Kasparetti: „Wir sind bereit“ – TSV 1860 bestreitet erstes Ligaspiel seit sieben Monaten

Für Tormann Alin Goia und 1860 Rosenheim steht der Re-Start in der Liga an.
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Für Tormann Alin Goia und 1860 Rosenheim steht der Re-Start in der Liga an.

Mehr als sieben Monate lang hat der Spielbetrieb der Fußball-Regionalliga Bayern geruht. 217 Tage waren es, in denen der TSV 1860 Rosenheim trainierte, pausierte, Testspiele organisierte und im Ligapokal startete. Nun endlich hat das Warten für Trainer Thomas Kasparetti und seine Spieler ein Ende.

Rosenheim– Mehr als sieben Monate lang hat der Spielbetrieb der Fußball-Regionalliga Bayern geruht. 217 Tage, um genau zu sein, waren es, in denen der TSV 1860 Rosenheim trainierte, pausierte, Testspiele organisierte und im Ligapokal startete. Nun endlich hat das Warten für Trainer Thomas Kasparetti und seine Spieler ein Ende. Am Samstag reisen die Innstädter zum SV Schalding-Heining. Anpfiff am Reuthinger Weg ist 14 Uhr – und die Botschaft für den Re-Start für die Sechziger klar: „Wir sind bereit!“

Kasparetti freut sich, dass es wieder los geht

Spricht man mit Thomas Kasparetti über den bevorstehenden Re-Start nach derart langer Pause, merkt man die Vorfreude. Mit fester Stimme berichtet er, wie froh er sei, dass es nun endlich losgehe. Das Team sei zusammengewachsen, Automatismen würden greifen und – was den TSV-Coach am meisten freut – im Training sei richtig Zug und Intensität. Es scheint, als haben die Rosenheimer die lange Fußball-Pause optimal genutzt. Mit dem Athletikprogramm von Corox haben Wallner, Heiß und Co. via Cyber-Training durchtrainiert und die vielen Neuzugänge mit Zusatzeinheiten ideal ins Mannschaftsgefüge integriert.

Schalding ist ein unangenehmer Gegner

Am Samstag wartet nun der SV Schalding-Heining. Ein unangenehmer Gegner, der bereits ein Ligaspiel nach der Corona-Zäsur absolvierte. Mit 2:0 fuhr das Team von Teilzeit-Spielertrainer Stefan Köck einen souveränen Heimspiel-Erfolg gegen den TSV Rain/Lech ein und kletterte damit auf Rang elf der Regionalliga-Tabelle. Generell sind Heimspiele ein großer Trumpf der Passauer. Viele Zuschauer und noch mehr rassige Zweikämpfe sind Markenzeichen im Spiel der Niederbayern. Auch Kasparetti weiß um diese Stärke: „Schalding ist sehr kompakt, enorm kampfstark und schaltet im Kollektiv und mit vollem Tempo von Abwehr auf Angriff – darauf müssen wir uns einstellen.“ Besonderes Augenmerk legt das TSV-Trainerteam Kasparetti/Straßhofer auch den Angreifer der Grün-Weißen: Markus Gallmaier. Der 27-jährige Vollblutstürmer gilt als griffig im Zweikampf und vor dem Tor lässt er sich selten zweimal bitten.

Großes Potential in der Sechziger-Offensive

Trotz der Qualitäten des Gegners richtet Kasparetti seinen Blick vornehmlich auf das eigene Team: „Wir haben mittlerweile eine richtig starke Truppe beisammen – vor allem in der Offensive mit großem Potenzial.“ Und eben jene Angriffsreihe dreht sich um Danijel Majdancevic als Denker und Lenker im offensiven Mittelfeld, Neuzugang Christoph Fenninger im Sturmzentrum und Korbinian Linner, Achitpol Keereerom, Laurin Demolli sowie Luftetar Mushkolaj über die Außenbahnen. Defensiv soll Linor Shabani als Wellenbrecher für die Schaldinger Umschaltmomente fungieren und vor der Abwehrreihe – Sattelberger, Heiß, Wallner, Moser – für wichtige Ballgewinne sorgen. „Wer neben Linor im Mittelfeld spielen wird, werden wir kurzfristig entscheiden, da hinter Lucas Markert, Neuzugang der SpVgg Unterhaching, aufgrund einer offenen Wunde noch ein Fragezeichen steht.“ Definitiv nicht mit an Bord sind Sam Zander (Innenbandverletzung), Dominic Bacher (Mittelfußbruch), Alexis Fambo (Knieprobleme) und Tizian Zimmermann (Syndesmoseband).

Nun endlich rollt der Ball auch für den TSV 1860 Rosenheim in der Regionalliga Bayern wieder – nach 217 Tagen. Eine für Fußballer endlos lange Zeit voller Warten, Trainieren und wieder Warten. Den Rest dieser Saison soll jedes einzelne Spiel mit einer Marschroute angegangen werden: Gewinnen. Den Anfang könnte man gleich zum Start machen. mpo

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