Kolbermoors Neuzugang überzeut als Dritte

Kolbermoors Neuzugang Yuan Wan präsentierte sich in Düsseldorf bereits in guter Form.
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Kolbermoors Neuzugang Yuan Wan präsentierte sich in Düsseldorf bereits in guter Form.

Yuan Wan hat beim ersten Qualifikationsturnier im Rahmen des Düsseldorf Masters den dritten Platz belegt. Der Neuzugang des Tischtennis-Bundesligisten SV-DJK Kolbermoor musste sich erst im Halbfinale der späteren Überraschungszweiten Sophia Klee vom Liga-Konkurrenten und Aufsteiger ESV Weil mit 12:14, 11:13 sowie 8:11 geschlagen geben.

Düsseldorf – „Die ersten zwei Sätze hätte ich gewinnen können. Auch im dritten Durchgang lag ich noch mit 8:3 vorne“, ärgerte sich die 23-Jährige. „Es ist ja kein Geheimnis, dass mir das Spielsystem von Sophia nicht gerade gut liegt.“ Das Turnier gewann Han Ying (KTS Tarnobrzeg/Polen).

Achtelfinal-Erfolg im Vereinsduell

Auf dem Weg in die Vorschlussrunde kam es gleich im Achtelfinale zu einem Vereinsduell. Yuan Wan traf auf Eigengewächs Naomi Pranjkovic und meisterte die Auftakthürde mit einem souveränen 11:4, 11:2 sowie 12:10-Erfolg. „Nach der viermonatigen Corona-Pause war meine Leistung nicht so schlecht“, verriet Pranjkovic. „Ich habe gut gekämpft und mich nicht aufgeregt. Das ist schon mal was.“ Mit den kurzen Noppen von Wan kam die Jugend-Nationalspielerin dagegen nicht so gut zurecht. „Ich habe schon eine gefühlte Ewigkeit gegen so etwas nicht trainiert. Deshalb musste ich mich daran zunächst gewöhnen.“ Für ein dickes Ausrufezeichen sorgte Yuan Wan im Viertelfinale mit ihrem 12:10, 4:11, 11:9, 8:11 und 14:12-Sieg gegen die 109 Positionen in der Weltrangliste vor ihr platzierte Barbora Balazova aus der Slowakei. „Ich habe taktisch sehr gut gespielt und war mental stark.“

Alles andere als zufrieden zeigte sich Anastasisa Bondareva, die sich direkt in Runde eins Kolbermoors Eigengewächs Chantal Mantz, die heute für die TTG Bingen/Münster-Sarmsheim aufschlägt, mit 6:11, 6:11 sowie 1:11 geschlagen geben musste. „Ich war sehr nervös und habe nicht wirklich in mein Spiel gefunden.“ Bei der Fehleranalyse kam die Linkshänderin zu der Erkenntnis, „dass ich zu viel wollte und zu schnell sowie zu feste an die Bälle herangegangen bin“.

Nachwuchs hat EM-Teilnahme in Aussicht

Für Naomi Pranjkovic und Anastasia Bondareva war die Veranstaltung in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt, bei der strenge Hygienevorschriften Anwendung fanden und keine Zuschauer erlaubt waren, der Auftakt von anstrengenden Wochen. Schließlich hat das Duo die Teilnahme an den Jugend-Europameisterschaften in Zagreb vor Augen. Das Turnier wurde aufgrund der Corona-Krise verschoben und findet nun vom 1. bis 11. September in Kroatien statt. Beide dürfen sich berechtigte Hoffnungen machen, in das fünfköpfige U18-Aufgebot berufen zu werden. Aufgrund der Pandemie finden in diesem Jahr keine Doppel- und Mixed-Wettbewerbe statt, es gibt nur Medaillen in der Team- und Einzel-Konkurrenz.

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