Keine Punkte beim Vorjahres-Meister

Sascha Dreher fehltein Rosenheim das Wurfglück. Schillmaier

Töging. – Nach der unerwarteten Heimniederlage gegen den TV Traunstein 2 (66:71) wartete auf die Korbjäger vom Inn beim letztjährigen Meister TSV 1860 Rosenheim (verzichtete auf das Aufstiegsrecht) eine schwere Aufgabe.

Denn in Rosenheim gab es in den bisherigen Begegnungen beider Teams nur Niederlagen. Trotz einer guten Mannschaftsleistung stand auch dieses Mal eine 88:62-Niederlage auf der Anzeigetafel. Die individuelle Klasse der Gastgeber gab in einem flotten Match den Ausschlag. Aktivcoach Raoul Kastenhuber konnte bis auf den verletzten Neuzugang Matthias Traunthaler mit voller Mannschaftsstärke in die Kreisstadt reisen. Das vorrangige Ziel hieß mit den Rosenheimern mitzuspielen und die Begegnung so lange wie möglich offen zu halten. Dies gelang im ersten Viertel, als die BSG-Akteure mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung aufwarteten. Die Starting Five mit Markus Kneidl, Raoul Kastenhuber, Sascha Dreher, Adrian Weggartner und Manuel Grassl hielt gegen den Favoriten mit, um dennoch nach den ersten zehn Minuten mit 25:18 im Rückstand zu liegen. Das zweite Viertel gehörte dann schon etwas deutlicher den Gastgebern, die mit sicher werfenden Aufbauspielern und routinierten Centerspielern der BSG die Grenzen aufzeigten. Hans-Jürgen Mayerhofer (21 Punkte), Andreas Schlüter (19 Punkte), Gerald Conrades (16 Punkte) und Lalo Balduzzi (15 Punkte) erzielten alleine 71 der insgesamt 88 Punkte des im bisherigen Saisonverlauf erst einmal bezwungenen TSV 1860. Aufseiten der Jets konnte hier nur Manuel Grassl mithalten. Der erst in der letzten Saison zu den Jets gestoßene Nachwuchsspieler zeigte seine bisher beste Leistung im Trikot der BSG. Allein fünf erfolgreiche Drei-Punkte-Würfe gingen auf sein Konto. Von den übrigen Akteuren konnte sich nur Coach Raoul Kastenhuber mit 14 Punkten eine zweistellige Wurfquote in den Scorebogen eintragen lassen. Die äußerst faire Partie mit gut leitenden Schiedsrichtern wies zur Halbzeit einen 17-Punkte- Vorsprung (47:30) für das Heimteam auf. Dennoch ließen sich die Jets nicht entmutigen. Obwohl die bisherigen Punktelieferanten Markus Kneidl und Sascha Dreher keinen guten Wurftag erwischten, agierte man gegen die sehr treffsicheren Gastgeber in einem hochklassigen dritten Viertel (24:18 für Rosenheim) auf Augenhöhe. Immer wieder war es hauptsächlich Manuel Grassl, der mit Steals und Fastbreaks sowie treffsicheren Würfen in die Reuse, die Rosenheimer zu ärgern wusste. Das Spiel war dennoch bei einem Zwischenergebnis von 71:48 gelaufen. Dies veranlasste Coach Kastenhuber, im letzten Viertel auch den jüngeren Spielern verstärkt Einsatzzeit zu geben. Julian Wohlfahrt und Marco Orjolt durften ebenso wie Marco Seisenberger und Andre Nestler Spielerfahrung auf dem Parkett sammeln. Sie machten ihre Sache sehr gut, konnten die letzten zehn Minuten über weite Strecken ausgeglichen gestalten und damit die Heimmannschaft mächtig ärgern. Nach Ablauf der Spielzeit stand zwar unter dem Strich eine doch deutliche Niederlage, doch die Teamleistung passte dennoch. Darauf muss man auch beim nächsten Spiel in der Bezirksklasse Südost bauen. Am Samstag, 30. November, um 19 Uhr wartet beim TuS Mitterfelden in Ainring die nächste schwere Aufgabe. Die Gastgeber (Absteiger aus der Bezirksliga) belegen derzeit mit nur einer Niederlage hinter dem ungeschlagenen Tabellenführer TV 1868 Burghausen sowie Rosenheim den dritten Tabellenplatz.

Die BSG Töging/Jettenbach spielte in Rosenheim mit:

Thomas Achmann (6 Punkte), Sascha Dreher (2), Manuel Grassl (21), Raoul Kastenhuber (14), Markus Kneidl (6 ), Andre Nestler, Marco Orjolt (5), Marco Seisenberger (2), Adrian Weggartner (4), Julian Wohlfahrt (2). pscb

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