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Glück war nicht auf ihrer Seite

Kolbermoorer Tischtennis-Damen boten in den Play-off-Spielen tolle Leistungen

Naomi Pranjkovic hat sich in Kolbermoors erster Damenmannschaft sehr gut entwickelt, aber in den Play-off-Spielen nicht das nötige Glück gehabt.
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Naomi Pranjkovic hat sich in Kolbermoors erster Damenmannschaft sehr gut entwickelt, aber in den Play-off-Spielen nicht das nötige Glück gehabt.

Im Halbfinale war für die Kolbermoorer Bundesliga-Tischtennis-Damen Schluss. Traurig sein musste aber niemand, denn trotz holpriger Meisterrunde lieferten die Damen in den Play-offs gute Leistungen ab und waren mit ihren Gegnerinnen auf Augenhöhe.

Kolbermoor – Für Kolbermoors Bundesliga-Tischtennis-Damen ist die Saison nach dem Aus im Play-off-Halbfinale vorbei. Letztendlich hatte man nicht das Glück des Tüchtigen und musste sich nach Duellen, die in den Play-offs allesamt auf Augenhöhe verliefen, aus dem Titelrennen verabschieden.

Playoffs nach holpriger Runde nur knapp erreicht

Wer Kolbermoors Auftreten in dieser Saison in der Meisterschaftsrunde mitverfolgt hatte, musste eigentlich froh sein, dass die Damen um Kristin Lang doch noch das Play-off-Viertelfinale erreicht hatten. Die Hoffnungen, beispielsweise mit dem TTC Berlin mithalten zu können, wurden schon früh zerstört. Letztendlich traf eher das Gegenteil ein: Die Saison verlief äußerst holprig. Dem vermeintlich leichten 6:3-Auftakterfolg gegen den Tabellenletzten SV Böblingen folgten schwache Auftritte, die nicht unbedingt zu erwarten waren. Die Rückrundenbegegnung gegen die Damen aus Baden-Württemberg musste sogar kampflos abgegeben werden. Als Folge daraus belegte man sowohl in der Heim- als auch in der Auswärtstabelle nur den sechsten Platz und lief am Ende der Meisterschaft sogar kurzfristig Gefahr, die Play-offs zu verpassen.

Dreimal 5:5 im Viertelfinale, dennoch das Weiterkommen

Als man dann im Viertelfinale zunächst auf den TSV Schwabhausen traf, schien das Ende bereits vorprogrammiert zu sein. In der Meisterschaftsrunde hatte man beide Duelle verloren und ging – zumal die Ex-Kolbermoorerin Sabine Winter wie auch die Australierin Yangzi Liu eine überragende Hin- und Rückrunde vorweisen konnten – als Außenseiter in diese Vergleiche. Ausgerechnet da gelang es, den Schalter umzulegen. Nach dem 5:5 im ersten Spiel wäre sogar ein 6:0-Sieg im zweiten Vergleich möglich gewesen, wenn man nach der 5:0-Führung den Sack zugemacht hätte. Nach der Niederlage von Naomi Pranjkovic gegen Mateja Jeger verlor man alle Spiele erst im Entscheidungssatz. Durch das Unentschieden in Spiel Nummer zwei war eine dritte Begegnung notwendig, die wiederum 5:5 endete. Nach der 4:0 und 5:1-Führung war das Halbfinale aber schon sicher erreicht, denn die Sätze sprachen eine deutliche Sprache für Kolbermoor.

Knappe Niederlage im Halbfinal-Hinspiel

Wiederum als Außenseiter traf man dort auf den TSV Langstadt, der mit Petrissa Solja und Chantal Mantz ein fast unbezwingbares erstes Paarkreuz zu haben schien. In der ersten Begegnung wäre trotz der 4:6-Niederlage durchaus ein Unentschieden möglich gewesen, wenn das berühmte Glück aufseiten des SV DJK Kolbermoor gewesen wäre. An Petrissa Solja kam weder Kristin Lang noch Yuan Wann heran, aber Chantal Mantz wurde von beiden Spielerinnen bezwungen. Im hinteren Paarkreuz hatte man hingegen Pech, den sowohl Svetlana Ganina wie auch Naomi Pranjkovic gingen hier jeweils einmal als Verlierer von Fünfsatzniederlagen von der Platte.

Kolbermoor fehlte das Glück

Im Rückspiel lag man nach den Eingangsdoppeln sogar schon mit 0:2 im Hintertreffen, steigerte sich aber und lag vor der letzten Begegnung mit 5:4 in Front. Das Ende ist allseits bekannt, denn auch hier war man trotz eines Duells auf Augenhöhe nicht mit Glück behaftet. Überhaupt war das mit den Glücksgefühlen so eine Sache: Von insgesamt 14 Fünfsatzbegegnungen gewannen Kolbermoors Damen nur vier. Kristin Lang und Yuan Wan waren bei fünf Doppeln viermal erfolgreich, aber ausgerechnet das vermeintlich leichte Doppel gegen Schwabhausens Duo Krämer/Schreiner ging verloren.

Die Bilanzen der Kolbermoorerinnen können sich sehen lassen

Kristin Lang gewann dafür aber in den Play-offs gleich dreimal gegen Sabine Winter, gegen die sie in der Meisterschaftsrunde zweimal unterlag. Und gegen Langstadts Petrissa Solja war sie im zweiten Spiel sogar nahe am Sieg dran. Ihre Bilanz in den Einzeln gegen die Nummer eins (2:3-Siege) und Nummer zwei (4:1) der jeweiligen Gegner kann sich aber mehr als sehen lassen. Und auch Yuan Wan, die Kolbermoor bekanntlich in Richtung Weinheim verlassen wird, kann trotz einer Bilanz von vier Siegen bei sechs Niederlagen, die allerdings allesamt hauchdünn ausfielen, noch zufrieden sein.

Im zweiten Paarkreuz war es Svetlana Ganina, die Zeichen setzte. Gegen die Nummer vier der gegnerischen Mannschaften blieb sie sogar ohne Niederlage und kam insgesamt auf sieben Siege bei drei Niederlagen.

Pechvogel dieser Play-off-Serie war Naomi Pranjkovic. Die 17-Jährige, die sich in der ersten Mannschaft bei ihren Einsätzen sehr gut entwickelte, musste vier Fünfsatzniederlagen hinnehmen.

18 Stunden Gesamtspielzeit in den Play-offs

Wie ausgeglichen alle Begegnungen – unabhängig vom Ergebnis – waren, zeigen auch die fünf Spiele, die jeweils mindestens 200 Minuten und damit insgesamt fast 18 Stunden andauerten. Den Höhepunkt bildete dabei die mit 240 Minuten andauernde zweite Viertelfinalbegegnung gegen den TSV Schwabhausen.

Kolbermoors stellvertretender Abteilungsleiter Günther Lodes ist trotz Saisonende zufrieden: „Es gibt nicht viele Tränen zu trocknen. Die Leistungen in der Meisterschaft waren nicht überragend, zum Schluss haben wir uns aber deutlich gesteigert und waren mit den Gegnern gleichwertig. Wir haben nicht damit gerechnet, dass wir überhaupt so weit kommen.“

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