BIATHLON

Knapp an einer Medaille vorbei

Das war diesmal nichts: Kein Edelmetall gab’s für das deutsche Team bei den Staffeln bei der Junioren-WM in Obertilliach in der Altersklasse Jugend.

In beiden Staffeln gab es je einen „Pechvogel“, der durch mehrere Strafrunden die Chancen auf einen absoluten Spitzenplatz zunichtemachte.

Bei der weiblichen Jugend (drei mal sechs Kilometer) waren die deutschen Medaillenhoffnungen im Prinzip schon nach dem ersten Schießen beendet: Nathalie Horstmann (WSC Ruhla) hatte da drei Nachlader gebraucht und davon zwei nicht ins Ziel gebracht – so büßte sie nicht nur fürs Nachladen, sondern auch noch durch zwei weitere Strafrunden viel Zeit ein. Auf Rang 20 (von 22 Mannschaften) ging sie bereits mit 1:36,2 Minuten Rückstand in die nächste Runde. Dort unterlief ihr nur ein Fehler, und von Rang 16 nach dem zweiten Schießen arbeitete sie sich bis zum Wechsel immerhin noch auf den 14. Platz vor. Johanna Puff (SC Bayrischzell/Stützpunkt Ruhpolding) musste zunächst zwei, im folgenden Anschlag dann nur einen Nachlader verkraften. Sie brachte das Team damit auf Platz elf und übergab an Schlussläuferin Selina Grotian (SC Mittenwald). Sie schoss zweimal fehlerfrei und war auch in der Loipe eminent schnell. So brachte sie das deutsche Team noch auf Platz vier nach vorn. Es gewann Frankreich vor Slowenien und Italien.

Beim ersten Wechselnoch in Führung

Bei der männlichen Jugend über drei mal 7,5 Kilometer war Moritz Seeber (SWV Goldlauter) als zweite deutscher Läufer mit drei Strafrunden der „Pechvogel“. Dabei hatte Startläufer Franz Schaser (SV Hermsdorf) eine herausragende Leistung geboten: Er übergab als Führender, wenn auch nur mit 0,1 Sekunden Vorsprung vor Frankreich. Aber Seeber kassierte bei seiner ersten Schießeinlage drei Strafrunden. Und als er beim zweiten Schießen noch einmal drei Nachlader benötigte, fiel er auf den zehnten Rang zurück. Deutschlands Schlussläufer Benjamin Menz (SVM Tambach-Dietharz) schoss im ersten Durchgang fehlerfrei, brauchte im zweiten Anschlag drei Nachlader und kam dennoch dank starker Laufleistung letztlich auf Rang sieben. Hinter Weltmeister Polen folgten Frankreich und Italien auf den Medaillenrängen. who

Kommentare