Kasparetti: Kein „Spiel der Spiele“: 1860 beim Tabellennachbarn in Heimstetten zu Gast

Mit Händen und Füßen: Der TSV 1860 Rosenheim, hier Julian Höllen, will gegen den SV Heimstetten alles reinhauen.
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Mit Händen und Füßen: Der TSV 1860 Rosenheim, hier Julian Höllen, will gegen den SV Heimstetten alles reinhauen.

High Noon in der Fußball-Regionalliga Bayern – mit dem SV Heimstetten und dem TSV 1860 Rosenheim stehen sich Platz 14 und 15 im direkten Duell gegenüber. Auch wenn es für beide Teams noch neun Ligaspiele zu absolvieren gilt, ist einem derartigen Duell eine gewisse Brisanz nicht abzuschreiben.

Rosenheim – High Noon in der Fußball-Regionalliga Bayern – mit dem SV Heimstetten und dem TSV 1860 Rosenheim stehen sich Platz 14 und 15 im direkten Duell gegenüber. Auch wenn es für beide Teams noch neun Ligaspiele zu absolvieren gilt, ist einem derartigen Duell eine gewisse Brisanz nicht abzuschreiben. Anpfiff ist am heutigen Samstag in Heimstetten um 14 Uhr.

Kein „Spiel der Spiele“

Frägt man Thomas Kasparetti, Trainer des TSV 1860, so weist dieser einen vorentscheidenden Charakter der Partie deutlich zurück: „Es wäre nicht richtig, hier vom Spiel der Spiele zu sprechen. Wir haben inklusive des Spiels gegen Heimstetten noch zehn Spieltage zu absolvieren. Da gibt es noch jede Menge Punkte zu vergeben und wir sind sicherlich gut damit beraten, auf jedes dieser zehn Spiele den gleichen Fokus zu legen.“

Gegen Bayreuth trotz Niederlage „teilsweise richtig stark“ gespielt

Natürlich – und das weiß auch Rosenheims Trainerteam Thomas Kasparetti und Florian Heller – ist es nicht möglich, einer solchen Partie auf tabellarischer Augenhöhe den Mantel des Drucks komplett auszuziehen. Beide Teams rangieren um die Relegationsplätze, beide Teams wollen ein positives Ergebnis einfahren. Für Kasparetti geht es auch darum, die positiven Aspekte des Bayreuth-Spiels wieder abzurufen: „Was wir vor allem defensiv abgerufen haben, war teilweise richtig stark. Unsere Viererkette mit Moser, Heiß, Wallner und Sattelberger stand gegen einen offensiv starken Top-Gegner stabil. Wir haben routiniert verteidigt und leidenschaftlich dagegengehalten.“ Vor allem der junge Sattelberger fällt in der illustren Reihe erfahrener Spieler, die knapp 500 Spiele im höherklassigen Herrenbereich absolvierten, nicht im Geringsten ab und spielt sich auf der Position immer weiter fest. Sucht man nach der ordentlichen Mannschaftsleistung gegen Bayreuth nach dem Haar in der Suppe, würde dem TSV-Team und ihrem Spiel wohl noch etwas mehr Ruhe am Ball guttun. Nach Ballgewinnen wollte man zu schnell den tödlichen Pass in die Spitze spielen, anstatt die Partie über etwas mehr Ballzeit in den eigenen Reihen abzukühlen.

Heimstetten „spielerisch enorm stark“

Den Gegner aus dem Münchner Osten sieht der Sechziger-Coach als „spielerisch enorm stark“, die Fußballspielen wollen und deshalb auch völlig zurück von vielen Beobachtern als deutlich stärker eingestuft würden, als es der Tabellenstand zu verstehen gäbe. „Die Raumaufteilung sowie die Bewegung ohne Ball der Heimstettener sind erstklassig. Fußballerisch sehe ich den SVH im ersten Drittel aller Mannschaften.“ Vor allem zwei Spieler fallen dabei ins Auge: Nappo und Riglewski. Beide Spieler haben starke Torjägerqualitäten und noch stärkere Standardqualitäten. Da gilt es für die Rosenheimer, hellwach zu sein und vor allem in der Zweikampfführung clever zu agieren. Im Lager der Rothosen kehrt mit Christoph Fenninger der etatmäßige Stürmer nach seiner Sperre zurück ins Team und auch Sam Zander könnte nach seiner Bandverletzung wieder im Kader auftauchen.

Auch wenn es sicherlich nicht das letzte Spiel der Saison sein wird, Spannung ist geboten. Denn: Spiele gegen direkte Tabellennachbarn sind immer etwas besonderes und versprechen eine ausgeglichene Partie auf Augenhöhe. mpo

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