NACH DEM 4:4 IN SCHWABHAUSEN

Kolbermoors Tischtennisdamen verlieren an Boden: Bayernderby endet nur Unentschieden

Svetlana Ganina lieferte mit zwei Einzelsiegen eine sehr gute Leistung ab.
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Svetlana Ganina lieferte mit zwei Einzelsiegen eine sehr gute Leistung ab.

Nachdem die Kolbermoorer Tischtennis-Damen am Samstag gegen Berlin schon die Tabellenführung verspielt haben, verlor die Truppe von Trainer Fuchs beim 4:4 in Schwabhausen weiter an Boden im Kampf um die Spitzenplätze. Auch deshalb weil im vorderen Paarkreuz fast nichts nach Wunsch lief.

Schwabhausen – Ein wenig enttäuscht waren Kolbermoors Bundesliga-Tischtennisdamen schon, dass es im Bayernderby – wie schon in der Vorrunde – beim TSV Schwabhausen nicht zu einem doppelten Punktgewinn gereicht hat. Mit dem 4:4-Unentschieden haben Kolbermoors Damen das Rennen um Platz zwei wieder recht spannend gemacht.

Vorzeichen schienen günstig zu sein

Die Tabellenführung hatte man bereits am Samstag nach der 1:7-Auswärtsniederlage gegen Berlin verloren. Trainer Michael Fuchs sagte danach: „Das Spiel gegen Berlin müssen wir abhaken, damit wir wieder voll konzentriert an die Tische gehen können“. Die Vorzeichen schienen dann auch recht günstig zu sein, fehlte doch bei den Gastgeberinnen wegen Corona die Amerikanerin Crystal Wang und auch Sabine Winter, die für diese Begegnung passen musste.

Nach dem 0:2 mit dem Rücken zur Wand

Der vermeintliche Vorteil konnte nicht genutzt werden. Nach dem 0:2-Rückstand stand das Team um Kristin Lang von Anfang an mit dem Rücken zur Wand. Besonders schmerzlich war natürlich, dass Yuan Wan das Auftakteinzel gegen Mateja Jeger mit 0:3 Sätzen verlor. In der Vorrunde gewann sie noch mit 3:0. Überraschend musste sich auch noch Kristin Lang gegen die Ungarin Mercedesz Nagyvaradi, die in der Bundesliga eine leicht negative Bilanz aufweist, knapp beugen. Eigentlich hätte hier der zweite Satz Auftrieb geben müssen, aber die jeweils anfänglichen Führungen in den Durchgängen drei und vier, die mit 10:12 und 9:11 verloren wurden, brachten einen erneuten Minuspunkt ein.

Zwei Siege im hinteren Paarkreuz

Zumindest im hinteren Paarkreuz hielt man sich diesmal schadlos. Aus Sicht von Anastasia Bondareva war natürlich interessant, dass sie sich mit einem 3:0- Sieg gegen Alina Nikitchanka für die Vorrundenniederlage revanchieren konnte. Die Grundlage hierfür schaffte sie in Durchgang Nummer eins, wobei sie sich hier in der Verlängerung durch eine Auszeit ihrer Gegnerin beim Stand von 12:12 nicht aus der Ruhe bringen ließ und letztendlich den fünften Matchball zum 15:13 nutzte.

Als nach dem 3:0- Erfolg von Svetlana Ganina gegen Orsolya Feher auch noch Kristin Lang einen 3:0-Sieg gegen Mateja Jeger folgen ließ, der die 3:2 Führung bedeutete, schien sich doch ein positives Ergebnis abzuzeichnen. Doch der Tabellenvierte spielte da nicht mit. Yuan Wan unterlag Mercedesz Nagyvaradi in drei Sätzen. Der 4:3-Führung durch Svetlana Ganina sollte dann aber zum Abschluss der Krimi schlechthin – zumindest in den ersten vier Sätzen – folgen.

Kolbermoors Anastasia Bondareva und auch Orsolya Feher lieferten sich ein Duell auf Augenhöhe, das seine Entscheidung erst im fünften Satz fand. Allerdings lief hier bei Bondareva überhaupt nichts mehr zusammen. Beim Seitenwechsel stand es 0:5 gegen sie und am Ende musste sie sich klar mit 5:11 geschlagen geben.

1:3-Bilanz im vorderen Paarkreuz ist zu wenig

Michael Fuchs erklärte nach Spielende: „Es war durchwachsen. Vor dem Spiel hatten wir noch gesagt, dass wir Schwabhausen nicht unterschätzen dürfen. Im vorderen Paarkreuz eine Bilanz von 1:3 war einfach zu wenig. Dass sowohl Kristin Lang und auch Yuan Wan gegen Mercedesz Nagyvaradi verloren haben, war für mich doch etwas überraschend“.

Für den SV DJK Kolbermoor punkteten: Ganina (2); Bondareva, Lang (je 1).

Noch ein Spiel in der Meisterschaftsrunde

Wie gestaltet sich nun der Endspurt in der Meisterschaftsrunde? Kolbermoors Damen (derzeit Tabellenzweiter) weisen acht Minuspunkte bei einer Spieldifferenz von +12 auf und absolvieren am 21. März ihr letztes Spiel gegen den SV Böblingen (5./6:8 Punkte). Der TSV Langstadt (3.) kommt ebenfalls auf acht Minuspunkte (Spieldifferenz derzeit +4), bestreitet aber noch drei Spiele gegen den ESV Weil (5.), TTG Bingen/Münster-Sarmsheim (6.) und SV Böblingen (7.). Eine endgültige Entscheidung, wer nach Berlin den zweiten Platz belegt und damit im Play-off-Viertelfinale ein Freilos hat, wird wahrscheinlich erst in der letzten Begegnung fallen.

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