1. Bundesliga

Kolbermoor winkt Tabellenführung: Tischtennis-Damen mit Heimspiel gegen Aufsteiger Weil

Anastasia Bondareva ist von ihrem Coach Michael Fuchs für ihren ersten Einsatz am Sonntag besonders vorbereitet worden.
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Anastasia Bondareva ist von ihrem Coach Michael Fuchs für ihren ersten Einsatz am Sonntag besonders vorbereitet worden.

Nun herrscht also Klarheit. Die erste Tischtennis-Bundesliga der Damen hat vor Kurzem in einer Videokonferenz ihre Spielbereitschaft signalisiert und darf weiterspielen. Kolbermoor spiel am Sonntag zu Hause.

Kolbermoor – Für Kolbermoors Tischtennis-Damen kann die angesetzte Begegnung gegen den Aufsteiger ESV Weil planmäßig am Sonntag ab 14 Uhr über die Bühne gehen. Drei Spielerinnen werden allerdings fehlen.

Ohne Zuschauer, aber Hauptsache es kann gespielt werden

Dass man ohne Zuschauer spielen muss, tut Abteilungsleiter und Trainer Michael Fuchs natürlich weh. Aber auch ihm ist es lieber, dass man in der jetzigen Situation überhaupt wettkampfmäßig an der Platte stehen kann. Mit dem ESV Weil hat man dann auch einen sehr interessanten Gegner zu Gast. Die Gäste aus Baden-Württemberg sind zwar Aufsteiger, können aber mit einer sehr starken Mannschaft aufwarten. Dies führte auch dazu, dass Fuchs vor dieser Begegnung bemerkte: „Ich denke, das wird eine enge Kiste“.

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Ukrainerin sorgte für Furoroe

Für Furore sorgten bei den Gästen in der vergangenen Saison vor allem die Ukrainerin Iievgeniia Sozoniuk, die 17 ihrer 20 Einzel gewann. Nicht viel nach stand ihr die Bulgarin Polina Trifonova mit 13 gewonnenen von insgesamt 16 Spielen. Im hinteren Paarkreuz stehen bei den Gästen aus dem Dreiländereck Deutschland, Schweiz, Frankreich zwei Spielerinnen im Blickpunkt, als höchstinteressant anzusehen sind und in ihrem Alter bereits eine große Anzahl an Erfolgen vorweisen können. Vor allem gilt dies für Neuzugang Sophia Klee, die als eines der größten Talente im deutschen Tischtennis gilt. Die 17-jährige begann mit vier Jahren Tischtennis zu spielen und wurde unter anderem vor drei Jahren im Alter von 13 deutsche Meisterin bei den Schülerinnen und den Mädchen. Anastasia Bondareva kennt die gebürtige Kasselanerin recht gut, wurden doch beide 2017 Europameisterin im Schülerinnen-Doppel und holten im gleichen Jahr Bronze bei den Deutschen Meisterschaften. Und dann ist da noch die gebürtige Brandenburgerin, die für ihre Karriere schon ungewöhnliche Wege gegangen ist. Die 22-jährige brachte es immerhin schon auf sieben DM-Teilnahmen und hatte zuletzt auch ein Angebot des deutschen Meisters ttc berlin eastside, das sie allerdings nicht annahm.

Eine weitere Weltklassespielerin verpflichtet

Mit der Serbin Izabela Lupulesku, die aus Novi Sad zu den Baden-Württembergerinnen stieß, konnte man eine weitere Weltklassespielerin verpflichten, sodass man ein ausgeglichenes Team zur Verfügung hat. Die sportliche Leiterin des ESV Weil, Doris Spiess, gibt sich im Hinblick auf das Sonntagsspiel noch etwas zurückhaltend, als sie meinte: „Wir freuen uns, dass wir am Wochenende in Bayern spielen können. Auch wenn wir uns nicht allzu viel ausrechnen, sind unsere Spielerinnen hochmotiviert gegen einen Ligafavoriten anzutreten“. Dass Michael Fuchs von einer engen Kiste spricht, ist aus seiner Sicht nicht von der Hand zu weisen, muss er doch am Sonntag Fu Yu und Lily Zhang verzichten. Hinzu kommt nun auch noch Kristin Lang, die kurzfristig für diese Begegnung absagen musste. Mit Yuan Wan, Anastasia Bondareva, Svetlana Ganina und Laura Tiefenbrunner steht ihm dennoch eine sehr gute Mannschaft zur Verfügung, die jederzeit das Zeug hat, für ein positives Ergebnis zu sorgen.

Erstmals mit Bondereva

Besonders Bondareva dürfte hochmotiviert in die Begegnung gehen. Sie kommt zum erstmals in dieser Saison zum Einsatz. Sollte Kolbermoor diese Begegnung gewinnen, würde das heimische Quartett die Tabellenführung übernehmen. eg

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