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Die Erkenntnisse aus der zweiten Saison

Klassenerhalt des TC 1860 in der Tennis-Bundesliga: Welcher Spieler den größten Anteil hat

Top-Spieler Nikoloz Basilashvili gelang ein Sieg in drei Partien für Rosenheim.
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Top-Spieler Nikoloz Basilashvili gelang ein Sieg in drei Partien für Rosenheim.
  • Thomas Neumeier
    VonThomas Neumeier
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Am vorletzten Spieltag haben sich die Tennisspieler des TC 1860 Rosenheim den Klassenerhalt in der Bundesliga gesichert. Damit gehen die Sechziger nächste Saison in eine dritte Spielzeit im Oberhaus. Wer aber hat die Kohlen aus dem Feuer geholt? Die Top-Spieler waren es nicht.

Rosenheim – Die 50. Saison in der Tennis-Bundesliga ist Geschichte. Mit dem Rochusclub Düsseldorf ist ein Verein Deutscher Meister, der trotz seiner großen Tradition in dieser Hinsicht Premiere feierte. Der TC 1860 Rosenheim hat sich ein drittes Jahr im deutschen Oberhaus gesichert, musste aber kräftig zittern.

Und die Lehren? Dass die Top-Spieler überhaupt nicht wichtig sind, dafür aber die Doppel eine immer größere Bedeutung haben – und auch die deutschen Spieler groß aufgezeigt haben.

Top-Spieler punkten kaum

Die Top-Spieler: Wer an Position eins auftaucht, der macht kaum Punkte. Das ist eine Erkenntnis der diesjährigen Saison. Angefangen von Düsseldorfs Henri Laaksonen (Bilanz 1:1), über Großhesselohes Francisco Cerundolo (0:2), den Neusser Botic van de Zandschulp (1:1), Gladbachs Sebastian Baez (2:3), Krefelds Thiago Monteiro (0:2) und Ludwigshafens Alex Molcan (1:3) – kein „Einser“ lag im positiven Bereich. Da machte auch der Sechziger Nikoloz Basilashvili mit seiner 1:2-Bilanz keine Ausnahme.

Die wahren Top-Spieler waren weiter hinten zu finden: Düsseldorfs Nummer fünf, Pablo Andujar-Alba hat eine 10:4-Bilanz aufzuweisen, der Neusser Pedro Sousa, Gladbachs Tallon Griekspoor und der Mannheimer Pedro Martinez-Portero jeweils eine 7:1-Bilanz. Bester Rosenheimer war der Italiener Lorenzo Giustino, der bei seinen fünf Auftritten ungeschlagen blieb und damit einen riesigen Anteil am Klassenerhalt der Sechziger hatte. Den Vogel schoss aber Philipp Kohlschreiber ab, der für den TC Großhesselohe eher auf den hinteren Positionen zum Einsatz kam, dort aber mit 8:0 im Einzel und 7:1 im Doppel eine herausragende Statistik hat.

Überhaupt lieferten die deutschen Spieler ab: Neben Kohlschreiber beeindruckte Jan-Lennard Struff bei Großhesselohe mit einer 11:1-Bilanz, beim starken Aufsteiger TC Bredeney brillierten Oscar Otte (5:1), Mats Moraing (12:4) und Tobias Kamke (7:2), wobei Otte und Moraing oft im Spitzeneinzel ran mussten. Das gilt auch für Aachens Yannik Hanfmann (7:1).

Punkte durch Doppelspezialisten

Die Doppel: Nur die beiden Absteiger aus Krefeld und Ludwigshafen und 1860 Rosenheim haben eine negative Doppelbilanz – kein Wunder, dass die Sechziger in Abstiegsgefahr schwebten, nachdem die Doppel ein Drittel jeder Partie ausmachen. Die Rosenheimer Einzelbilanz war mit 16:20 auch negativ, allerdings war man hier gleich mit dem Tabellenfünften Kurhaus Aachen und dem Sechsten Gladbacher HTC. Doch bei den Doppelspielen schmierten die Sechziger ab. Auch Schlusslicht Ludwigshafen wurde die verheerende Doppelbilanz zum Verhängnis. Wobei: Dass Meister Düsseldorf hier schlechter abschnitt als Vizemeister Großhesselohe, kam nicht groß zur Geltung.

Übrigens: Die reinen Doppelspezialisten in der Liga sind ihrem Ruf gerecht geworden: Die Düsseldorfer Sander Arends (5:1) und Matwe Middelkoop (3:0), die Aachener Tim Pütz (6:0) und Hugo Nys (4:1) und der Mannheimer Kevin Krawietz (3:0) lieferten starke Bilanzen ab.

Rangliste Einzel: 1. Rochusclub Düsseldorf 26:10, 2. TC Großhesselohe 25:11, 3. Blau-Weiß Neuss 20:16, 4. TC Bredeney 19:17, 5. Kurhaus Aachen, Gladbacher HTC, TC 1860 Rosenheim, je 16:20, 8. TC Ludwigshafen 15:21, 9. Grün-Weiß Mannheim 14:22, 10. Blau-Weiß Krefeld 13:23.

Rangliste Doppel: 1. TC Großhesselohe 14:4, 2. TC Bredeney 13:5, 3. Kurhaus Aachen 12:6, 4. Rochusclub Düsseldorf 11:7, 5. Blau-Weiß Neuss, Gladbacher HTC, je 10:8, 7. Grün-Weiß Mannheim 9:9, 8. TC 1860 Rosenheim 6:12, 9. Blau-Weiß Krefeld 4:14, 10. TC Ludwigshafen 1:17.

