Deutschland als sechsfacher Titelverteidiger

Klobenstein: Heimische Athleten bei der Weitschützen-EM

Alexander Anzinger vom EC Ebing
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Volle Kraft voraus: Alexander Anzinger vom EC Ebing wird auch in Südtirol alles in seine Versuche hineinlegen.Kamhuber

Bei den Offenen Europameisterschaften im Weitenwettbewerb geht Deutschland am Wochenende auf dem Eisring der Arena Ritten im Klobenstein als sechsfacher Titelverteidiger an den Start. Im Einzel triumphierten 2019 an gleicher Stelle Annalena Leitner vom SV Unterneukirchen und Markus Schätzl vom SV Oberbergkirchen.

Klobenstein– Johannes Michl (SV Pocking) hat sich vor einem Jahr bei der Jugend-EM in Regen die kontinentale Krone der U16 aufgesetzt, ist heuer jedoch nicht mit von der Partie. In diesen drei Wertungsklassen können die Weitenjäger des Deutschen Eisstock-Verbands (DESV) auch Mannschaftgold verteidigen.

Bei der vor zwei Jahren erstmals ausgetragenen Europameisterschaft der Damen trugen sich Annalena Leitner (SV Unterneukirchen), Antonia Kachelmann (ESC Uehlfeld), Birgit Wagner (ESV Mitterskirchen) und Sabrina Miels (AC Neustift) in die Geschichtsbücher des Eisstocksports ein. Leitner kürte sich zur ersten Europameisterin im Damen-Weitenwettbewerb und holte zusammen mit ihren Teamkameradinnen auch überlegen Mannschaftsgold.

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Leitner und die amtierende Vize-Weltmeisterin Wagner zählen wieder zu den absoluten Top-Favoritinnen. Für Miels steht diesmal Barbara Reschberger vom EC Lampoding im DESV-Kader.

Auch die Herren waren erfolgreich

Fast genauso triumphal waren die Herren. Markus Schätzl (SV Oberbergkirchen) und Peter Rottmoser (SV Schechen) feierten einen Doppelerfolg vor dem Österreicher Philipp Baumgartner. Im Verbund mit Daniel Ulreich (SV Geisenried) und Michael Späth (FC Altrandsberg) konnte Österreich auch bei der Nationenwertung in Schach gehalten werden, womit sowohl Schätzl als auch Deutschland als Titelverteidiger starten.

Der amtierende Welt- und Europameister visiert sogar seinen dritten Sieg in Folge an. Für Ulreich geht diesmal Andreas Weber (EC Freilassing-Hofham) auf Weitenjagd.

Zweifacher Titelverteidiger: Markus Schätzl vom SV Oberbergkirchen.

Nicht ganz so erfolgreich waren die Junioren U23, die sich mit zwei Silbermedaillen begnügen mussten. Hinter dem überragenden Österreicher Peter Neubauer kam Michael Späth vom FC Altrandsberg auf den zweiten Platz. Zusammen mit Alexander Anzinger (EC Ebing), Bastian Simon (SV Hagenhill) und Max Vaitl (EC Außernzell) musste sich Deutschland auch in der Nationenwertung hinter Österreich einreihen. Anzinger verpasste 2019 als Vierter im Einzel das EM-Podest zwar knapp.

Allerdings hat er vergangenes Jahr in Regen bewiesen, was an einem guten Tag in ihm steckt. Der Blondschopf kürte sich mit einem fantastischen Wett-kampf zum Weltmeister. Verpasst hat in den letzten beiden Jahren auch der sonst sieggewohnte Späth einiges. Daher will der Vize-Welt- und Europameister in seinem letzten Juniorenjahr nochmals ganz oben auf dem Podest stehen. Für Vaitl kommt heuer Jannik Purucker (VER Selb) zum Zug.

Deutschland räumte bei der letztjährigen Jugend-EM ab

Bei der letztjährigen Jugend-EM in Regen sahnte Deutschland in der Wertungsklasse U16 sowohl den Einzel- als auch Mannschaftstitel ab. Jedoch ist der amtierenden U16-Europameister Johannes Michl vom SV Pocking heuer nicht mit von der Partie. Somit liegen die Hoffnungen auf Sabrina Englbrecht (SSC Pfeffenhausen), Benjamin Weißthanner (EC Furth), Fynn Schröder (SV Höslwang) und Mike Reschberger (EC Lampoding).

Fynn Schröder vom SV Höslwang ist für die U16 nominiert.

„Nur“ Team-Silber und Einzel-Bronze für Bastian Simon (SV Hagenhill) gab es bei der Jugend U19. Simon wird alles daran setzen, die Vorherrschaft der beiden überragenden Österreicher Peter Neubauer und Sebastian Sommerer zu durchbrechen. Beim Kampf um Mannschaftgold unterstützen ihn Christian Mayerhofer (TSV Taufkirchen), Felix Karpfinger (SV Wörth) und Stefan Schmid (TSV Niederviehbach).

Christian Mayerhofer vom TSV Taufkirchen startet in der U19-Klasse.

Vor der atemberaubenden Südtiroler Bergkulisse werden Österreich, Slowenien, Deutschland und Gastgeber Italien um Gold, Silber und Bronze kämpfen. Frankreich ist noch nicht sicher. In den meisten weiteren Nationen, wie der Schweiz, sind die Weitschützen nicht als Spitzensportler anerkannt und müssen daher wegen Corona passen.

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