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2. BUNDESLIGA

Keine Partie für die Aufsteiger: TSV Mühldorf wegen Corona immer noch in Quarantäne

Das letzte Spiel der Mühldorfer fand am 21. Februar gegen Gotha statt. Vergangene Woche sorgte dann ein positiver Corona-Schnelltest auf Mühldorfer Seite für eine Spielabsage gegen Leipzig. Wegen der Quarantäne fällt außerdem die am Wochenende vorgesehene Partie gegen Schwaig aus. Erst am 13. März soll es weiter gehen.
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Das letzte Spiel der Mühldorfer fand am 21. Februar gegen Gotha statt. Vergangene Woche sorgte dann ein positiver Corona-Schnelltest auf Mühldorfer Seite für eine Spielabsage gegen Leipzig. Wegen der Quarantäne fällt außerdem die am Wochenende vorgesehene Partie gegen Schwaig aus. Erst am 13. März soll es weiter gehen.
  • Josef Enzinger
    VonJosef Enzinger
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Die Nachholspiele stauen sich allmählich: Auch das Schwaig-Spiel am Wochenende ist verschoben worden – und die Volleyballer haben schon jetzt mit sechs Spielen im April ein herausforderndes Schlussprogramm.

Mühldorf – Jeder einzelne isoliert, niemand darf den Fuß vor die Tür setzen, bis die Quarantäne vorbei ist: Der Großteil der Mühldorfer Bundesliga-Mannschaft sitzt nach dem positiven Corona-Tests eines Spielers seit dem vergangenen Wochenende zu Hause, harrt der Dinge und blickt auf den kommenden Donnerstag.

Dann nämlich erst, Schlag Mitternacht, ist die Quarantäne wieder beendet, die Volleyballer dürfen danach wieder in die Halle. Das geplante Spiel, jetzt am Wochenende gegen den SV Schwaig, wurde bereits nach dem positiven PCR-Test eines Mühldorfer Spielers abgesagt. Der Ersatztermin ist der 18. April. Das Leipzig-Spiel von der Woche zuvor wird aller Voraussicht nach ebenfalls im April angesetzt, damit hätten die Mühldorfer dann sechs Termine zum Saisonfinale alleine im April.

Mühldorfer Spieler halten sich zu Hause fit

Das fordert die Mühldorfer Spieler, die ja keine Profis im herkömmlichen Sinne sind und deswegen ihren Lebensunterhalt auch nicht mit Volleyball verdienen. Sie stecken alle entweder mitten im Studium oder stehen bereits in Lohn und Brot.

Mittelblocker Flo Gschwendtner und Trainer Michi Mayer – der eine Lehrer an einem Gymnasium in Markt Innersdorf, der andere an der Realschule in Simbach – stecken die verordnete Quarantäne relativ gelassen weg. Beide unterrichten im Homeschooling, „da ändert sich ja nicht viel“, sagt Mayer, der aktuell keine Klasse im Präsenzunterricht zu betreuen hat.

Alles rund um den Mühldorfer Volleyballsport finden Sie auf unserer Themenseite.

Noch eine Woche lang dürfen die Spieler nicht trainieren. Ein negativer PCR-Test vorausgesetzt dürfen Mayers Spieler erst wieder am kommenden Freitag ihre eigenen vier Wände verlassen. Immerhin ein Training bleibt des Zweitligisten, um sich dann auf die beiden Partien des darauffolgenden Wochenendes vorzubereiten.

Am 13. März wartet dann der TSV Mimmenhausen, gegen den sich Michi Mayer keine allzu großen Siegchancen ausrechnet, „ob nun mit oder ohne Training“. Wichtiger wäre ihm die Partie am Sonntag darauf, wenn es am 14. März gegen die Youngsters, die Nachwuchsriege von Friedrichshafen geht. „Gegen die Youngsters ist ein Sieg Pflicht. Aber ohne Training wird das schwierig“, meint Mayer zähneknirschend mit Blick auf die jungen Wilden vom Bodensee.

Einziger Vorteil: Zied Chalghmi kann beim fulminanten Saisonfinale wieder mitmischen

Immerhin: Die beiden Spielausfälle beziehungsweise corona-bedingten Verschiebungen bringen den Vorteil, dass zum Ende der Saison dann auch Zied Chaghmi wieder mit voller Einsatzkraft mitwirken kann. Der Tunesier laborierte an einer Knieverletzung, könnte schon wieder trainieren.

„Das tut er auch, aber gemäß der eingeschränkten Rahmenbedingungen für sich alleine“, sagt Mayer. Mit Zied Chalghmi sind es Fabian Liemer und Luis Großmann, die keine Quarantäne aufgebrummt bekamen, weil sie am letzten gemeinsamen Training nicht in der Halle standen, damit nicht zu den Kontaktpersonen der Kategorie eins zählten.

Keine starken Symptome beim infizierten Spieler

Wie Michi Mayer mitteilt, gehe es dem infizierten Spieler gut. Außer Schnupfen zeige er keine starken Symptome. Es seien auch keine weiteren Positiv-Fälle aufgetaucht, ergänzt Abteilungsleiter Stefan Bartsch.

Nach den beiden Schnelltests für jeden Spieler am zurückliegenden Wochenende seien am Dienstag zusätzlich PCR-Tests durchgeführt worden, die alle ohne Befund geblieben seien. „Ein guter Beweis, dass unser Gesundheitskonzept funktioniert, von außen eingebrachte Infektionen schnell erkannt und damit weitere Ansteckungen verhindert werden“, erklärt die Abteilung.

Ohne Schnelltests blieb Corona möglicherweise unentdeckt

Der Hygienebeauftragte der Volleyballabteilung Dr. Christian Umschlag geht sogar noch weiter: „Ohne die regelmäßigen Schnelltests blieben solche Infektionen unter Umständen sogar unentdeckt, weil ein bloßer Schnupfen möglicherweise gar nicht verdächtig erscheint!“ Das Virus würde sich dann ungehemmt weiter ausbreiten.

Mayer hofft auf die Beach-Saison und rasche Öffnungen für die Jugend

Das ist auch Michi Mayer wichtig, der zwar bedauert, dass man sich in der 2. Bundesliga mit Spielverschiebungen rumschlagen muss. „Doch die 2. Bundesliga ist nicht das Wichtigste. Viel wichtiger wäre es, wenn die Jugendmannschaften endlich wieder trainieren dürften.

Ich hoffe, dass das so schnell wie möglich zumindest auf den Beachvolleyballfeldern der Fall sein kann.“ Und dann kommt auch noch der Lehrer in ihm durch: „Wenn ich ganz ehrlich bin. Und das sage ich auch als Vater: Das Allerwichtigste wäre, wenn die Schulen öffnen könnten!“

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