Jonas Widschwendter erneut Österreichs Staatsmeister

Jonas Widschwendter, MTG Kiefersfelden, gelang in Lunz am See in Niederösterreich die Titelverteidigung in der österreichischen Trial-Staatsmeisterschaft. Foto Felker
+
Jonas Widschwendter, MTG Kiefersfelden, gelang in Lunz am See in Niederösterreich die Titelverteidigung in der österreichischen Trial-Staatsmeisterschaft. Foto Felker

Jonas Widschwendter hat es wieder einmal geschafft! In Lunz am See in Niederösterreich, beim sechsten und letzten Lauf zur österreichischen Trial-Staatsmeisterschaft gelang dem 21-jährigen Oberaudorfer die Verteidigung seines im letzten Jahr errungenen Titels eines österreichischen Staatsmeisters im Trial.

Der seit seiner Kindheit für die MTG Kiefersfelden startende Widschwendter, mittlerweile auch zum Sportwart dieses Vereins aufgestiegen, durfte sich in Lunz am See keine Blöße geben, denn er lag zu diesem Zeitpunkt nur an zweiter Stelle der Jahresgesamtwertung hinter seinem ärgsten Rivalen Philipp Bertl. Allerdings hatte Widschwendter einen ÖM-Lauf ausgelassen, um zu Hause bei den DM-Läufen seiner MTG antreten zu können. Da es in Österreich heuer kein Streichresultat gibt, war die Aufgabe doppelt schwer. Der MTG-Fahrer musste in jedem Fall vor Bertl bleiben.

Überraschenderweise war die Konkurrenz um den Tagessieg diesmal wesentlich größer als sonst, denn der amtierende Jugend-Europameister, Franzi Kadlec vom AMC Holzkirchen hat sich erstmals zu einem Start bei einem ÖM-Lauf entschlossen.

Mit seiner schon sehr ausgereiften Technik gewann der 16-jährige Reichersbeuerner am Ende der vier Runden à acht Sektionen mit sparsamen sieben Strafpunkten dann auch deutlich vor einem weiteren Deutschen, nämlich Dennis Stetter aus Mindelheim, der 18 Zähler ins Ziel brachte. Jonas Widschwendter fuhr ebenfalls gut und absolvierte sogar eine Runde als Bester. Aber insgesamt fünf Fünfer machten seine Ambitionen auf den Tagessieg zunichte, denn Kadlec und auch Stetter bekamen kein einziges Mal die höchste Fehlerquote aufgebrummt. Mit 28 Fehlern wurde Widschwendter schließlich Dritter, während Philipp Bertl mit seinen 43 Punkten Fünfter wurde.

Damit konnte Jonas Widschwendter seinen österreichischen Staatsmeistertitel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigen. Fünf Ergebnisse, davon drei Tagessiege und zwei zweite Plätze (Kadlec bekam in Lunz ja keine ÖM-Punkte) genügten Widschwendter zum Staatsmeistertitel, denn Bertl gewann zwar auch zwei ÖM-Läufe und wurde einmal Zweiter, doch diesen drei Podestplätzen standen auch drei vierte Plätze gegenüber. So blieb Bertl trotz seiner sechs Ergebnisse mit 109 Punkten hinter Widschwendter, der es bei nur fünf Starts auf 115 Meisterschaftspunkte brachte. sc

Kommentare