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„Ich bin zuversichtlich“

Johannes Denner ist erfolgreich von Ski-Cross auf Triathlon umgestiegen

Johannes Denner beim Gespräch mit der OVB-Sportredaktion.
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Johannes Denner beim Gespräch mit der OVB-Sportredaktion.
  • VonLeon Simeth
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Triathlon statt Ski-Cross: Der Weg von Johannes Denner ist ein Ungewöhnlicher. Wieso er diesen Weg gegangen ist, welche Ziele er hat und vieles mehr hat er nun im Interview verraten.

Evenhausen – Eigentlich war Johannes Denner auf bestem Weg, im Ski-Cross durchzustarten – doch jetzt greift der 22-jährige Evenhausener im Triathlon an und will dort auf Titeljagd gehen. Warum er mit dem Ski-Cross aufgehört hat, wie er zum Triathlon gekommen ist und wieso ihm sein Studium einige Kontroversen in puncto Ernährung aufzeigt, erklärt Johannes Denner im Interview mit der OVB-Sportredaktion.

Wie kam der Wechsel von Ski-Cross zum Triathlon zustande?

Johannes Denner: Seit 2015 bin ich Ski-Cross gefahren, dabei fährt man zu Viert gleichzeitig die Piste mit Kurven, Sprüngen und Hindernissen runter. Es ist also dementsprechend nicht ungefährlich. Ich war dann in der Jugend-Nationalmannschaft und später im Europa-Cup-Team. 2019 habe ich mir bei einem Europacup-Rennen das Kreuzband gerissen und die Schulter gebrochen. In Kombination mit meinem Zahnmedizin-Studium, das ich zuvor angefangen habe, habe ich deshalb entschieden, mit dem Ski-Cross aufzuhören.

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Warum dann genau Triathlon?

Denner: Mein Papa hat früher Langdistanztriathlon gemacht. Es war klar, dass ich irgendwann in die Richtung gehe. Mein erster Triathlon 2020 hat mir total Spaß gemacht. Ich habe weiter trainiert und bin dann letztes Jahr spontan bei der bayerischen Meisterschaft in Ingolstadt angetreten. Dort wurde ich Meister in meiner Altersklasse M20-25.

„Triathlon ist eine ehrliche Sportart“ Ihr Ziel ist die Titelverteidigung?

Denner: Ich werde bei der deutschen Meisterschaft, die Ende Mai in Ingolstadt stattfindet, starten. Da will ich natürlich mein Bestes geben. Dann ist der Plan mich für die IronMan70.3-Mitteldistanz-Weltmeisterschaft nächstes Jahr in Finnland zu qualifizieren. Dazu ist die Qualifikation im September in Italien. Ich bin relativ zuversichtlich: Das Schöne ist, Triathlon ist eine ehrliche Sportart, der Fitteste gewinnt normal. Das war im Ski-Cross anders, weil man schon von den anderen abhängig ist.

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Bleibt Ihnen trotz Studium genug Zeit für das Training?

Denner: Ja, ich kriege das gut unter einen Hut. Ich habe keinen Trainer, mache mir selbst Pläne und trainiere meistens allein. Es ist hilfreich, wenn ich flexibel bin, da ich wegen Studium und Arbeit oft spontan planen muss. Daher kann ich auch nicht die Umfänge der Profis mitmachen, die den ganzen Tag für Training und optimale Regeneration nutzen können. Egal ob ich laufe, Fahrrad fahre, Skitouren gehe oder anderes, das bringt alles eine gute Fitness.

Zwischen Profi-Triathlet und Zahnarzt Wollen Sie in Zukunft in die Profi-Ebene reinschnuppern?

Denner: Das ist natürlich vor allem leistungsabhängig. Bei den Rennen gibt es immer ein Profifeld und ein Altersklassenfeld. Man läuft nicht in der gleichen Konkurrenz, aber auf der gleichen Strecke und kann die Zeiten vergleichen. Daher kann man auch in der Altersklasse Weltmeister werden, ohne Profi zu sein. Sollten meine Leistungen wirklich so gut sein, wäre das natürlich super. Zum Anderen muss ich sagen, dass ich mit dem Beruf als Zahnarzt etwas gefunden habe, was mir richtig Spaß macht und ich gerne hauptberuflich arbeite.

Was ist für Sie das Wichtigste im Training?

Denner: Was ich wirklich gelernt habe, ist dass die Ernährung das A und O ist, sonst läuft der Motor einfach nicht.

Beim Triathlon muss man eher schauen, dass man genug isst...

In Phasen wo man viel trainiert auf jeden Fall. Durch mein Studium habe ich so viele Sichtweisen auf die Ernährung: Was ist für die Zähne schlecht, was braucht der Körper, was ist gesund. Es ist quasi unmöglich einen richtigen Weg zu finden und dann kommt noch der Leistungssport dazu. Mir macht das total Spaß mich damit zu befassen – und irgendwo muss man dann Abstriche machen.les

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