TOUR DE SKI

Jonas Dobler mit „halber“ WM-Norm: Langläufer zeigen bei Tour de Ski Leistungssteigerung

Der Traunsteiner Jonas Dobler (rechts) schaffte mit Platz zwölf in Toblach die „halbe“ WM-Norm.
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Der Traunsteiner Jonas Dobler (rechts) schaffte mit Platz zwölf in Toblach die „halbe“ WM-Norm.

Wie gut gerüstet sind die deutschen Skilangläufer – und dabei insbesondere diejenigen des Stützpunkts Ruhpolding – für die Heim-Weltmeisterschaft (23. Februar bis 7. März) in Oberstdorf?

Ruhpolding – Gute Erkenntnisse dazu lieferte die Tour de Ski, bei der auch das heimische Trio Jonas Dobler (SC Traunstein), Lucas Bögl (SC Gaißach) und Andreas Katz (SV Baiersbronn) mit am Start war.

Und gerade Bögl war es, der am Abschlusstag mit dem achten Platz beim Anstieg auf die Alpe Cermis in Val di Fiemme den Glanzpunkt aus heimischer Sicht setzte. Es war das beste Ergebnis seiner Karriere. „Lucas liebt ja solche Anstiege, er hat sich bravourös geschlagen“, freut sich Trainer Frank Nitsch aus dem heimischen Stützpunkt. Die Beurteilung „bravourös“ gelte natürlich auch für Bögls zwölften Platz in der Gesamtwertung. Lediglich beim Massenstart über 15 km (Klassische Technik) in Val di Fiemme lief das Rennen für Bögl (30.) nicht nach Wunsch, durch einen Stockbruch und einen Sturz büßte er wertvolle Zeit ein.

„Fast wie immer in Val di Fiemme“

„Fast wie immer in Val di Fiemme“, erinnert sich Nitsch daran, dass dort die deutschen Langläufer meistens irgendwelches Pech oder Probleme haben. Das galt trotz des ordentlichen 23. Platzes auch für Jonas Dobler, der kurz vor Schluss ebenfalls einen Stockbruch zu verzeichnen hatte. „Er lief lange gut im Feld mit und hat Akzente gesetzt, nur zum Schluss ging ihm etwas der Dampf aus“, berichtet Nitsch. Dennoch fehlten dem Traunsteiner auf den 15. Platz weniger als 15 Sekunden.

Beim Finale kam Dobler auf den 20. Platz, noch besser lief es – fast schon traditionell – für das deutsche Team in Toblach. Dort hatte das deutsche Quartett Janosch Brugger (WSG Schluchsee), Florian Notz (SZ Böhringen), Jonas Dobler und Bögl die Plätze zehn bis 13 belegt. Mit seinem zwölften Platz sicherte sich Dobler zumindest die „halbe“ WM-Norm (Platz unter den Top 15), die er in einigen weiteren Rennen jeweils nur knapp verfehlte. „Auch die letzte Etappe von ihm war sehr gut“, lobt Nitsch den 29-Jährigen.

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Pech für Andreas Katz im Freistil

Pech hatte dagegen Andreas Katz (SV Baiersbronn): Der 33-Jährige hatte in Toblach nach Rang 37 über 15 km Freistil tags darauf im Verfolgungslauf einen zu glatten Ski. Und da Katz ohnehin bei der Tour etwas die Spritzigkeit gefehlt habe, „hat er dann einen Schlussstrich gezogen, um sich auf die nächsten Aufgaben vorzubereiten“. Denn grundsätzlich sei Katz ja „nicht weit weg von Lucas und Jonas“ – und daher traut Nitsch ihm auch zu, sich bei den nächsten Weltcups in Lahti (Finnland) und Falun (Schweden) noch für die WM empfehlen zu können.

Insgesamt sei die Tour aus deutscher Sicht „vielleicht noch kein Durchbruch, aber man merkt schon, dass das Team Fahrt aufnimmt“. Erfreulich seien vor allem auch die Erfolge von Katharina Hennig (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal) gewesen. „Davon profitiert das ganze Team: Die Stimmung wird besser und der Druck etwas geringer.“ Klar sei auch, dass die internationale Leistungsdichte immer höher werde.

Nicht am Start war bei der Tour Nadine Herrmann (Bockauer SV). Die 25-Jährige aus dem Stützpunkt konnte „gut trainieren und nimmt jetzt am Wochenende an Sichtungsrennen teil. Da muss sie sich gut präsentieren“, weiß Nitsch. Sie muss bei den nächsten Weltcups ihre Chance suchen, um sich noch einen Platz im WM-Team zu sichern. who

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