Der Kampf um die Play-off-Plätze

Stephen Schultz ist wieder fit und könnte am Wochenende erstmals wieder spielen.
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Stephen Schultz ist wieder fit und könnte am Wochenende erstmals wieder spielen.

Elf Spiele noch bis zum Start der Play-off-Runde in der Eishockey-DEL2 und die Liga ist so spannend wie nie zuvor. Lediglich zwei Play-off-Plätze sind so gut wie sicher an Bietigheim und Kassel vergeben und um die restlichen sechs Plätze streiten sich neun Mannschaften - mittendrin statt nur dabei sind die Starbulls Rosenheim.

Wie eng die Liga zusammen ist zeigt ein Beispiel: Hätten die Starbulls ihr Heimspiel, vor knapp drei Wochen gegen Ravensburg gewonnen und nicht äußerst unglücklich 1:2 verloren, stünden die Rosenheimer aktuell auf dem dritten Tabellenplatz und nicht Ravensburg. Jetzt zählt jeder Punkt, vor allem in den Spielen gegen die Mitkonkurrenten und da gibt es viele. Gegen die ersten beiden geht es heute, Freitag, 19.30 Uhr, in Weißwasser und am Sonntag, 17 Uhr, zu Hause gegen Dresden.

Starbulls haben alles selbst in der Hand

Im Kampf um die direkte Play-off-Teilnahme haben die Starbulls als Tabellensechster momentan wieder alles selbst in der Hand. Natürlich ist die Verteidigung des sechsten Platzes das große Ziel der Starbulls. Leicht wird das bei dem Restprogramm nicht, denn die beiden "Punktelieferanten" Kaufbeuren und Heilbronn stehen nicht mehr auf dem Spielplan der Starbulls. Lediglich Crimmitschau (am Dienstag) ist als ziemlich sicherer Teilnehmer der Abstiegsrunde ein scheinbar leichter Gegner und bildet den Abschluss der Sachsen-Festspiele für die Starbulls.

"Sachsen-Festspiele"

Ob es denn auch Festspiele für die Rosenheimer mit ziemlich vielen Punkten gegen Weißwasser, Dresden und Crimmitschau werden, wird sich gleich heute in der Lausitz zeigen. Mit 60 Punkten liegen die Füchse fünf Punkte und damit gleichzeitig fünf Plätze hinter Rosenheim auf dem elften Rang, der gleichzeitig Abstiegsrunde bedeutet. Die Lausitzer machen gerade schwere Zeiten durch. Am zweiten Weihnachtsfeiertag belegten die Füchse nach einem 7:2-Sieg in Dresden den dritten Platz, sind aber nach zuletzt sieben Niederlagen in Folge aus den Play-off-Rängen gerutscht.

Starbulls-Trainer Franz Steer warnt vor dem Powerplay der Füchse. Wichtig wird sein die Kontingentspieler in Schach zu halten: "Weißwasser lebt von seinen Ausländern. Wenn Jonas Johansson, Scott King und Maxime Legault einen Lauf haben, dann können sie über Einzelaktionen ein Spiel allein entscheiden." Gestern stand für die Rosenheimer Mannschaft vor dem Abschlusstraining ein Video-Studium von Weißwassers Spiel in Bremerhaven auf dem Programm.

"Wir müssen jedes Spiel an unsere Grenzen gehen, um zu gewinnen", sagt Steer, ist aber gleichermaßen optimistisch. "Die Mannschaft macht einen sehr frischen Eindruck, die Jungs haben Spaß und laufen gut."

Wahrscheinlich mit Stephen Schultz

Steer kann bis auf Stephan Gottwald, Max Renner und vermutlich Manuel Edfelder (krank) auf den kompletten Kader und damit auch auf Stephen Schultz zurückgreifen, der nach seiner Schulterverletzung wieder fit ist und jetzt Spielpraxis braucht. "Wahrscheinlich lasse ich Schultz am Wochenende spielen", sagt Steer. Tritt der Fall ein ist das keine Entscheidung gegen Sergio Somma, der dann auf die Tribüne müsste, sondern für die Mannschaft. "Schultz braucht Spiele, nur dann kann er uns auch weiterhelfen", sagt Steer und denkt über die Reihenzusammenstellung nach: "Spielt Schultz, werde ich ihn zu Tyler McNeely und Max Hofbauer in einer Reihe stellen. Unsere dritte Reihe mit Simon Fischhaber, Benjamin Zientek und Fabian Zick funktioniert sehr gut, vielleicht packe ich dann Leopold Tausch in die erste Reihe. Tausch ist läuferisch sehr gut und wird seinen Job machen."

"Kleines Endspiel"

Sonntag-Gegner Dresden kommt mit vier Siegen aus den letzten fünf Spielen ins Kathrein-Stadion und ist punktgleich mit den Starbulls Tabellensiebter. Das ist schon ein "kleines Endspiel" um Platz sechs. Für Spannung ist also gesorgt. bz

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