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Ein Traunsteiner traf dreimal

Kalte Dusche für die Löwen: Warum ein Doppelschlag Wasserburg aus dem Konzept brachte

Schiedsrichter Maximilian Wirkner zeigt es an: Wegen eines Ellenbogenschlags schickte er Lucas Knauer mit der Roten Karte vom Platz.
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Schiedsrichter Maximilian Wirkner zeigt es an: Wegen eines Ellenbogenschlags schickte er Lucas Knauer mit der Roten Karte vom Platz.

Wasserburg startete im Fußball-Landesliga-Derby gut ins Spiel bis eine Traunsteiner Doppelschlag die Löwen aus dem Konzept brachte. Dazu war ein SBC-Spieler heiß auf Tore.

Wasserburg – Viele Menschen in Bayern sehnen sich gerade nach einer Abkühlung von der sengenden Hitze. Die kalte Dusche, die Chiemgau Traunstein den Wasserburger Löwen per Doppelschlag in der 18. und 20. Minute verpasste, war so eiskalt, dass Ärzte zwingend davon abraten würden.

Am Ende erholten sich die Löwen im Derby der Fußball-Landesliga auch nicht mehr davon und unterlagen mit 2:4.

Zweikämpfe bissig geführt

Dabei hatte die Mannschaft von Trainer Harry Mayer einen ausgesprochen guten Start. Beflügelt von zwei Siegen zum Auftakt, spielte sie den bislang besten Fußball der Saison. Die Zweikämpfe wurden bissig geführt, die Kombinationen waren flüssig, aussichtsreiche Chancen durch Bruno Ferreira Goncalves (8.) und Moritz Knauer (9.) wurden kreiert – und plötzlich war erstmal alles weg. Nach einem unnötigen Diagonalball eroberte Traunstein den Ball und Gentian Vokri schickte mit einem geschickten Gassenpass Dennis Hrvoic in die Tiefe. Torhüter Andreas Dumpler stürmte aus seinem Gehäuse, verlor jedoch den Pressschlag und Hrvoic schob ins leere Tor ein (18.).

Aus 25 Metern in den Winkel

Nur wenig später spielte Routinier Michael Kokocinski einen Fehlpass ins Mittelfeld, von wo Julian Höllen ungehindert durch die Abwehr spazierte und aus 25 Metern in den Winkel abschloss (20.). Dieser Traunsteiner Doppelschlag zeigte Wirkung, die Löwen verloren Sicherheit und Rhythmus.

Wasserburgs Daniel Kononenko erzielte kurz nach der Pause den 1:2-Anschlusstreffer.

Erst nach der Pause waren die Hausherren wieder so dominant wie zu Beginn. Nach Wiederanpfiff berührte Traunstein den Ball erst wieder bei eigenem Anstoß.

Aus vollem Lauf getroffen

Lucas Knauer hatte zuvor mit einem Diagonalball das eingewechselte Eigengewächs Daniel Kononenko auf die Reise geschickt, der den Ball einmal aufspringen ließ und aus vollem Lauf von der linken Strafraumkante sehenswert ins lange Ecke zum 1:2 einschoss (46.). Nun war Wasserburg am Drücker und hätte in der 49. Minute einen Strafstoß erhalten müssen, als Sepp-Renee Kollie nach einer Ecke am Fuß getroffen wurde.

Viele individuelle Fehler

Wenn Schiedsrichter Maximilian Wirkner es nicht gesehen hat, so hätte er es hören müssen. So blieb die Wende aus und Wasserburg schaufelte sich mit weiteren individuellen Fehlern sein eigenes Grab. Nach leichtem Ballverlust im Mittelfeld von Lucas Knauer wurde Julian Höllen steil geschickt, Dumpler hatte die Situation vermeintlich souverän bereinigt, doch Kollie spitzelte seinem eigenen Schlussmann das Leder aus der Hand, sodass Höllen unbedrängt einschieben konnte (57.).

Unentschieden war noch möglich

Selbst zu diesem Zeitpunkt war ein Unentschieden noch im Bereich des Möglichen, doch die Löwen dezimierten sich selbst. Lucas Knauer wurde von hinten angegangen und beim Versuch sich loszureißen, traf der Hüne seinen Gegenspieler unabsichtlich im Gesicht. Schiedsrichter Wirkner ahndete dies mit der Roten Karte (73.).

Auch zu Zehnt drängten die Löwen auf den Anschlusstreffer, den Marko Dukic nach weitem Einwurf von Michael Kokocinski in der 89. Minute auch erzielte. In der fünfminütigen Nachspielzeit hatte Robert Köhler mit einem Schlenzer aus 16 Metern die aussichtsreichste Gelegenheit zum Ausgleich (92.), ehe Höllen in der 95. Minute nach einem Solo den Schlusspunkt setzte und das Spiel endgültig entschied.

Mit drei Toren Mann des Tages

Höllen war mit drei Toren der Mann des Tages und sicherte Traunstein durch seine individuelle Qualität den Dreier. Die Löwen spielten als Mannschaft durchaus gefällig, leisteten sich aber viel zu viele vermeidbare Fehler, die auch in der Landesliga bestraft werden.

TSV Wasserburg: Dumpler, Köhler, Kollie (ab 87. Stephan), Kokocinski, Brich (ab 56. Rauscher), Höhensteiger (ab 63. Müller), Lucas Knauer, Moritz Knauer, Simeth (ab 46. Kononenko), Dukic, Ferreira Goncalves.

SB Chiemgau Traunstein: Thomas Unterhuber, Salihu (ab 81. Alexander Dreßl), Höllen, Majdancevic (ab 6. Tersteegen), Hrvoic (ab 54. Kremer), Vokrri, Kraus, Wallisch (ab 71. Gartner), Brinkmann (ab 56. Paranos), Hosp, Smajlovic.

Schiedsrichter : Maximilian Wirkner.

Zuschauer: 478.

Tore: 0:1 Hrvoic (18.), 0:2 Höllen (20.), 1:2 Kononenko (46.), 1:3 Höllen (57.), 2:3 Dukic (89.), 2:4 Höllen (90. + 5).

Besonderheit: Rote Karte für den Wasserburger Lucas Knauer wegen einer Tätlichkeit (.73.).

jha

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