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Spannung pur beim WM-Finale

Kiefersfeldener Manuel Lettenbichler holt Tagessieg und wird Hard-Enduro-Vizeweltmeister

Manuel Lettenbichler (304) und Billy Bolt (57) im harten Infight.
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Manuel Lettenbichler (304) und Billy Bolt (57) im harten Infight.
  • VonHorst Schmid
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Was für ein Finale bei der Hard Enduro Weltmeisterschaft 2021: Der Kiefersfeldener Manuel Lettenbichler brauchte einen Sieg für den Titel. Da war aber noch sein großer Widersacher Billy Bolt und der durfte nicht Zweiter werden.

Grießbach/Erzgebirge Die Ausgangslage vor dem Finale der FIM Hard Enduro Weltmeisterschaft 2021, dem Getzen-Rodeo in Grießbach im Erzgebirge, war für Manuel Lettenbichler von der MTG Kiefersfelden klar. Um die drei Punkte Rückstand auf den WM-Führenden Billy Bolt (Großbritannien) aufzuholen, musste der KTM-Werksfahrer gewinnen und um Weltmeister zu werden, durfte Bolt nicht Zweiter werden.

Ein zweiter Platz mehr war entscheidend

„Letti“ hat dann auch alles gegeben um das schier Unmögliche doch noch möglich zu machen, aber trotz Tagessieg hat es am Ende nicht gereicht. Der Brite wurde Zweiter und damit waren am Ende der langen und aufreibenden WM-Saison beide punktgleich. Die Majorität der erreichten Platzierungen gab laut Reglement den Ausschlag zugunsten von Bolt, da er bei gleich vielen Siegen einen zweiten Platz mehr auf dem Konto hatte als Lettenbichler.

Heißes Duell bereits im Qualifikationsrennen

Das Geschehen in Grießbach bot Spannung pur. Das zweistündige Qualifikationsrennen am Vormittag lieferte schon einen Vorgeschmack auf das, was noch kommen sollte. Insgesamt 60 Fahrer kämpften um die begehrten 15 Startplätze für das Hauptrennen am Nachmittag. Lettenbichler und Bolt lieferten sich bereits hier ein spannendes Duell das „Letti“ kurz vor Schluss knapp für sich entscheiden konnte.

Manuel Lettenbichler in Aktion beim Getzen-Rodeo.

Der Start zum Hauptrennen über 80 Minuten plus eine Runde erfolgte entsprechend dem Qualifikationsergebnis. Lettenbichler ging vier Sekunden vor Bolt als Erster ins Rennen, gefolgt von Wade Young (Südafrika), Mario Roman (Spanien), Alfredo Gomez (Spanien) und Jonny Walker (Großbritannien).

Bolt fiel bis auf Rang sechs zurück

Nachdem die Führung in den ersten 20 Minuten mehrmals zwischen Lettenbichler und Bolt wechselte, schien sich das Blatt in der dritten Runde zugunsten von Lettenbichler zu wenden. Nach einigen Fehlern in einem technisch schwierigen Anstieg fiel Bolt bis auf Rang sechs zurück. Doch der Brite gab nicht auf, sortierte sich neu und arbeitete sich wieder Platz um Platz nach vorne.

Nach gut der Hälfte der Strecke lag er schon wieder auf dem zweiten Platz und hatte die Führung in der Meisterschaft wieder in der Hand. Allerdings durfte er sich keinen weiteren Fehler mehr erlauben, da ihm Mario Roman als Dritter noch immer dicht auf den Fersen war. Lettenbichler und Bolt fuhren wie entfesselt und überrundeten bis auf Roman alle anderen Finalisten.

Mit einer Sektdusche empfangen worden

Unter dem Jubel der zahlreichen Zuschauer sah Manuel Lettenbichler dann als Erster die schwarz-weiß karierte Flagge und wurde von seiner Mannschaft gleich mit einer Sektdusche empfangen. Für „Mani“ war dies der dritte Sieg in Folge bei seinem deutschen Heimspiel – eine ganz starke Leistung. Wade Young kam als Vierter ins Ziel und sicherte sich damit den dritten WM-Rang vor Mario Roman und Jonny Walker.

„Ich habe getan, was ich tun musste“

Manuel Lettenbichler nach dem Rennen: „Mann, war das knapp! Ich wusste von Anfang an, dass es bei der Punkteverteilung schwer werden würde, den Titel zu gewinnen. Unser Zweikampf war anfangs sehr intensiv, aber als Billy einige Fehler machte, konnte ich mich absetzen. Ich glaube, dass ich danach ein gutes Rennen gefahren bin. Ich habe getan, was ich tun musste, um zu gewinnen. Hut ab vor Billy, wir hatten eine tolle Saison zusammen.

Der Kiefersfeldener Manuel Lettenbichler freut sich über seinen 3. Getzen-Sieg in Folge.

Am Ende einer so harten Meisterschaft punktgleich mit ihm zu sein, zeigt, wie hart wir beide die ganze Saison hindurch Druck gemacht haben. Es ist natürlich enttäuschend, so nah dran zu sein und mit den gleichen Punkten in der Meisterschaft nur Zweiter zu werden. Drei Siege in Folge hier in Getzen zu holen, fühlt sich aber großartig an.“

Das Podium beim Getzen-Rodeo mit Manuel Lettenbichler als Sieger.

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