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Kevin Gaudet: "Rosenheim ist Favorit"

Wer ist nach dem Duell Bietigheim gegen die Starbulls am Ende obenauf? Matt Caruana (oben) oder Marcus Sommerfeldt? Die Statistik spricht klar für Bietigheim.  Foto  Ziegler
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Wer ist nach dem Duell Bietigheim gegen die Starbulls am Ende obenauf? Matt Caruana (oben) oder Marcus Sommerfeldt? Die Statistik spricht klar für Bietigheim. Foto Ziegler

Fünfmal spielte Bietigheim in dieser Saison gegen die Starbulls Rosenheim, fünfmal gingen die Steelers teilweise als klarer Sieger vom Eis. 19 Punkte lag der Tabellenerste Bietigheim in der Abschlusstabelle vor dem Sechsten Rosenheim und jetzt behauptet Steelers-Trainer Kevin Gaudet allen Ernstes: "Rosenheim ist Favorit".

Kaum zu glauben, aber auch das ist eine Möglichkeit mit dieser abenteuerlichen Aussage seine eigene Mannschaft schwach zu reden, auch wenn Gaudet in der Kabine wahrscheinlich etwas anderes sagen wird. Gaudet klingt vor dem Play-off-Halbfinal-Duell gegen die Starbulls Rosenheim - das erste Spiel der Serie (Best of seven) findet heute, 20 Uhr, in Bietigheim statt - ein bisschen verzweifelt: "Ich bin seit 22 Jahren im Trainergeschäft, aber so etwas wie derzeit habe ich noch nicht erlebt. Das ist einfach unglaublich." Weil sein Kapitän und Top-Scorer Marcel Rodman (Muskelverletzung im Adduktorenbereich) wahrscheinlich bis zum Saisonende ausfällt, sieht Gaudet seine Felle davonschwimmen. Gaudet bereitet nicht nur der Ausfall seines Top-Scorers Kopfzerbrechen, sondern auch die Tatsache, dass gleich mehrere Spieler angeschlagen sind.

Was Gaudet und seinen Bietigheimern Sorgenfalten auf die Stirn treibt, erlebten die Starbulls in den letzten Jahren gleich mehrfach. Vor zwei Jahren fielen zu Play-off-Beginn Tommi Hannus (Kieferbruch beim Pre-Play-off-Spiel in Bietigheim) und Floppo Zeller (Schulterverletzung) aus, letzte Saison erwischte es vor und während der Play-offs Simon Wenzel (Kreuzband) sowie die beiden Torjäger Patrick Asselin und Stephan Gottwald (beide Schulterverletzungen). Da stand bei den Starbulls kein zusätzlicher Ausländer, wie jetzt in Bietigheim der 33-jährige Kanadier Michael Bishai (14 NHL-Spiele für die Edmonton Oilers), Gewehr bei Fuß.

Jammern auf hohem Niveau

Das ist Jammern auf hohem Niveau in Bietigheim, doch das interessiert in Rosenheim herzlich wenig. "Wir konzentrieren uns auf unsere Stärken und die werden wir versuchen voll einzubringen. Und dann werden wir sehen, was dabei rausspringt. Wir wollen auf jeden Fall ins Finale, egal wie der Gegner heißt", erklärte Trainer Franz Steer, der im Übrigen auch einige angeschlagene Spieler in seinen Reihen hat, darüber aber kein Wort verliert. Heute fehlt mit Sicherheit Robert Schopf wegen der Beerdigung seines Vaters, fraglich ist außerdem der Einsatz von Andrej Strakhov. Die blauen Flecken seiner Spieler, die sich in gegnerische Schüsse geworfen haben, "will ich gar nicht mehr zählen", erklärte Steer.

Der Starbulls-Coach möchte auch heute in Bietigheim mit vier Sturmreihen agieren, auch wenn es auswärts etwas schwieriger ist, dass die Top-Reihe des Gegners nicht auf Rosenheims vierten Sturm trifft, weil die Heimmannschaft den letzten Wechsel hat. Bietigheim hat zwar drei starke Sturmreihen, aber für eine vierte Formation reicht der Kader nicht. Und genau hier liegt die große Chance für die Starbulls: Das Tempo hochhalten und je länger die Serie dauert, desto mehr spricht für Rosenheim, das in den beiden letzten Jahren für einige Play-off-Überraschungen gesorgt hat. Aber deshalb sieht man sich nicht als Favorit, sondern bleibt realistisch: "50:50", beziffert Steer die Chancen. bz

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