Kann's der Libero richten?

Soll mit seiner Erfahrung wieder mehr Stabilität in die Annahme und die Abwehr der Mühldorfer Jugend bringen: Eric Hagendorn, der "Silberrücken", wie sich der 39-Jährige selbst nennt. Im Hintergrund Teamkollege Hauke Ferch. Foto je
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Soll mit seiner Erfahrung wieder mehr Stabilität in die Annahme und die Abwehr der Mühldorfer Jugend bringen: Eric Hagendorn, der "Silberrücken", wie sich der 39-Jährige selbst nennt. Im Hintergrund Teamkollege Hauke Ferch. Foto je

In Dresden war Eric Hagendorn nicht dabei - und schon gingen die Volleyballer des TSV Mühldorf in Ermangelung sicherer Annahmespieler baden. Umso schmerzhafter war die klare 0:3-Niederlage in der vergangenen Woche, weil die Mühldorfer damit die Chance ungenutzt ließen, um sich gegen den aktuellen Tabellenletzten im Kampf gegen den Abstieg abzusetzen. So aber konnte sich Dresden vom Tabellenende lösen und mit nun zehn Punkten auf dem Konto zum ASV Neumarkt und dem TSV Mühldorf (beide elf Punkte) aufschließen. Der VSV Jena jedoch rutschte nach einem 1:3 gegen den TSV Zschopau auf den letzten Platz ab.

Zwei Mannschaften steigen definitiv in die Regionalliga ab - als Drittletzter ist der TSV Mühldorf in den verbleibenden sechs Spielen also gefordert. Nur noch Endspiele, die auf die jüngste Mannschaft der 3. Volleyball-Liga in den noch verbleibenden Wochen zukommen. Und ob die Mühldorfer dabei ihren Heimvorteil ausspielen können, bleibt fraglich. Denn mit der VGF Marktredwitz am 22. Februar kommt der aktuelle Tabellenführer nach Mühldorf, am kommenden Wochenende (Sonntag, 15 Uhr in der Mittelschulturnhalle) ist es mit dem TSV Niederviehbach der aktuelle Zweite, der größte Ambitionen hat, den Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga zu besiegeln.

Die vermeintlich schwächeren Kontrahenten hingegen, gegen die Spielertrainer Michi Mayer im Abstiegskampf noch punkten will, müssen die Mühldorf auswärts besiegen, wie etwa Neumarkt (8. Februar), Jena (8. März) oder das Team aus Eltmann (22. März), das die Mühldorfer im Hinspiel am Rande einer Niederlage hatten. Die Chancen, zu Hause noch zu punkten, sind am größten gegen den MTV München, den die Mühldorfer in der Hinrunde bezwungen haben und die am vorletzten Spieltag am 15. März zu Gast in Mühldorf sind.

Zunächst aber konzentrieren sich die Mühldorfer auf den Gegner im Nachmittagsspiel am Sonntag: Nicht ein Spiel gab es, in welchem der TSV Niederviehbach in dieser Saison nicht mindestens einen Punkt mit nach Hause genommen hat. Zu Hause sind die Niederbayern jedenfalls eine Macht. Bisher alles gewonnen, so auch das Hinspiel gegen Mühldorf mit einem völlig ungefährdeten 3:0. Niederlagen gab es nur in den Auswärtsspielen, etwa beim MTV München, bei der VGF Marktredwitz und zuletzt am vergangenen Sonntag gegen den VC Eltmann - diese sei aber der Tatsache geschuldet, dass die Niederviehbacher tags vorher eine kräfteraubende Partie im Spitzenspiel gegen den TSV Friedberg zu bestreiten hatten. "Floh Tafelmayer, der die Niederviehbacher um ein gutes Stück stärker macht, soll muskuläre Probleme gehabt haben", will Michi Mayer erfahren haben. Doch selbst ohne Tafelmayer seien die Niederviehbacher immer noch ein "saustarkes Team".

Trotz des 0:3 letzte Woche gegen Dresden seien die Mühldorfer aber motiviert: "Klar war der Druck gegen Dresden immens hoch, gegen die favorisierten Niederviehbacher können wir ohne Druck aufspielen", die Mühldorfer hätten besonders gegen starke Teams zuletzt immer gut ausgesehen, findet Mayer, der zudem den Heimnimbus als Argument für ein mögliches gutes Spiel der Mühldorfer heranzieht: "Zu Hause hat die Mannschaft mit den Zuschauern im Rücken immer topmotiviert aufgespielt." Den Tiebreak zu erreichen - damit wäre Mayer bereits zufrieden. "Ein bis zwei Punkte sind drin." Zumal alle Spieler an Bord sind, der Spielertrainer aus dem Vollen schöpfen kann.

Die Spielpaarungen am Wochenende: MTV München - VSV Jena 90; TSV Zschopau - VC Dresden II; VC Eltmann - VGF Marktredwitz; TSV Friedberg - ASV Neumarkt; TSV Mühldorf - TSV Niederviehbach.

Aktuelle Tabelle: 1. VGF Marktredwitz, 25 Punkte, 32:22 Sätze; 2. TSV Niederviehbach, 25 Punkte, 30:17 Sätze; 3. VC Eltmann, 24 Punkte, 30:19 Sätze; 4. TSV Friedberg, 22 Punkte, 29:21 Sätze; 5. TSV Zschopau, 22 Punkte, 27:20 Sätze; 6. MTV München, 15 Punkte, 23:24 Sätze; 7. ASV Neumarkt, 11 Punkte, 17:29 Sätze; 8. TSV Mühldorf, 11 Punkte, 17:30 Sätze; 9. VC Dresden II, 10 Punkte, 17:26 Sätze; 10. VSV Jena 90, 9 Punkte, 19:33 Sätze. je

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