Julian Erhardt: „Keine leichte Situation“

Im Wartestand:Auch der Überseer Profi-Triathlet Julian Erhardt weiß derzeit nicht, wann sein nächster Wettkampf sein wird. Erhardt

Übersee. – Den ersten Triathlon-Wettkampf dieser Saison hätte Julian Erhardt jetzt eigentlich schon hinter sich – und der Überseer Profi wäre für die Challenge Salou bestens vorbereitet gewesen.

Denn das vierwöchige Trainingslager im spanischen Ort Girona war ein voller Erfolg. „Ich wäre topfit und bereit gewesen, an der Startlinie zu stehen“, sagt der 28-Jährige.

Doch auch die Triathlon-Saison ist aufgrund der Coronavirus-Pandemie völlig auf den Kopf gestellt worden. Die Challenge Salou wurde abgesagt. Sie ist jetzt auf den 27. September verschoben worden, ob dieser Wettkampf in Spanien dann tatsächlich nachgeholt wird, kann aktuell niemand sagen. „Sämtliche meiner geplanten Rennen bis Ende Juli sind bereits abgesagt“, erzählt Erhardt weiter.

Da der Triathlon-Profi auch in diesem Jahr eine relativ lange Saison ins Auge gefasst hat, hofft er, „dass im Herbst vielleicht schon noch etwas möglich ist“. Allerdings sei er auch sehr skeptisch. Denn die Wettkämpfe in diesen Monaten finden eben auch traditionell in Spanien oder Italien statt. „Und das sind eben genau die Länder, die von der aktuellen Krise sehr stark betroffen sind.“

Erhardt hat jedenfalls volles Verständnis für die Maßnahmen und die ganzen Absagen. Für ihn als Profisportler sei die Situation aber natürlich schwierig. „Es fallen Antrittsgelder weg, es fallen Preisgelder weg.“ Zudem habe er auch keine Möglichkeit, seine Sponsoren bei Rennen zu präsentieren. „Das ist keine leichte Situation.“ Zumal man auch nicht abschätzen könne, wann der nächste Wettkampf überhaupt sein werde. „Diese Ungewissheit ist nicht schön“, betont Erhardt. Zumal diese auch die weitere Trainingsplanung sehr schwierig mache, ergänzt er. Dennoch blickt Erhardt zuversichtlich in die Zukunft. „Man muss jetzt einfach das Beste aus der Situation machen.“ bst

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