer Thomas Kasparetti (36). Doch außer Spesen war sprichwörtlich nichts gewesen. 0:3 verloren die Sechziger vor 350 Zuschauern. Das Spiel war zur Halbzeit praktisch entschieden und Stürmer Christoph Fenninger wird der Mannschaft in den nächsten Spielen im Abstiegskampf rotgesperrt fehlen.

Halbzeit-Rot für Fenninger

Für den Neuzugang, der erst vor wenigen Wochen zum TSV 1860 wechselte, war es ein besonders unangenehmer Fußballnachmittag, der am Reuthinger Weg von Nieselregen und Wind begleitet wurde. Fenninger vergab die erste und beste Torchance der Gäste zum möglichen 1:1 (30.) und verschuldete unmittelbar vor der Halbzeitpause mit einem Schubser im Luft-Zweikampf gegen Fabian Burmberger einen Foulelfmeter zum 0:2 (45.). Da hatte sich einiges an Frust angestaut beim 25-Jährigen – und der entlud sich nach dem Abpfiff der ersten Hälfte auf dem Weg in die Kabine: Fenninger leistete sich eine Unsportlichkeit gegen Schiedsrichter Thomas Ehrnsperger (Rieden) und kassierte die rote Karte. Der TSV 1860 Rosenheim musste die zweiten 45 Minuten in Unterzahl bestreiten.

Zweiter Zu-Null-Heimsieg für Schalding

Den Sieg der Heimelf konnte die Kasparetti-Elf nicht mehr gefährden und so sah der Trainer nach dem Abpfiff und der deutlichen Niederlage bei einem direkten Konkurrenten im Kampf um einen Nichtabstiegsplatz „megaenttäuschte“ Spieler. Die Gastgeber dagegen feierten eine Woche nach dem 2:0 gegen den TSV Rain/Lech (Nachholspiel) ihren zweiten Heimsieg zu Null und haben sich vorerst ins Tabellenmittelfeld abgesetzt.

Zwei Schlüsselmomente liefen nicht für die Sechziger

Es war ein verdienter Sieg für die Schaldinger, die vom Anpfiff weg richtig viel Laufarbeit verrichteten und so jeglichen Spielaufbau des Gegners zerstörten. Bei Balleroberungen ging es meist blitzschnell Richtung TSV-Tor und Keeper Alin Goia, der in der neunten Minute bereits den Ball aus dem Netz holen musste. Markus Gallmaier war nach einer Hereingabe von Tobias Stockinger einen Wimpernschlag schneller als Goia und Moritz Moser und spitzelte das Spielgerät zum 1:0 über die Linie. Danach bestimmten weiter die Hausherren das Spiel. „Erst, als wir das Tempo selbst etwas rausgenommen haben, kam der Gegner besser auf“, analysierte Schaldings Trainer Stefan Köck.

Es kam zu zwei „Schlüsselmomenten, die heute allesamt nicht für uns liefen“, berichtete Kasparetti. Fenninger vergab die erwähnte Riesenchance, ein Treffer von Linor Shabani wurde wegen Abseits zurückgepfiffen (40.). Und kurz darauf gab es mit dem 0:2 – Gallmaier verwandelte den von Fenninger verursachten Strafstoß sicher – und der roten Karte die entscheidenden Rückschläge für die Gäste.

„Wir haben ein bisschen überdreht“

Nach Wiederbeginn war Rosenheim zwar in Unterzahl nicht schlechter, aber dem Spiel eine andere Wendung geben konnten Wallner & Co. nicht mehr. Im Gegenteil: Der eingewechselte Manuel Mörtlbauer erzielte nach einem Konter zum 3:0 (76.).

Letztlich hatte Rosenheim-Coach Kasparetti für die klare Niederlage eine einfache Erklärung: „Vielleicht hatten wir uns einen Ticken zu viel vorgenommen und ein bisschen überdreht“, meinte der 36-Jährige. Den positiven Eindruck der Vorbereitung konnte die Pleite bei Kasparetti aber nicht vergessen machen und kommenden Samstag im Heimspiel gegen die Spvgg Bayreuth kann der TSV 1860 nur überraschen. (du)

  • TSV 1860 Rosenheim: Goia, Moser, Höllen, Wallner, Sattelberger (ab 74. Mushkolaj), Keereerom (ab 60. Demolli), Linner, Shabani, Majdancevic, Zimmerschied (ab 60. Markert), Fenninger.
  • Schiedsrichter: Ehrnsperger (Rieden).
  • Zuschauer: 350.
  • Tore: 1:0 Gallmaier (9.), 2:0 Gallmaier (45., Foulelfmeter), 3:0 Mörtlbauer (76.).
  • Besonderheit: Rote Karte für Fenninger wegen einer Unsportlichkeit (45.).

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