Heute um 17 Uhr gegen den TSV Eching: Rosenheimer schon wieder unter Druck

SBR kämpft gegen den Heimkomplex

Michael Hofer steht mit dem SBR in der Pflicht. Foto Ruprecht
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Michael Hofer steht mit dem SBR in der Pflicht. Foto Ruprecht

0:1 gegen Planegg-Krailling, 0:2 gegen Holzkirchen, 0:6 gegen Ismaning und 1:2 gegen Dachau - das ist die bisherige Heimbilanz des SB/DJK Rosenheim in der laufenden Saison der Fußball-Landesliga Südost. Vier Spiele, vier Niederlagen, kein Punkt, ein Tor und elf Gegentreffer - im wahrsten Sinne des Wortes eine Horrorbilanz.

Nimmt man das 0:3 gegen Schwabmünchen vom vorletzten Spieltag der vergangenen Bayernliga-Saison noch hinzu, dann sind es fünf Spiele ohne Punktgewinn im heimischen Josef-März-Stadion. Gegen diesen Heimkomplex kämpfen die Sportbündler am heutigen Samstag ab 17 Uhr im Punktspiel gegen den TSV Eching an.

Und nicht nur gegen den Heimkomplex: Die Rosenheimer befinden sich auf dem letzten Tabellenplatz und damit schon wieder in höchster Abstiegsgefahr. Zuletzt gab es den peinlichen Auftritt beim 0:4 in Landshut. Der SBR kämpft also auch gegen die Abstiegsnöte und um Wiedergutmachung. Eines ist klar: Noch so eine spielerisch magere Darbietung wie in den vergangenen beiden Spielen darf man sich nicht erlauben, denn sonst brennt der Baum gewaltig. Der Druck steigt!

In dieser Hinsicht passt es zumindest ganz gut, dass Gegner TSV Eching in dieser Saison in der Fremde noch nicht klarkommt. Der ehemalige Bayernligist ist mit drei Punkten aus vier Begegnungen das schwächste Auswärtsteam der Liga und musste schon zwölf Gegentore hinnehmen. Allerdings können die Echinger wesentlich befreiter in Rosenheim aufspielen, weil die Heimbilanz passt. Acht Punkte holte man da, mit insgesamt elf Zählern steht die Truppe von Trainer Fredi Ostertag - einst ein gefürchteter Torjäger in den höheren Amateurklassen - im Mittelfeld der Tabelle.

Sieben Punkte fehlen dem SBR bereits auf die Echinger, ganze sechs Zähler auf einen direkten Nichtabstiegsplatz. Es wird also ernst für die Sportbündler, weshalb in dieser Woche klare Worte angesagt waren. "Es war sehr emotional", meinte Trainer Matthias Pongratz. Es wird sich heute herausstellen, ob Trainer und Verantwortliche dabei den richtigen Ton getroffen haben und eine Wende einkehrt.

Trainer Pongratz kann für dieses Spiel wieder auf Andreas Wörndl setzen, der in Landshut erkrankt nicht eingesetzt werden konnte. Fatih Eminoglu kam zuletzt zu seinem ersten Saisonspiel und hat nun eine weitere Trainingswoche hinter sich. Während Erkan Atilgan und Franz Eyrainer weiterhin verletzt ausfallen, ist der Einsatz von Christian Hofmann (angeschlagen) fraglich.

Personalien sollten aber in der jetzigen Situation eh zweitrangig sein. Es geht darum, dass sich die elf Mann auf dem Rasen und diejenigen, die ins Spiel kommen, für das Team zerreißen. Und vielleicht fließt ja die Emotionalität aus den Gesprächen unter der Woche mal wieder ins SBR-Spiel ein - das wäre schon ein wichtiger Schritt. tn

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