Keine Regionalliga- Spiele mehr in 2020

Nach der Anordnung der neuen Lockdown-Regeln durch die Bayerische Staatsregierung für November wird der Spielbetrieb auf allen Ebenen des Bayerischen Basketball-Verbandes (BBV) bis Jahresende eingestellt.

Eine Fortsetzung ist für Januar 2021 vorgesehen.

„Selbstverständlich trägt der bayerische Basketball solidarisch alle nötigen Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der Pandemie mit“, sagt BBV-Präsident Bastian Wernthaler nach einer Präsidiumssitzung nach der Anordnung der staatlichen Maßnahmen. Allerdings sei man auch „enttäuscht, dass der Gesetzgeber den Sport, insbesondere den Jugendsport, unter die Tätigkeiten einordnet, die am ehesten entbehrlich zu sein scheinen“.

Die bayerischen Vereine hätten unter immensem ehrenamtlichem Einsatz in den vergangenen Monaten Hygienekonzepte erarbeitet und umgesetzt, mit denen sinnvolle sportliche Betätigung gerade für Kinder und Jugendliche auch in Zeiten hoher Infektionsraten vertretbar geschienen hätte. „Sport und damit Basketball ist keine beliebige Beschäftigung, die man nur anhand ihres Freizeitwertes bewerten sollte“, appelliert der BBV-Präsident: „Angesichts des hohen Stellenwerts von Jugendsport im Verein für Gesundheit, soziales Verhalten und Persönlichkeitsentwicklung sollte das totale Verbot sobald als möglich überdacht werden.“

Der BBV wird nun mehrmals wöchentlich ein Online-Training über 90 Minuten für Kinder und Jugendliche anbieten, das abwechselnd von den BBV-Landestrainern und von Spitzentrainern bayerischer Bundesligisten und Stützpunktstandorte abgehalten wird. Stargast in der ersten Woche ist der Würzburger NBA-Profi und Nationalspieler Maxi Kleber.

Der Spielbetrieb wird in den bayerischen Ligen und der Regionalliga Südost im Jahr 2020 nicht mehr aufgenommen. „Selbst wenn im Dezember Wettkampfsport wieder erlaubt sein sollte, kann man nach vier Wochen Trainingsverbot keinen Spielbetrieb starten“, sagte BBV-Sportreferent Robert Daumann. Sollte durch den Gesetzgeber die Erlaubnis erteilt sein, wird der Spielbetrieb in allen Ligen nach den Weihnachtsferien wieder aufgenommen. Wie die weitere Saison ab Januar verläuft und wie die Modalitäten in den Ligen festgelegt werden, werden die einzelnen Veranstalter – RLSO, BBV, Bezirke und Kreise – in den nächsten Tagen entscheiden. „Der BBV wird weiter dafür kämpfen, dass wir unseren schönen Sport bald wieder ausüben können“, betonte Präsident Wernthaler. re

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