Kolbermoors Tischtennisdamen verlieren in Bingen: Das Quäntchen Glück hat gefehlt

Als sich Kristin Lang und Lily Zhangnach dem Doppel abklatschten, war die Welt des SV-DJK Kolbermoor noch in Ordnung. Erlich

Wenn Kolbermoors Bundesliga-Tischtennis-Damen bei der TTG Bingen/Münster-Sarmsheim zu Gast sind, dann ist dies oftmals ein schwerer Gang. Genauso war es auch diesmal, zog doch der Tabellendritte mit 4:6 den Kürzeren.

Bingen– Die Einschätzung von Kolbermoors Abteilungsleiter Michael Fuchs, im vorderen Paarkreuz Vorteile zu haben, bestätigte sich nur teilweise. Zunächst teilte man sich in den Eingangsdoppeln die Punkte, was aus heimischer Sicht gegen ein sehr gut aufgestelltes Gastgeberquartett nicht unbedingt schlecht war.

Doch die Hoffnung, im Einzel gleich einmal für eine besondere Note zu sorgen, erfüllte sich nicht: Lily Zhang, die in der vergangenen Saison noch das Bingener Trikot trug, hätte es aber auf Schläger gehabt. Nach gewonnenem ersten Satz hatte sie in Durchgang Nummer zwei beim Stand von 10:8 gegen Chantal Mantz zwei Satzbälle, die sie aber vergab und letztlich mit 11:13 unterlag. Im Entscheidungssatz nahm sie bei 2:4 eine Auszeit und verlor nach dem 3:5-Rückstand beim Seitenwechsel ein wenig den Faden, was zur 5:11-Niederlage führte. Kristin Lang konnte aber mit einem Viersatzerfolg gegen Yuan Wan zum 2:2 ausgleichen.

Im ersten Satz förmlich überfahren

Als dann Iana Zhmudenko, die Anastasia Bondareva ersetzte, ihr Spiel gegen Giorgia Piccolin nicht gewann, lag Kolbermoor mit 2:3 im Hintertreffen. Diese Situation sollte sich dann sogar noch verschärfen, denn auch Svetlana Ganina stand das Glück nicht zur Seite. Im Gegenteil: Im ersten Satz wurde sie von Katerina Tomanovska förmlich überfahren. Nach dem zweiten Durchgang, den sie gegen die Tschechin mit 6:11 verlor, deutete sich ein Debakel an. Sie fing sich aber wieder, als sie im dritten Satz nach dem 1:3-Rückstand eine Auszeit nahm und mit 11:6 das bessere Ende für sich hatte. Als sie den vierten Satz sogar mit 11:2 gewann, schien die Wende eingeleitet. Im Entscheidungssatz sollte es aber anders kommen. Trotz eines 2:5-Rückstandes beim Seitenwechsel ging sie mit 11:10 und 12:11 in Führung. Am Ende stand sie nach der 13:15-Niederlage doch noch mit leeren Händen da.

Zweite Einzeldurchgang versprach viel Spannung

Der zweite Einzeldurchgang versprach zunächst viel Spannung, da neben Lily Zhang auch Kristin Lang punktete. Sie sorgte im vierten Satz für Spannung. Lang führte mit 10:6 und schlug zum Sieg auf. Dann musste sie aber drei Minuspunkte in Folge hinnehmen. Dann musste sie sogar einen Satzball abwehren und gewann schließlich mit 13:11.

Durch die Niederlage von Zhmudenko konnten Kolbermoors Damen dann nur noch zu einem Unentschieden kommen. Im Duell zwischen Svetlana Ganina und Giorgia Piccolin sah es auch danach aus. Im Entscheidungssatz führte die Kolbermoorerin mit 5:3 beim Seitenwechsel. Aus der Führung wurde dann ein 8:10-Rückstand. Ganina konnte den ersten Matchball noch abwehren, verlor aber mit 9:11 und machte die 4:6-Auswärtsniederlage amtlich. „Ich habe mit den beiden Punkten von Svetlana Ganina schon gerechnet. Uns hat am Ende auch das Quäntchen Glück gefehlt“, haderte Trainer Fuchs mit dem Ergebnis. Für den SV-DJK Kolbermoor punkteten: Doppel: Lang/Zhang (1); Einzel: Lang (2), Zhang (1). eg

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