Kegler des SKC Töging-Erharting steigen in die 2. Bundesliga auf

Die erfolgreichen Spieler von links: Josef Winkler, Alexander Meixner, Stefan Siegl, Stefan Weindl und Karlheinz Leserer; kniend: Andreas Bauer.
+
Die erfolgreichen Spieler von links: Josef Winkler, Alexander Meixner, Stefan Siegl, Stefan Weindl und Karlheinz Leserer; kniend: Andreas Bauer.

Töging. – Nach langem Warten steht nun fest: Der SKC Töging/Erharting beendet die Saison 2019/20 als Meister der Bayernliga Süd und steigt dadurch erstmals in der über 50-jährigen Vereinsgeschichte in die 2.

Bundesliga auf. Die durch die Corona-Pandemie unterbrochene Saison wurde nach 16 von 18 Spieltagen durch einen Drei-Stufen-Plan des DKBC beendet. Jeder im Lager der Töginger hätte die Saison gerne sportlich zu Ende gebracht, aufgrund der Beschränkungen war dies zum Zeitpunkt des Abbruches jedoch nicht möglich. Mittlerweile ist der SKC Töging/Erharting offiziell für die nächste Saison in der 2. Bundesliga Süd gemeldet.

Der Aufstieg in die 2. Bundeliga stellt den bisherigen Höhepunkt der Vereinsgeschichte dar. Dieser Erfolg ist umso bemerkenswerter, da der komplette Kader der Töginger entweder in Töging und Erharting wohnt oder dort aufgewachsen ist. Vor allem darauf ist man im Verein sehr stolz. Möglich macht das vor allem die starke Jugendarbeit im Verein. Neun der elf eingesetzten Spieler der Saison 2019/20 sind 29 Jahre oder jünger, acht davon haben bereits die Jugend des SKC Töging/Erharting durchlaufen.

Auch wenn der Spielbetrieb auf den heimischen Bahnen in der Mehrzweckhalle in Töging seit Monaten ruht, beschäftigt man sich beim SKC bereits mit der Planung der neuen Saison. Sicher ist aber jetzt schon: Man wird in Töging den Weg mit den heimischen Spielern weitergehen. Die Meistermannschaft des letzten Jahres – im Kern bestehend aus Karlheinz Leserer, Stefan Siegl, Alexander Meixner, Andreas Bauer, Stefan Weindl – wird auch den Kader der neuen Saison bilden, erweitert um weitere junge Spieler aus den eigenen Reihen. Hochkarätige Neuzugänge sind nicht geplant.

In der 2. Liga erwartet die Aufsteiger ein komplett neues Terrain. Ein Großteil der neuen Konkurrenten hat noch keine Erfahrung auf den Töginger Bahnen. „Die Heimspiele werden entscheiden, ob die Saison in der 2. Liga ein einmaliges Erlebnis wird oder ob wir die Klasse halten können“, so Karlheinz Leserer. Trotz der sportlich reizvollen Aufgaben erwarten die Töginger lange Auswärtsfahrten, die die Vereinskasse belasten.

„So schön dieser Aufstieg ist, bei insgesamt rund 4500 Kilometern, die wir nächste Saison zurücklegen werden, wird unsere Vereinskasse deutlich belastet“, so SKC-Sprecher Stefan Siegl. Nur mehr zwei Auswärtsfahren sind innerhalb Bayerns (Kipfenberg und Bobingen), alle anderen Fahrten führen nach Baden Württemberg. Die weiteste Fahrt führt ins Südbadische Unterharmersbach mit einer einfachen Fahrtstrecke von 460 Kilometern.

Gefeiert werden konnte aufgrund der aktuellen Situation im Lager der Innstädter noch nicht, dies soll aber spätestens im Spätsommer nachgeholt werden. Dann stehen auch zwei Trainingslager auf den heimischen Bahnen inklusive Konditions- und Koordinationstraining auf dem Programm. Spätestens dann wird sich auch herauskristallisieren, wer das Zeug für das Abenteuer 2. Bundesliga hat. Um auch aus technischer Sicht einen Schritt nach vorne zu machen, plant man beim SKC ab nächster Saison auch die Liveübertragung der Heimspiele.

„Wir wollen die 2. Bundesliga nutzen, um den Bekanntheitsgrad unseres Vereins weiter auszubauen“, so Siegl. Auch wenn die Etablierung eines Livestreams mit enormen Kosten im vierstelligen Bereich verbunden sei, so solle diese Möglichkeit genutzt werden. Hierfür ist man beim SKC auf der Suche nach einem technischen Partner, der das Equipment für die Übertragung sponsert, und über Einblendungen während des Spiels beworben werden kann. Hierdurch wird eine enorme Reichweite in ganz Süddeutschland erreicht.

Alles in allem möchte man in Töging einen weiteren Schritt gehen, um die nächstjährige Premierensaison in der 2. Bundesliga Süd so erfolgreich wie möglich zu gestalten.

Im Lager der Töginger ist man sich einig: „Das Ziel ist der Klassenerhalt … und vielleicht das ein oder andere Mal einen der Etablierten zu ärgern“.

Kommentare