Keine Strafzeit für die Eishockeyspieler der Starbulls Rosenheim – das gab es jetzt viermal

Seit 16 Spielen ohne Torerfolg: Daniel Bucheli, der Weidens Torhüter Neffin direkt in die Fanghand schoss.

Hüter des Phrasenschweins, aufgepasst! Im Play-off beginnt alles wieder bei Null! Und wenn das so ist: Glück für die Starbulls, denn die Leistungen und Ergebnisse der letzten Wochen waren nicht optimal.

Rosenheim – Und so bestand schon vor den letzten beiden Spielen nur mehr wenig Hoffnung, das jüngst verlorene Heimrecht noch zurück zu erkämpfen,denn dazu hätte es schon eines Sieges in Garmisch bedurft. Ausgerechnet beim SC Riessersee, neben den Eisbären Regensburg das Team der Meisterrunde, war aber wie erwartet nichts zu holen. Regensburg (42 von 54 möglichen Meisterrunden-Punkten) und Riessersee (41) gehen bestens gerüstet ins Play-off, was man von den Starbulls bei zuletzt vier Niederlagen am Stück (vor dem abschließenden Sieg gegen Weiden) nicht gerade behaupten kann.

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Weiden verliert auch das siebte Spiel

Die Weidener haderten wohl nicht zu Unrecht mit Schiedsrichter Altmann, der in seiner Strafenverteilung keinen einzigen Rosenheim bedachte. Seit der Rückkehr in den DEB-Bereich im Jahre 2004 waren die Starbulls zuvor nur viermal gänzlich ohne Strafminute davongekommen, bereits zum zweiten Mal aber durch Herrn Altmann. Am 27. Oktober 2017 hatte er dabei gegen Miesbach 28 Strafminuten verhängt.

Immerhin bleiben durch die beiden Überzahltreffer von Michael Baindl die Weidener beständigste Punktelieferanten für die Starbulls. Siebenmal in Rosenheim angetreten, siebenmal ohne ein einziges Pünktchen wieder nach Hause gefahren – eine solche Bilanz hat sonst kein Gegner in der Bilanz.

Dabei hätte dieses abschließende Match tabellarisch durchaus nicht bedeutungslos sein müssen. Hätten es die Starbulls zwei Tage zuvor geschafft, in Garmisch zu gewinnen, wäre es am Sonntag zwischen Riessersee und Rosenheim zu einem „Fernduell“ ums Torverhältnis und Tabellenrang Vier gekommen. Aber auch da hätten wohl die Werdenfelser (8:2 in Lindau) die Nase vorn gehabt.

Wieder 0:2-Rückstand im Anfangsdrittel

Als es in Garmisch um Alles oder Nichts ging, gerieten die Starbulls zum dritten Mal in Folge bereits im Anfangsdrittel entscheidend ins Hintertreffen. Wieder hieß es 0:2 nach 20 Minuten, und bis zum Führungstreffer gegen Weiden war ihnen in drei aufeinanderfolgenden Spielen nicht eine Minute im Gefühl eines Vorsprungs erlaubt gewesen. Und ein 0:2 gegen den SCR, gegen den die Begegnungen traditionell torarm ausfallen, ist schon so etwas wie der Anfang vom Ende. Zahlen dafür? Von den acht Partien SCR gegen Starbulls in den letzten beiden Jahren gingen vier in Overtime oder Penalty-Schießen (nach alter Rechnung quasi Unentschieden), nur ein einziges Mal fielen mehr als fünf Tore insgesamt, fünfmal reichten drei und zweimal gar zwei Treffer zum Sieg!

Die Garmischer sind übrigens der einzige Kontrahent, gegen den die Rosenheimer Bilanz in dieser Saison genau ausgeglichen ist. Gegen fünf der anderen Meisterrundenklubs (Weiden, Regensburg, Lindau, Selb und Füssen) gab es mehr Pluspunkte für die Starbulls, gegen Deggendorf, Memmingen und Peiting mehr auf der Minusseite.

Daniel Bucheli seit 16 Spielen ohne Tor

Rosenheims aktuelle Angriffs-Hoffnung Jake Smith blieb gegen Weiden ohne Scorerpunkt, erst zum zweiten Mal in den zehn Spielen, seit er das Rosenheimer Trikot trägt. Seinen 15 Scorerpunkten (acht Tore, sieben Assists) kommt in diesem Zeitraum übrigens Dominik Daxlberger, der auch in Garmisch eine Nullnummer verhinderte, mit sieben Toren und sechs Assists am nächsten. Michael Baindl (vier plus sieben), Max Vollmayer (zwei plus neun) und Josh Mitchell (zwei plus acht) scoren nach wie vor regelmäßig, während bei Alexander Höller (nur drei Assists in seinen letzten fünf Partien) oder Daniel Bucheli (torlos in den letzten 16 Spielen) etwas die Luft raus ist. Aber wie heißt es – siehe oben – so schön? Im Playoff beginnt alles wieder bei Null…

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