Jonas Widschwendter hat es nicht geschafft

Jonas Widschwendter(links) überreichte bei der Siegerehrung dem neuen Staatsmeister Marco Mempör seine Startnummer mit der 1. Koch

Lunz am See – Das Finale zur österreichischen Trial-Staatsmeisterschaft in Lunz am See/Niederösterreich war an Spannung nicht mehr zu überbieten.

Der sechsfache österreichische Staatsmeister und Titelverteidiger Jonas Widschwendter von der MTG Kiefersfelden und Marco Mempör aus Niederösterreich waren nach den letzten ÖM-Läufen in Kössen punktgleich zum „Finale Grande“ angereist.

Die Sektionen waren ein wenig leicht ausgesteckt, sodass sich jede kleine Unachtsamkeit gravierend auswirken sollte. Nach der ersten Runde schien dann auch alles schon klar zu sein, als Mempör nach einer tollen Einserrunde mit fünf Punkten Vorsprung vor Jonas Widschwendter führte, der sechs Zähler ins Ziel brachte. Ganz anders sah dann die Situation plötzlich nach der zweiten Runde aus, in der Mempör neun Punkte kassierte, während der Oberaudorfer Titelverteidiger die Runde mit drei Fehlern abschloss. Damit führte jetzt Widschwendter knapp mit einem Punkt. Alles entscheidend war dann die dritte Runde, die Mempör mit zwei zu neun zu seinen Gunsten entschied. Den Rückstand von jetzt sechs Punkten konnte Jonas Widschwendter in der vierten und letzten Runde trotz eines Scores von nur zwei Fehlern nicht mehr aufholen, da sich auch Mempör keine Blöße gab und ebenfalls nur zwei Strafpunkte kassierte.

Damit ging der österreichische Staatsmeistertitel erstmals an den jungen Niederösterreicher, der ein für ihn sensationell erfolgreiches Jahr (Junioren-Europameister und Dritter der Trial-WM in der 125er-Klasse) mit dem nationalen Titelgewinn abschloss. Dritter der Tages- wie auch der Jahreswertung wurde Philipp Döller aus Wien.

Mit fairer Geste überreichte Jonas Widschwendter seinem Nachfolger bei der Siegerehrung seine Startnummer mit der 1, die der neue österreichische Staatsmeister in der nächsten Saison tragen wird. sc

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