BUNDESLIGA-HEIMSPIEL

Kolbermoors Tischtennis-Damen gegen TTC Berlin: Kracher nach dem Mittagessen

Kolbermoors Damen könnten es morgen mit ihrer Ex-Kollegin Ding Yaping zu tun bekommen.
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Kolbermoors Damen könnten es morgen mit ihrer Ex-Kollegin Ding Yaping zu tun bekommen.

Es ist ein Vorgeschmack im Kampf um den Meistertitel im deutschen Damen-Tischtennis: Im Bundesliga-Heimspiel erwartet Spitzenreiter SV-DJK Kolbermoor den Meisterschafts-Favoriten TTC Berlin eastside, der mit einer Star-Truppe auflaufen wird.

Kolbermoor– Den ein oder andere besondere Spiel durften Kolbermoors Bundesliga-Tischtennis-Damen in dieser Saison schon erleben. Nun aber folgt der absolute Kracher mit dem Heimspiel gegen den TTC Berlin eastside, der am Samstag ab 13 Uhr über die Bühne geht.

Gäste sind Champions-League-Sieger

Eigentlich hätte diese Begegnung schon in der Vorrunde in der Bundeshauptstadt abgewickelt werden sollen. Allerdings war das Quartett aus Berlin unter anderem in der Champions League engagiert, die man am Ende auch gewann. Nun steht also der erste Teil dieses Saison-Highlights auf dem Plan – und in einer Woche folgt die Rückrundenpartie, die dann in Berlin stattfinden wird.

Die Begegnung der beiden Spitzenmannschaften ist so etwas wie das Salz in der Suppe, was die diesjährige Saison anbelangt. Beide Teams kennen sich in- und auswendig und wissen um die Stärken und Schwächen ihrer Gegnerinnen. Das einzige Manko für Kolbermoors Damen ist, dass sie zuletzt bis auf wenige Ausnahmen immer nur zweiter Sieger waren. So geschehen beispielsweise im Januar, als man sich im Finale des Pokal-Endturniers gegenüberstand und die Spielerinnen um Kristin Lang knapp mit 2:3 das Nachsehen hatten.

Berliner Kaufrausch

Auch diesmal darf man eine Begegnung erwarten, die Spitzensport auf allerhöchstem Niveau bietet. Die Berlinerinnen liegen in der Tabelle derzeit noch hinter dem Spitzenreiter aus Kolbermoor und dem TSV Langstadt auf Rang drei, stehen aber mit lediglich einem Punkt Rückstand in Schlagdistanz zu Kolbermoor.

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„Unser Ziel ist es, die bestmögliche Ausgangsposition für die Play-offs zu sichern. Wir haben es selbst in der Hand, die Punkterunde auf Platz eins abzuschließen“, ließ Berlins Trainerin Irina Palina zuletzt verlauten. Wer auf Berliner Seiter morgen im Aufgebot steht, ist noch nicht ganz klar. Man darf aber annehmen, dass sowohl Xiaona Shan wie auch Britt Eerland, die jeweils erst ein Spiel in dieser Saison verloren haben, mit dabei sein werden.

Vieles deutet auch auf die deutsche Einzel- und Doppelmeisterin Nina Mittelham hin. Wer an Position vier zum Einsatz kommt, ist noch offen, denn Berlin hat zur Rückrunde neben Ding Yaping, die in der letzten Saison noch für den SV-DJK Kolbermoor an der Platte stand, vier weitere Akteurinnen – unter anderem die Singapur-Chinesin Lin Ye, die Taiwanesin Yu-Chiao Huang und die für Aserbaidschan spielende Jing Ning – verpflichtet.

Eine „echte Kolbermoorerin“ spielt

Kolbermoors Kristin Lang hat sich zu diesem Thema in der Fachzeitschrift „tischtennis“ kritisch geäußert: „Man sollte die Anzahl der erlaubten Wechsel limitieren, sodass ein Verein nicht unendlich viele Spielerinnen verpflichten kann.“ Nach außen hin lässt Trainer Michael Fuchs diese Diskussion kalt.

Nach innen aber dürfte er besonders auf dieses Spiel fokussiert sein, geht es doch um die Tabellenführung und eine gute Ausgangsposition für die Play-offs. „Wir haben aber keinen Druck“, erklärt er. Auf alle Fälle will er eine „echte“ Kolbermoorerin spielen lassen, was so viel bedeutet, dass entweder Laura Tiefenbrunner oder Naomi Pranjkovic zum Einsatz kommen wird. Ein Punkt würde den Gastgeberinnen schon sehr gut zu Gesicht stehen. Sollten es aber doch zwei Zähler werden, dann wäre Fuchs sicherlich auch nicht abgeneigt. (eg)

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