1860-Klassenerhalt dank Heimstärke

Die Heimstärke: Die beiden Absteiger Krefeld und Ludwigshafen waren die einzigen Teams mit einer negativen Heimbilanz. Dass der TC 1860 im nächsten Jahr erneut in der Bundesliga spielt, hat er auch seiner Heimstärke zu verdanken – die Rosenheimer blieben ungeschlagen. In der Auswärtstabelle sind nur zwei Teams mit einer positiven Bilanz – der Meister und der Vizemeister.

Heimtabelle: 1. Rochusclub Düsseldorf 9:1, 2. TC Bredeney 8:0, 3. TC Großhesselohe 8:2, 4. Blau-Weiß Neuss 7:3, 5. TC 1860 Rosenheim 6:2, 6. Kurhaus Aachen 5:3, 7. Gladbacher HTC 5:5, 8. Grün-Weiß Mannheim 4:4, 9. TC Ludwigshafen 2:6, 10. Blau-Weiß Krefeld 2:8.

Auswärtstabelle: 1. Rochusclub Düsseldorf 7:1, 2. TC Großhesselohe 6:2, 3. Kurhaus Aachen 5:5, 4. Gladbacher HTC 4:4, 5. TC Bredeney 4:6, 6. Blau-Weiß Neuss 3:5, 7. Grün-Weiß Mannheim 3:7, 8. Blau-Weiß Krefeld 1:7, 9. TC 1860 Rosenheim 1:9, 10. TC Ludwigshafen 0:10.

Meiste Zuschauer in Düsseldorf

Die Zuschauer: Vier Heimspiele mit insgesamt 2450 Zuschauern – das ist die Rosenheimer Bilanz aus dieser Saison. Zum Auftakt kamen 950 Fans gegen Aachen, es folgten 450 gegen Gladbach, starke 700 beim wichtigen Heimsieg über Ludwigshafen und beim für die Tabelle bedeutungslosen Abschluss gegen Neuss waren noch 350 Zuschauer an der Pürstlingstraße. Im Schnitt waren es also knapp über 600 Fans pro Begegnung – damit dürften die Sechziger zufrieden sein, zumal die Stimmung erneut sehr gut war.

Die meisten Fans lockte der Meister an: In Düsseldorf sahen 4500 Zuschauer das Spiel gegen Bredeney, auch die anderen Begegnungen wurden vor einer vierstelligen Anzahl gespielt – unter anderem gegen Rosenheim vor 2100 Fans. Auch Mannheim knackte mehrmals die 2000er-Marke, Ludwigshafen einmal. In Aachen, Gladbach und Krefeld wurde mehrmals die 1000-Zuschauer-Marke überschritten, in Großhesselohe einmal.

Nur zwei Spieler mit positiver Bilanz

Die Rosenheimer: In seiner zweiten Saison setzte der TC 1860 zwölf seiner 18 Spieler aus dem Aufgebot ein – mit Norbert Gombos und Lorenzo Giustino verzeichneten nur zwei Akteure eine positive Bilanz, Jonas Forejtek ging mit einer ausgeglichenen Statistik aus der Saison. Bester Einzelspieler nach Giustino war Manuel Guinard, bester Doppelspieler nach Gombos war Aljaz Bedene. Im letzten Jahr noch der Publikumsliebling, gelang Damir Dzumhur diesmal kein einziger Sieg, auch Bedenes 1:4-Einzelbilanz war nicht hilfreich.

Lorenzo Giustino (Mitte) blieb ungeschlagen und wurde dafür von Abteilungsleiter Dieter Dörfler (links) und Vorstand Bundesliga Thomas Detterbeck gefeiert.

In den Spitzeneinzeln gab es nur zwei Siege (Basilashvili und Guinard) in neun Spielen, an Position zwei lediglich drei Siege durch Bedene, Guinard und Gombos. Positive Bilanzen hatten die Sechziger an Position drei mit sechs Siegen (zweimal Ofner, zweimal Giustino, Meligeni und Guinard) sowie an Position vier mit fünf Siegen (zweimal Giustino, zweimal Forejtek und Muller). Das Einser-Doppel war dreimal erfolgreich, wobei die Siege in den letzten drei Begegnungen der Saison erzielt wurden. Es gewannen Gombos/Forejtek, Gombos/Muller und Bedene/Giustino. Auch das Zweier-Doppel siegte dreimal, wobei hier zwei der drei letzten Spiele gewonnen wurden. Hier waren Bedene/Forejtek, Guinard/Weissborn und Weissborn/Jastraunig erfolgreich.

Die einzelnen Bilanzen: Nikoloz Basilashvili (Einzel 1:1/Doppel 0:1), Aljaz Bedene (1:4/2:1), Norbert Gombos (1:1/2:0), Manuel Guinard (3:2/1:4), Damir Dzumhur (0:3/0:2), Sebastian Ofner (2:1/0:2), Felipe Meligeni (1:1/0:2), Lorenzo Giustino (4:0/1:0), Alexandre Muller (1:2/1:1), Jonas Forejtek (2:2/2:2), Sam Weissborn (0:2/2:6), Lukas Jastraunig (0:1/1:3).

Zwei Neulinge steigen auf

Der Ausblick: Der Rochusclub Düsseldorf geht als Titelverteidiger in die 51. Saison der Tennis-Bundesliga. Für die Sechziger steht im nächsten Jahr die dritte Spielzeit an. Mit Krefeld und Ludwigshafen sind zwei Teams nicht mehr dabei, sie werden durch TP Versmold (Meister 2. Bundesliga Nord) und den Frankfurter TC Palmengarten (Meister 2. Bundesliga Süd) ersetzt.

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