Die Konkurrenten verlieren und Rosenheim siegt 4:1 - Starbulls klettern auf Rang zwei

Voller Einsatz von Dimitri Litesov gegen Regensburgs Torjäger Richard Divis. Ziegler
  • Thomas Neumeier
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Was für ein Spieltag für die Starbulls Rosenheim in der Meisterrunde der Eishockey-Oberliga Süd: Mit dem 4:1-Erfolg über die Eisbären Regensburg haben die Mannen von Trainer John Sicinski nicht nur ihre Heimserie ausgebaut, sondern in der Tabelle den Sprung auf Rang zwei geschafft

Rosenheim –. Weil Regensburg von den Starbulls Rosenheim mit 4:1 besiegt wurde und Deggendorf in Garmisch strauchelte, machten die Starbulls fünf Spieltage vor den Play-offs gleich zwei Ränge gut. Und: Weil Spitzenreiter Memmingen in Weiden nur einen Punkt ergatterte, beträgt der Rückstand auf Platz eins nur noch drei Zähler. Für die Rosenheimer ist also noch alles drin.

Lange Ausfallliste bei beiden Teams

Entscheidend für den Sieg über Regensburg war, dass die Starbulls ihre Ausfälle besser verkraftet hatten, als die Oberpfälzer die ihrigen. Bei den Hausherren musste neben Dennis Schütt und Enrico Henriquez kurzfristig auch noch Tobias Draxinger passen, der grippegeschwächt nicht mitwirkte. Regensburg hatte die verletzten Petr Heider und Michail Guft-Sokolov sowie die erkrankten Leopold Tausch, Constantin Ontl und Nikola Gajovsky zu ersetzen. „Jammern hilft da nicht. Wir hatten 15 Spieler dabei und die haben alles gegeben“, wollte Eisbären-Coach Max Kaltenhauser die lange Ausfallliste nicht als Ausrede für die Niederlage gelten lassen.

Tadas Kumeliauskas trainiert wieder

Sicher, bei Rosenheim ist auch Tadas Kumeliauskas noch abgängig, der aber von den Ärzten „grünes Licht“ erhalten hat und nun wieder in den Trainingsbetrieb einsteigt. Der Litauer wurde gegen Regensburg einmal mehr von Jake Smith glänzend ersetzt. Der junge Kanadier spielte extrem auffällig und erzielte die Treffer zum 2:0 und 3:0 - jeweils hervorragend vorbereitet von Josh Mitchell und Dominik Daxlberger. „Die harmonieren perfekt“, stellte Sicinski fest. Der Rosenheimer Coach konnte nach der Rückkehr von Michael Fröhlich - die sich erst am Abend vor dem Spiel entschieden hat - wieder mit vier Sturmreihen agieren. Das ging auch, weil Simon Heidenreich im Angriff blieb und nicht anstelle von Draxinger in die Verteidigung rückte. Dort ließ Sicinski mit Benedikt Dietrich einen DNL-Spieler verteidigen. Der Youngster lieferte einen mehr als ordentlichen Auftritt ab. „Der hat das sehr ruhig und abgeklärt gemacht“, lobte Sicinski. Und Heidenreich im Sturm lieferte auch, er hielt den Schläger in einen Pass von Sebastian Stanik und traf zum 4:0.

Für den ersten Schritt zum Sieg hatte im ersten Drittel Matthias Bergmann gesorgt, der zuvor schon einige Male angeklopft hatte. Es war die verdiente Führung kurz vor Ende des ersten Abschnitts - ein passender Zeitpunkt, wie Sicinski befand: „Wir haben die Tore zu richtigen Zeit gemacht.“ Lediglich im zweiten Durchgang ließen die Gastgeber etliche gute Chancen aus - was auch an Gäste-Tormann Raphael Fössinger lag. „Er hat super gehalten“, lobte Kaltenhauser den ehemaligen Rosenheimer Nachwuchsgoalie. Sein Gegenüber Andi Mechel hätte sich einen Shutout verdient gehabt, letztlich fehlten ihm 187 Sekunden dazu. Peter Flaches Tor zum 1:4-Endstand ärgerte Sicinski kräftig, war aber der einzige Wermutstropfen im Rosenheimer Freudenbecher.

Statistik: Starbulls Rosenheim - Eisbären Regensburg 4:1 (1:0, 1:0, 2:1). Starbulls: Mechel (Steinhauer) - Linden, Krumpe; Reiter, Dietrich; Vollmayer, Bergmann - Litesov, Bucheli, Zick; Slezak, Baindl, Höller; Smith, Daxlberger, Mitchell; Fröhlich, Heidenreich, Stanik.

Tore: 1:0 (19.) Bergmann/Vollmayer, Daxlberger, 2:0 (27.) Smith/Mitchell, Bergmann, 3:0 (42.) Smith/Daxlberger, Vollmayer, 4:0 (48.) Heidenreich/Reiter, Stanik, 4:1 (57.) Flache/Weber, Keresztury; Schiedsrichter: Steingroß; Strafminuten: Rosenheim 8, Regensburg 6; Zuschauer: 2432.

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