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SAISON IST NOCH NICHT GANZ BEENDET

Keine Absteiger aus den Fußballklassen? BFV warnt vor „übervollen“ Ligen

Im bayerischen Fußball macht man sich immer mehr mit dem Szenario eines Saisonabbruchs vertraut. Wie und wann alles letztlich vonstatten geht, ist aber noch nicht geklärt. Möglicherweise wird doch noch im Juni in der laufenden Saison gekickt.

Rosenheim/Mühldorf– Soll der Bayerische Fußball-Verband (BFV) nach der verkorksten Corona-Saison auf Absteiger verzichten? Die Stimmen mehren sich, wonach zwar die Tabellenführer nach dem absehbaren Saisonabbruch aufsteigen, die Schlusslichter aber in den Ligen bleiben sollen. Doch der BFV ist skeptisch – zumal die neue Saison 2021/22 zumindest am Anfang immer noch im Zeichen der Pandemie stehen dürfte. „Wir müssen übervolle Ligen und damit eine Vielzahl an zusätzlichen Spieltagen möglichst vermeiden, um nicht wieder an den Punkt zu gelangen, an dem wir jetzt stehen“, warnte Vizepräsident Robert Schraudner nach einer Vorstandssitzung.

„Jede Lösung wird Härtefälle hervorbringen“

Schraudner, der auch oberbayerischer Bezirksvorsitzender ist, soll nun eine Arbeitsgruppe führen, die Vorschläge ausarbeitet, wie der BFV mit dem Saisonabbruch umgehen soll. Am Ende will der BFV die 4500 Vereine um ihre Meinung fragen. „Klar ist aber auch: Jede Lösung wird am Ende Härtefälle hervorbringen“, sagt Schraudner. Ohne einen regulären Abstieg drohen Bayern- und Landesligen mit 20 Mannschaften und mindestens sechs „englischen Wochen“, die drei oberbayerischen Bezirksligen würden wohl auf 18 Mannschaften wachsen. Da bliebe kaum Luft für Spielausfälle oder einen – von der Pandemie erzwungenen – späteren Saisonstart. Und ein verschärfter Abstieg am Ende der Saison 21/22 wäre zwangsläufig.

Zugspitz-Modell als Alternativlösung?

Vermindern könnte den Termindruck ein Modell, über das der Kreis Zugspitze derzeit für seine Ligen von der Kreisliga bis zur C-Klasse abstimmen lässt: eine Vorrunde mit kleineren Spielgruppen, an die sich im Frühjahr Auf- und Abstiegsrunden anschließen. In der Bayern- und Landesliga ließen sich so bis zu zehn Spieltage einsparen – das bedeutet weniger Auswärtsfahrten, aber auch vier oder fünf lukrative Heimspiele weniger.

Nur der Ligapokal ist offiziell abgebrochen

Offiziell abgebrochen hat der BFV-Vorstand bisher nur den Ligapokal von der Bayernliga bis zu den C-Klassen. Mit dem formalen Beschluss zum vorzeitigen Saisonende für die Ligen will der Verband so lange warten, bis auch die letzte theoretische Hoffnung gestorben ist, bis Ende Juni wenigstens noch ein paar Spiele austragen zu können – bei entsprechendem Trainings-Vorlauf von drei oder vier Wochen. Die Staatsregierung hat das Fußballspielen bisher nur bis zum 9. Mai untersagt.

Lösung für Regionalliga gesucht

In der Regionalliga soll zumindest die Play-off-Runde der drei Aufstiegsanwärter Viktoria Aschaffenburg, Schweinfurt 05 und SpVgg Bayreuth ausgetragen werden. Darüber werde zurzeit mit den Vereinen und dem Innenministerium gesprochen, hieß es in einer Mitteilung. Das bedeutet: Um eine Ausnahmegenehmigung zu bekommen, müssen die Spieler vor den Partien wohl regelmäßig auf Corona getestet werden – so wie in den Regionalligen Südwest und West, die unter Profi-Bedingungen spielen. Auf diese Weise würde der BFV auch den Regionalliga-Ligapokal und den Toto-Pokal abschließen wollen – wenn die Vereine mitmachen.ah

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